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St.Gallen will Tagesbetreuung ausbauen: Provisorium auf der Sömmerliwiese

Bis 2024 soll im Lachen-Quartier ein Neubau für die Tagesbetreuung stehen. Vorher braucht es aber ein Provisorium. Es soll ab Sommer 2019 ausgerechnet auf der in einer Volksabstimmung ausgezonten Sömmerliwiese stehen. Die Provisoriumsvorlage liegt beim Stadtparlament.
Reto Voneschen
Am Sonntagnachmittag spielen Kinder auf der Sömmerliwiesen in der Lachen. Das Provisorium kommt vor die Platanen im Hintergrund und damit parallel zur Schönaustrasse zu stehen. (Bild: Reto Voneschen - 26. August 2018)

Am Sonntagnachmittag spielen Kinder auf der Sömmerliwiesen in der Lachen. Das Provisorium kommt vor die Platanen im Hintergrund und damit parallel zur Schönaustrasse zu stehen. (Bild: Reto Voneschen - 26. August 2018)

Die Stadt unternimmt einen zweiten Anlauf, um im Lachen-Quartier einen Neubau für die Tagesbetreuung der Kinder aus den Schulhäusern Feldli und Schoren zu erstellen. Das Konzept dafür wurde abgespeckt: Das Schulhaus Schönenwegen behält seine eigene Tagesbetreuung; die dafür zur Verfügung stehenden Räume sollten fürs nächste Jahrzehnt ausreichen.

Im ersten Anlauf wollte die Stadt eine gemeinsame Tagesbetreuung für die drei Schulhäuser bauen. Der dafür gewählte Bauplatz, die Sömmerliwiese, wurde vom Quartier aber mit einer Umzonungsinitiative bekämpft. Diese hiess das städtische Stimmvolk am 12. Februar 2017 nach einem heftig geführten Abstimmungskampf gut. Heute ist die Sömmerliwiese der Grünzone A zugeteilt, kommt als Bauplatz also nicht mehr in Frage.

Provisorien sind für die Stadt in Grünzonen möglich

Und doch spielt die Wiese bei der dringend nötigen Erneuerung der Infrastruktur für die Tagesbetreuung in der Lachen eine wichtige Rolle. Das wurde am vergangenen Freitag an einer Infoveranstaltung fürs Lachen-Quartier mit Schuldirektor Markus Bu­schor und Baudirektorin Maria Pappa bestätigt: Der Stadtrat will ab August 2019 auf der Sömmerliwiese ein Provisorium für die Tagesbetreuung (Hort, Mittagstisch, Aufgabenhilfe und so weiter) betreiben.

Das ist nötig, weil der heutige Standort am Gerbeweg 15 nicht mehr genügt. Heute besuchen im Schulquartier Feldli/Schoren 62 Kinder Angebote der Tagesbetreuung. Prognosen der Stadt gehen davon aus, dass diese Zahl bis ins Schuljahr 2024/25 auf 150 Kinder wachsen wird. Heute besuchen im städtischen Schnitt 30 Prozent der Schulkinder solche Angebote; in einigen Jahren sollen es gemäss Markus Buschor um die 50 Prozent sein. Der Bedarf nach diesem Angebot sei ausgewiesen.

Quartier will Garantien: «Kein Providurium!»

Von den anwesenden Bewohnerinnen und Bewohnern aus der Lachen wurden die Provisoriums­pläne für die Sömmerliwiese am Freitagabend zwar skeptisch, aber nicht unfreundlich aufgenommen. Diskutiert wurde vor allem um die Genauigkeit der Prognose zur Zahl der Kinder, die die Tagesbetreuung in Anspruch nehmen werden. Kritische Voten gab’s auch zur Belastung der Böden im Gebiet Sömmerli, Familiengarten Feldli und in der Waldau: Hier liegt unter einer dünnen Erdschicht die ehemalige Kehrichtdeponie der Stadt, der sogenannte «Gallemescht».

Sehr klare Voten gab’s am Freitagabend bezüglich der Dauer des Provisoriums auf der Sömmerliwiese: Es sei tolerierbar, wenn damit während höchstens vier bis sechs Jahren eine Ecke der Grünfläche belegt werde, sagte der ehemalige Quartierve­reinspräsident und SVP-Politiker und Christian Hostettler. Er forderte aber, dass diese Frist in die Parlamentsvorlage fürs Provisorium geschrieben werden müsse. Geschehe das nicht, werde er das Referendum gegen das 2,75-Millionen-Projekt ergreifen.

Gerbeweg oder «Brache» an der Schönaustrasse?

Für den Neubau der Tagesbetreuung in der Lachen seien noch zwei Standorte im Rennen, hiess es am Freitag: Einerseits ist das der Gerbeweg 15, wo heute der Hort steht. Anderseits prüft die Stadt, ob der Neubau innerhalb eines Projektes fürs Mehr-Generationen-Wohnen an der Schönaustrasse 62/64/70 realisiert werden könnte. Hier stehen einige nach dem Zweiten Weltkrieg erstellte Baracken mit Notwohnungen. Im Areal ist zudem der Freiraum und Treffpunkt «Brache Lachen» un­tergebracht.

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