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Mehrsprachiger Gottesdienst: Zwei Kulturen treffen in Wittenbach aufeinander

In der Kirche St.Konrad in Wittenbach hat am Sonntag zum zweiten Mal ein philippinisch- schweizerischer Gottesdienst stattgefunden. Die Mehrsprachigkeit und bunte Kultur fanden Anklang.
Katharina Schatton
Lieder auf zwei Sprachen: Der Chor der philippinischen Frauen hat seinen Auftritt. (Bild: Katharina Schatton)

Lieder auf zwei Sprachen: Der Chor der philippinischen Frauen hat seinen Auftritt. (Bild: Katharina Schatton)

Wenige Minuten vor Beginn der Messe sind die letzten Gottesdienstvorbereitungen noch in vollem Gange: Begleitet von einer Gitarre geht der philippinische Chor nochmals seine Stücke durch, in Tupperdosen mitgebrachte Speisen werden für den Apéro bereitgestellt und zwei Ministranten trudeln ein. Knapp hundert Besucher sitzen in der Kirche St. Konrad in Wittenbach, als Joseph Antipasado, «Father Joseph», die Gemeinde auf Deutsch und Englisch begrüsst. Anschliessend wiederholt Christian Leutenegger, Diakon in Wittenbach, die Worte auf Schweizerdeutsch.

Joseph Antipasado, Kaplan der Pfarrei St. Otmar und selbst Filipino, ist gemeinsam mit ihm für das Entstehen dieser Zusammenarbeit verantwortlich. Aus Wittenbach selber, aber auch aus anderen Gemeinden sind seine Landsmänner und -frauen angereist. Zusammen mit Schweizer Katholikinnen und Katholiken feiern sie einen Gottesdienst. Auf Englisch, Deutsch und manchmal sogar auf Tagalog, der Amtssprache der Philippinen, beten und singen die Menschen an diesem Sonntag. Die Liedblätter sind ebenfalls dreisprachig gestaltet. Wenn am Altar Deutsch gesprochen wird, ist der dazugehörige Text auf Englisch abgedruckt und umgekehrt.

Gesang auf Englisch und Tagalog

Auf diese Art entsteht eine abwechslungsreiche Messe, bei der jeder auf seine Kosten zu kommen scheint. Mehrmals singt der Chor bestehend aus philippinischen Frauen in kunstvollen, bunten Kleidern Lieder auf Englisch und Tagalog. Die Predigt wird erst auf Englisch, dann in leicht veränderter Form auf Deutsch gehalten, eine der Kernaussagen dabei: Wir gehören zusammen.

Nach einer negativen Resonanz zum Gottesdienst kann man lange suchen: Die Möglichkeit, eine Kultur auf diese besondere Weise kennenzulernen, kommt auch bei den Schweizer Gemeindemitgliedern gut an. Es ist «mal was anderes». Die Mehrsprachigkeit wird von den meisten sowohl als Herausforderung, vor allem aber als Bereicherung gesehen. Auch die herzliche und offene Art der Filipinos wirkt wie ein Magnet auf die Gottesdienstbesucher, von denen einige letztes Jahr schon da waren.

Frühlingsrollen und Tanz mit Papierblumen

Viele Filipinos wie auch Schweizer bleiben noch zum Apéro, wo philippinische Spezialitäten aufgetischt werden: Frühlingsrollen, Reis in Bananenblättern oder der violette sogenannte Klebreis. Währenddessen führen sechs Filipinas einen traditionellen Blumentanz auf. Sie schwingen die Kränze mit farbigen Papierblumen über dem Kopf, drehen sich um die eigene Achse, formieren sich neu. Bei Speis und Trank lässt man die Highlights der Feier nochmals aufleben und schwelgt in Erinnerungen an den Gottesdienst vom letzten Jahr. Für diesen Herbst ist das Format mit dem polnischen Teil der Gemeinde geplant.

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