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Raiffeisen Goldach und Rorschacherberg-Thal informieren über Fusion

Aus den Raiffeisenbanken Rorschacherberg-Thal und Goldach soll bald die Raiffeisenbank Region Rorschach werden. Diese Woche haben die Verantwortlichen die Genossenschafter informiert. Es gab auch Kritik.
Martin Rechsteiner
So sähe die neue Bank aus.

So sähe die neue Bank aus.

Was die beiden Raiffeisenbanken Rorschacherberg-Thal und Goldach bereits im Mai angekündigt haben, ist jetzt konkreter geworden: Sie wollen fusionieren. Am Dienstagabend und gestern haben die Verwaltungsräte und Bankleiter die Genossenschafter an Orientierungsversammlungen in Rorschach und Goldach genauer über die Pläne informiert. Zur Veranstaltung am Dienstag im Haus Würth erscheinen 270 Personen. Mit Interesse folgen sie den Ausführungen des Bankkaders. In der Fragenrunde gibt es aber auch kritische Stimmen.

Über einen Zusammenschluss werden die Genossenschafter an getrennten Generalversammlungen am 4. April in Rorschach und am 5. April in Goldach entscheiden. Es ist je eine Zweidrittelmehrheit nötig. Wird diese erreicht, erfolgt die Fusion rückwirkend auf den 1. Januar 2019.

Verwaltungsrat schrumpft auf fünf

Raiffeisenbank Region Rorschach. So soll die neu fusionierte Bank heissen, wie Roman Capaul, derzeit Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft Rorschacherberg-Thal, erklärt. Nach dem Zusammenschluss der Banken wird er Vize-Verwaltungsratspräsident, das Präsidium übernimmt der jetzige VR-Präsident von Goldach, Beat Ulrich. Er tritt 2021 jedoch aus dem Gremium zurück, Capaul rückt dann an seine Stelle. Bis zu diesem Datum wird der fusionierte Verwaltungsrat acht Mitglieder betragen, danach fünf. «Die genaue Besetzung ab 2021 ist aber noch nicht vollständig geklärt, wir haben aber gute Möglichkeiten», sagt Capaul. Die Leitung der fusionierten Bank wird Ernst Locher übernehmen, derzeit Leiter der Raiffeisen Goldach. Sein Stellvertreter wird Andreas Eberhard.

Gesellschaft und Gewerbe wachsen zusammen

Doch weshalb wollen die beiden Genossenschaften fusionieren? Die Verantwortlichen führen am Infoabend einige Argumente dafür ins Feld. So sei ein Grund das Zusammenwachsen der Region. «Sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich», wie Capaul sagt. Die Vereine und das Gewerbe schlössen sich immer mehr grenzübergreifend zusammen. «In diesem gemeinsamen Funktionsraum ergibt es Sinn, wenn die beiden Nachbarbanken fusionieren.» Weiter seien die regulatorischen Anforderungen des Bundes auf die einzelnen Genossenschaften in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. «Es ist einfacher und auch wirtschaftlicher, diese als fusionierte Bank zu erfüllen.»

Am wichtigsten sei der Zusammenschluss aus organisatorischer Sicht, betonen die Verantwortlichen an dem Abend: «Derzeit gibt es in den beiden Banken für Spezialfunktionen keine Stellvertretende bei Ferienabwesenheiten oder Krankheiten. Das verbessert sich bei einem Zusammenschluss», versprechen sie. «Dies hat den Vorteil, dass Kundenaufträge schneller bearbeitet werden können, für Beratungen steht mehr Fachpersonal zur Verfügung.» Die Kunden hätten die Wahl, ob sie nach Goldach oder Rorschach gingen.

Keine Änderung für Genossenschafter

Für die Genossenschafter soll sich durch die Fusion nichts ändern. «Sie können ihre bisherigen Anteilsscheine natürlich behalten», sagen die Verantwortlichen. Jeder Genossenschafter erhält bei den gemeinsamen Generalversammlungen nach dem Zusammenschluss eine Stimme. Die GV werden an «grösseren Örtlichkeiten in Rorschacherberg oder Goldach stattfinden». Der Rechtssitz nach der Fusion soll sich in Rorschach befinden. Steuern bezahlen will die Bank je gleich viel in Goldach und in der Hafenstadt.

Zweifler äussern sich

Das Thema Standort gab an der Orientierungsveranstaltung zu reden. Einer der Anwesenden kam auf die Aufhebung der Raiffeisen-Standorte Thal und Rorschacherberg zu sprechen. Ob der Zusammenschluss einen der jetzigen Standorte bedrohe, will er wissen. «Natürlich weiss niemand, was wie das Geldwesen in zehn Jahren aussieht», sagt Roman Capaul. «Die Situation ist hier aber eine andere als bei der damaligen Fusion. Wir brauchen die Räume für die Kunden und Mitarbeitenden, die Standorte Rorschach und Goldach sind beide in einem sehr guten Zustand.» Mittelfristig, also mindestens fünf bis acht Jahre, seien sie gewährleistet.

Ein Anwesender anderer empfindet den Zeitpunkt der Fusion als zu früh. «Erst sollte die Fusion von 2005 ganz abgeschlossen werden.» Andreas Eberhard hält dagegen: «Der jetzige Zeitpunkt ist ideal. Der Zusammenschluss erfolgt momentan aus einer Stärke.» Sollten die Genossenschafter die Fusion ablehnen, könne es gut sein, dass diese bald wieder zum Thema würde – dann aber aus Schwäche. «Weitere Jahre bis zum Zusammenschluss zu warten, würden sehr teure Jahre», betonten die Verantwortlichen mehrmals.

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