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Zukunft des Gebäudes der Max Mitschjeta AG in Gossau noch offen

Ende diese Woche schliesst die Max Mitschjeta AG den Betrieb. 37 Angestellte müssen ihren Weg anderweitig gehen. Die meisten hätten eine Anschlusslösung gefunden, heisst es bei der Geschäftsleitung.
Roger Fuchs
Ab 1. Juni steht die Max Mitschjeta AG still. Eine 138-jährige Betriebsgeschichte endet. (Bild: PD, 16. Januar 2019)

Ab 1. Juni steht die Max Mitschjeta AG still. Eine 138-jährige Betriebsgeschichte endet. (Bild: PD, 16. Januar 2019)

Was 1881 in Islikon im Kanton Thurgau begann, geht am 31. Mai 2019 in Gossau zu Ende. Nach 138 Betriebsjahren stellt die Draht- und Metallwarenfabrik Max Mitschjeta AG ihren Betrieb ein. Die meisten der 37 Angestellten hätten eine Anschlusslösung gefunden, sagt Janós Mitschjeta. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats. Noch offen ist hingegen, was mit dem Fabrikgebäude an der Bischofszellerstrasse geschieht. Dies werde dann in einer zweiten Verhandlungsrunde geklärt, so Mitschjeta. Vorerst liege der Fokus auf der Schliessung Ende des Monats.

In einem Brief an die Kundschaft, der im Internet öffentlich einsehbar ist, wird informiert, was mit den einzelnen Abteilungen, Maschinen und Produkten geschieht. «Alle Maschinen sind weg», fasst Janós Mitschjeta zusammen. Unternehmen, die in Fachbereichen der bisherigen Gossauer Firma tätig sind, werden der Kundschaft als «neue zuverlässige Partner» empfohlen.

Maschinen verteilen sich auf andere Firmen

Gleich mehrere Abteilungen und Maschinen finden sich neu in der Webo Chromstahlschlosserei AG in Gossau, einer Partnerfirma der Robofact AG. Konkret haben diese Drahtbiegemaschinen übernommen, die Punktschweisserei, Teilbereiche der Blechbearbeitung, Gitterproduktion und der mechanischen Bearbeitung sowie das Maschinenschutzzaun-System.

Bei der Stäuble AG in Muri stehen Maschinen der Max Mitschjeta AG zur Gitterproduktion sowie für die Blechbearbeitung und mechanische Bearbeitung. Auch geglühter Draht und Ösendraht werden in diesem Haus gefertigt. Die Herstellung geschlitzter Rohre und Profile wurde von der Rupp Metalltrend AG im aargauischen Fahrwangen übernommen.

Dass es zu solchen Lösungen kommen konnte, gründet auf dem Konsultationsverfahren. «Wir haben von Geschäftspartnern und Angestellten Vorschläge und Angebote erhalten, einzelne Produktionsbereiche, Maschinen sowie Personal zu übernehmen», wurde Mitte Februar in einer Medienmitteilung kommuniziert. Eine Schliessung konnte jedoch auch durch das Konsultationsverfahren nicht mehr abgewendet werden.

In fünfter Generation geleitet

Janós Mitschjeta hat zusammen mit Natascha und Patrick Mitschjeta das Unternehmen in der fünften Generation geführt. 1881 in Islikon TG gegründet, zog die Firma im Jahr 1930 nach Gossau. Sie stellte bis zuletzt Drahtartikel unter anderem für Gastronomie, Industrie oder öffentliche Einrichtungen her.

Kombiniert mit der Blech- und Rohrverarbeitung mit interner Werkzeugmacherei und galvanischer Oberflächenveredelung zählte die Firma lange zu den schweizweit führenden Betrieben dieser Art, wie es einst in einem Communiqué hiess. Doch der Wegfall von Gross- und Mittelserien habe zu Umsatzrückgängen geführt. Auch zunehmende Qualitätsanforderungen hätten durch den hohen Preisdruck wirtschaftlich nicht gedeckt werden können – hohe Investitionen wären nötig gewesen, um das Unternehmen Max Mitschjeta AG erfolgreich weiterzuführen.

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