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Müesli, Sirup und Gebäck: In Berg SG befindet sich der schönste Hofladen der Ostschweiz

Vom Baumnussöl über getrocknete Birnenschnitze bis hin zu Zwetschgenkonfitüre: Im Hofladen der Familie Eigenmann in Berg findet man alles, was auf und um den Hof wächst. Nun wurde der Laden prämiert.
Marion Loher
Sandra Eigenmann präsentiert Kreationen aus dem Hofladen. (Bild: Ralph Ribi (8. Mai 2019))

Sandra Eigenmann präsentiert Kreationen aus dem Hofladen. (Bild: Ralph Ribi (8. Mai 2019))

Kaum hat man die Tür zum Hofladen der Familie Eigenmann geöffnet, steigt einem ein süsslich-feiner Duft in die Nase. Es ist der Geruch von frisch geschmolzener Schokolade, und ein bisschen erinnert es an die Adventszeit. Das Wetter draussen mag zwar passen, die Jahreszeit hingegen nicht. In der Produktionsküche, die sich im hinteren Teil des Hofladens befindet, werden denn auch keine Mailänderli oder Zimtsternen gebacken, sondern «Grosis Nussguetzli». Sechs fleissige Hände bringen die Schokoladen-Mandeln-Nuss-Mischung auf dem Backblech in Guetzli-Form und dann zum Auskühlen ins Lager. Danach wird das Gebäck eingepackt, mit einem farbigen Geschenkband versehen und zum Verkauf auf die Theke im Hofladen gestellt.

«Grosis Nussguetzli» sind nur ein Produkt von vielen, welche die Familie Eigenmann im Laden auf ihrem Bauernhof im st.-gallischen Berg verkaufen. Nebst viel frischem Gemüse und saisonalen Früchten gibt es beispielsweise Baumnussöl vom eigenen Nussbaum, daneben hübsch abgepackte Säckli mit halben und gemahlenen Nüssen. Auf den Regalen findet sich eine grosse Auswahl an Konfitüren und Dörrobst, Teemischungen und Essigvariationen, Liköre und Teigwaren – alles hausgemacht. Letztere gibt es gar in kreativen Kombinationen wie mit Orangen-Curry-Geschmack.

Mit viel Liebe zum Detail

Fantasievoll ist Sandra Eigenmann, die zusammen mit ihrem Mann René den Laden und den Hof führt, auch bei der Gestaltung. So finden sich zwischen den Produkten immer wieder kleine Geschenktipps und liebevoll gestaltete Deko-Artikel, auf denen beispielsweise «Mit Liebe gemacht» steht. Ein Spruch, der zum ganzen Laden passt. Denn man spürt sofort: Hier steckt viel Herzblut drin. Und so verwundert es kaum, dass der Eigenmannshof vom Schweizer Obstverband und dem Agrarmagazin «Landfreund» zum zweitschönsten Hofladen der Schweiz gekürt wurde (siehe Kasten).

«Über die Auszeichnung haben wir uns sehr gefreut», sagt Sandra Eigenmann, die das Schild, das auf den zweiten Platz hinweist, gleich neben der Eingangstüre aufgehängt hat. Die 34-Jährige hofft, dass der Hofladen durch die Auszeichnung noch bekannter wird – vor allem der Weg zu ihm. «Da wir uns nicht direkt an einer Durchgangsstrasse befinden, gibt es immer wieder solche, die uns nicht finden.» Da habe anscheinend auch die grosse Hinweistafel an der Strasse nicht geholfen.

Den Hofladen im Frankrüti gibt es seit 2005. Doch schon viele Jahre zuvor konnte man auf dem Eigenmannshof Lebensmittel direkt ab Hof kaufen. Damals waren Edith und Bruno Eigenmann zuständig, sie haben 1978 begonnen, den Betrieb aufzubauen.

Seit 2012 wird der Hof in zweiter Generation von ihrem Sohn René und dessen Frau Sandra geführt, die mittlerweile drei gemeinsame Kinder im Alter zwischen zehn und sechs Jahren haben. Edith und Bruno Eigenmann helfen aber noch heute tatkräftig mit: sie im Laden, er in der Landwirtschaft. Zum Betrieb gehören rund 60 Kühe, 5000 Freilandhühner und zahlreiche Kirschen-, Zwetschgen-, Nuss- und Apfelbäume sowie ein grosser Gemüsegarten.

Kooperation mit Direktvermarktern

«Im Laden findet man all das, was auf unserem Hof und in nächster Umgebung wächst», sagt Sandra Eigenmann. Bei gewissen Produkten wie Öl, Spargel oder Beeren arbeiteten sie auch mit anderen Direktvermarktern zusammen.

«Es muss aber immer zu unserer Philosophie passen: Saisonal und regional.»

Besonders beliebt bei den Kundinnen und Kunden seien die verarbeiteten Produkte wie Müesli, Sirup und Gebäck sowie die Geschenkkörbe. Zum bevorstehenden Muttertag hat Sandra Eigenmann ihrer Kreativität wieder freien Lauf gelassen und viel Kulinarisches, Genussvolles und Verwöhnendes für die Mütter in die Körbe gepackt.

Vier Ostschweizer Hofläden unter den ersten zehn

Der Schweizer Obstverband und das Schweizer Agrarmagazin haben erstmals die schönsten Hofläden der Schweiz prämiert. 46 Hofladenbetreiber machten beim Wettbewerb mit, wobei die Bandbreite der Bewerber gross war, wie die Organisatoren mitteilen. «Es gab Bauernfamilien, die seit Generationen einen Hofladen betreiben, und Newcomer.» Bewertet wurde nach Kriterien wie Gesamtkonzept, Ambiente, Warenpräsentation und Produktqualität. Zu den zehn schönsten Hofläden der Schweiz gehören aus Ostschweizer Sicht nebst jenem der Familie Eigenmann auch das Appenzeller Hoflädeli in Appenzell (5.), der Sunnehof Beeri in Steinebrunn (7.) und der Eichhof in Balgach (9.)

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