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Zustimmung für Autobahnanschluss aus der Stadt am See

Die Ergebnisse der öffentlichen Vernehmlassung zeigen, der Masterplan zum A1-Anschluss hat eine klare Mehrheit. In Goldach ist die Zustimmung etwas überraschend am kleinsten.
Rudolf Hirtl
Von links: Beat Hirs, Gemeindepräsident Rorschacherberg; Thomas Müller, Stadtpräsident Rorschach; Marc Mächler, Regierungsrat und Dominik Gemperli, Gemeindepräsident Goldach. (Bild: zVg)

Von links: Beat Hirs, Gemeindepräsident Rorschacherberg; Thomas Müller, Stadtpräsident Rorschach; Marc Mächler, Regierungsrat und Dominik Gemperli, Gemeindepräsident Goldach. (Bild: zVg)

Die Vernehmlassung des Masterplans zeigt laut der gemeinsamen Medienmitteilung der Gemeinden Goldach, Rorschacherberg, der Stadt Rorschach und des Kantons St. Gallen, dass das Entwicklungsprojekt «AutobahnanschlussPlus» in der Bevölkerung der drei Seegemeinden gut ankommt. Gesamt seien bis Ende Oktober des vergangenen Jahres rund 300 Antworten eingegangen. «Wir sind erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen und die motivierenden Kommentare aus der Bevölkerung», sagt Dominik Gemperli, Gemeindepräsident von Goldach und Vorsitzender der Steuerungsgruppe.

Rund drei Viertel der Antwortenden stehen den Projektelementen positiv (Ja oder eher Ja) gegenüber. In Rorschacherberg waren es 90 Prozent, in Rorschach 77 Prozent und in Goldach knapp 69 Prozent. Gemperli betont, dass die Stellungnahmen von Parteien und Verbänden sowie die kritischen Antworten und Anregungen mindestens so wichtig waren, um ein klares Bild zu erhalten. Sämtliche Rückmeldungen seien daher in die Beratung der finalen Version des Masterplans eingeflossen.

In Goldach am meisten Direktbetroffene

Nicht nur Dominik Gemperli bestätigt, dass Goldach am meisten unter dem zunehmenden Verkehr leidet. Insbesondere zu den Stosszeiten sind die langen Blechkolonnen in Richtung Autobahn und der stehende Verkehr vor der Zentrumsbarriere ja nicht zu übersehen. Das Dorf erstickt vor allem am Feierabend beinahe im Verkehr. Umso erstaunlicher, dass die Zustimmung in Goldach mit 68 Prozent am geringsten ist. «Wir haben uns ebenfalls etwas gewundert und diese Frage in der Runde diskutiert», räumt der Vorsitzende der Steuerungsgruppe ein. «Die plausibelste Erklärung ist, dass in Goldach viele Direktbetroffene weniger Freude am Autobahnanschluss und den flankierenden Massnahmen haben. Rorschacherberg, wo die Zustimmung am höchsten ist, hat im Gegensatz dazu vor allem Vorteile und kaum Verkehrsprobleme.» Fakt bleibe aber, dass Goldach unter dem Strich am meisten vom A1-Zubringer profitieren werde.

Mit der Verabschiedung des überarbeiteten Masterplans wird laut Gemperli die nächste Projektphase mit detaillierten Projektierungsarbeiten ausgelöst. Bis Sommer 2021 soll ein bau- und finanzreifes Projekt vorliegen. Dazu habe der Kanton im April die Ingenieurleistungen ausgeschrieben. Die Planungsarbeiten sollen noch dieses Jahr starten. Es ist vorgesehen, die Bevölkerung möglichst früh in den Entscheidungsprozess einzubinden. Dafür werden die Gemeinden Rorschach und Goldach ihren Vernehmlassungsbeschluss gemäss Artikel 35 des Strassengesetzes fassen.

Zweimal Urne, einmal Bürgerversammlung

Die Abstimmungen dazu sind bis November 2019 geplant. Im Masterplan vorgesehene Begleitmassnahmen werden in den Gemeinden geplant und umgesetzt. Rorschacherberg wird seine finanzielle Beteiligung am Projekt über einen Kreditantrag bei der Bürgerschaft beantragen, während in Rorschach und Goldach laut Gemperli eine Urnenabstimmung nötig ist. «Rorschacherberg kann über seine Beteiligung im Rahmen der Kreditkompetenz an der Bürgerversammlung bestimmen. Vom Kantonsstrassenprojekt ist es hingegen nicht direkt betroffen. Rorschach und Goldach hingegen stimmen über das Projekt selber ab», erklärt Dominik Gemperli.

Auch der Bund hat dem Projekt bereits im Januar 2018 im Rahmen der Agglomerationsprogramme eine hohe Wirksamkeit bescheinigt. Demnach weist der neue Anschluss den schweizweit zweithöchsten Nutzen aller Strassenprojekte auf. Das Agglomerationsprogramm St. Gallen-Bodensee erreichte in der Prüfung die im schweizweiten Vergleich höchste Anzahl von neun Wirkungspunkten.

Dadurch profitiere die Region von einem Mitfinanzierungsanteil von 35 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Das Bundesparlament in Bern wird die Freigabe der Mittel aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds im Frühling des kommenden Jahres beraten. «Das Projekt ist meiner Meinung nach so gut aufgegleist, dass dieser Entscheid nur noch Formsache sein wird», zeigt sich Nationalrat und Rorschachs Stadtpräsident Thomas Müller überzeugt.

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