Zum 100. Geburtstag gibt es für die Gossauer Jasskönigin Vera Luder einen Kalbsbraten

Die Gossauerin Vera Luder feiert ihren Geburtstag gleich zwei Mal. Einmal im Pflegeheim und einmal mit der ganzen Familie.

Elisabeth Fitze
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Vera Luder mit ihren Töchtern Vera Egger (links) und Maja Guillaume-Gentil.

Vera Luder mit ihren Töchtern Vera Egger (links) und Maja Guillaume-Gentil.

Bild: Elisabeth Fitze

Vera Luder freut sich riesig. Dazu hat sie auch allen Grund, denn die Seniorin darf einen hohen Geburtstag feiern. «Man wird nicht jedes Jahr 100», sagt sie und strahlt.

An diesem speziellen Donnerstag besuchen sie nicht nur ihre beiden Töchter. Auch Stadtpräsident Wolfgang Giella gratuliert der Jubilarin. Und auch das Gossauer Pflegeheim Vita Tertia, in dem sie lebt, hat sie nicht vergessen und einen Apéro organisiert.

Für das Fest kommt die ganze Familie angereist

Aber damit ist das Geburtstagsprogramm noch nicht zu Ende. Am Samstag versammelt sich die ganze Familie, um ein Jahrhundert Vera Luder zu feiern. Dafür kommen neben den beiden Töchtern auch die fünf Grosskinder und die sieben Urgrosskinder in der «Sonne» für ein grosses Fest zusammen.

Einige davon reisen extra aus Neuenburg an. «Sie hat sich gewünscht, dass wir alle zusammen in der ‹Sonne› Kalbsbraten essen», sagt eine Tochter. Darauf freut sich die Jubilarin: «Wir haben es alle sehr gut miteinander», sagt sie.

Im «Vita Tertia» lebt die Gossauerin bereits seit rund zehn Jahren. «Ich habe es hier schön», sagt sie. Vera Luder sei ihr ganzes Leben lang immer zufrieden gewesen, sagt eine Tochter. Die Jubilarin, ihre Töchter und der Stadtpräsident mutmassen über das Geheimnis ihres Alters. «Wer hätte gedacht, dass ich 100 werde?», fragt sie sich. Die Zufriedenheit Luders wird zum Grund ihrer Langlebigkeit erkoren.

Vera Luder hat gute Gene

Aber auch die Gene könnten eine Rolle spielen: Ihre Mutter hat ebenfalls ein hohes Alter erreicht. Vera Luder habe ausserdem immer alles gegessen und trinkt noch immer gerne viel Kaffee. Dazu hat sie einen speziellen Bezug: Sie hat eine Lehre als Verkäuferin in einem Kaffeegeschäft gemacht. Später war sie dann zu Hause als Hausfrau tätig. Die Jubilarin ist immer noch fit, noch bis vor einigen Jahren hat sie jedes Jahr die Familie in Neuenburg besucht.

Siegerin am Heim-Jassturnier

Ihre Freizeit hat Luder gerne verschiedenen Handarbeiten gewidmet. Vor allem das Stricken hat es ihr angetan – und das bis ins hohe Alter. Bis noch vor einem halben Jahr habe sie regelmässig gestrickt, sagt eine Tochter. Davon zeugen Stricknadeln, Garn auf dem Regal und die von Vera Luder selbstgemachte Tagesdecke auf dem Bett.

Auch jasst sie sehr gerne. Jede Woche einmal mit anderen Heimbewohnern. Beim vom «Vita Tertia» organisierten Jassnachmittag hat sie sogar gewonnen und wurde zur «Jasskönigin» erkoren.