Wie entsteht ein Bühnenstück oder ein Roman? Zwei Autorinnen geben einen Einblick in ihre Gedankengänge

Am zweiten Ostschweizer Literaturgespräch sprechen die zwei Schriftstellerinnen Frauke Jacobi und Julia Sutter über ihr Schreiben.

Sandro Büchler
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Die Autorin Julia Sutter wird von den Ideen zu ihrem ersten Roman erzählen.
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Mit ihr diskutiert Frauke Jacobi.

Die Autorin Julia Sutter wird von den Ideen zu ihrem ersten Roman erzählen. 

Bild: PD

Frauke Jacobi ist die künstlerische Leiterin des St.Galler Figurentheaters, schreibt Stücke und Hörspiele und führt Regie. Julia Sutter lebt in St.Gallen und hat in Biel literarisches Schreiben studiert. Sie schreibt Prosa und literarische Texte, welche in Zeitschriften veröffentlicht werden. Zudem arbeitet Sutter an ihrem ersten Roman.

Am Ostschweizer Literaturgespräch geben die beiden Autorinnen morgen Abend einen Einblick in ihre Gedanken und wie sie diese zu Papier bringen. Woher kommen die Ideen? Wie werden sie zu einem Text? Was treibt sie an und welche Schwierigkeiten sind zu meistern? «Viele Leser fragen sich zum Beispiel, wie Autoren eine unsympathische Figur kreieren», sagt Organisatorin Eva Bachmann vom Literaturhaus Wyborada. Das Gespräch im Kult-Bau wird nicht moderiert, sondern lebt vom Dialog und den Fragen der beiden Autorinnen.

«Sie interviewen sich gegenseitig.»

Bachmann hat zuerst Sutter für die zweite Ausgabe der Gesprächsreihe eingeladen. «Julia Sutter brachte dann Jacobi als zweiten Gast ins Spiel.» Denn Sutter interessiere zum Beispiel, wie die Regisseurin des Figurentheaters ihre Stücke für Erwachsene und für Kinder unterschiedlich erarbeite.

Das Publikum kann sich einmischen

Das Gespräch beginnt mit einer kurzen Lesung – wohin es führe, sei offen, sagt Bachmann. «Beim letzten Mal hat sich im Verlauf das Publikum eingeschaltet.» Auf dessen Fragen hätten die Gäste aufgezeigt, wie sehr Kindheitserinnerungen und persönliche Erlebnisse in ihre Texte und Figuren eingeflossen sind. «Die Gäste der ersten Runde haben ihre Lebenserfahrungen auf ganz unterschiedliche Weise verarbeitet.» Bachmann ist nun gespannt, welche Geheimnisse Jacobi und Sutter verraten werden.

«Das Publikum erhält zusätzliche Informationen zu einem Autor und seinem Werk. Infos, die man beim Lesen auf dem Sofa nicht hat.»

Die Ostschweizer Literaturgespräche sind eine neue Reihe, die vom Literaturhaus Wyborada organisiert wird.

Hinweis: Ostschweizer Literaturgespräch, morgen Mittwoch, 15. Januar 2020, 20 Uhr, Kult-Bau, Konkordiastrasse 27. Der Eintritt ist frei. Es gibt eine Kollekte.