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Waldkircher Seilzieher-Club sucht nach Neumitgliedern: Zugkräftig werben für den Sport

Seilziehen hat in Waldkirch eine lange Tradition. Doch das reicht dem Seilzieherclub nicht, um neue Mitglieder zu gewinnen. Es braucht Innovationen wie den Zipfelcup und die «No Limit»-Party.
Manuela Bruhin
Jugendliche ziehen am Zipfelcup in Waldkirch um den Turniersieg. (Bild: Urs Bucher)

Jugendliche ziehen am Zipfelcup in Waldkirch um den Turniersieg. (Bild: Urs Bucher)

Auf der Wiese stehen sie, Männer und Frauen, und geben ihr Bestes. 300 Seilzieher machen mit am Zipfelcup. Der Schweiss fliesst, die Mienen sind angespannt. Ein Kraftakt. Auf den Bänken sitzen die Besucher und beobachten das Treiben in der kleinen Arena. Es wird Bier getrunken. Die Stimmung ist friedlich. Es wird gelacht, gesprochen, getrunken.

Ein zufriedenes Gesicht macht auch Vorstandsmitglied Manuel Allenspach. Rund 1500 Besucher kamen am Wochenende nach Waldkirch. «Eine erfreuliche Zahl», bilanziert er. Am Samstagabend sorgte die traditionelle «No Limit»-Party gerade beim jüngeren Publikum für gute Stimmung. Am Sonntagmorgen standen schliesslich die Kindergärtner und Schüler auf der Wiese und zogen. Am Nachmittag dann standen die eigentlichen Wettkämpfe auf dem Programm.

Ein Selbstläufer ist der Grossanlass nicht

Trotz Wetterglück: Ein Selbstläufer ist das Seilzieher-Wochenende nicht – im Gegenteil. Die 100 Mitglieder des Clubs scheuen keine Mühen, um die Randsportart über die Gemeindegrenze hinaus bekannt und vor allem beliebt zu machen. «Es steckt viel Arbeit dahinter», sagt Allenspach. Vom Hype um Sportarten wie Fussball merke man beim Seilziehen wenig. Vielmehr würde man mit neuen Ideen sowie der Nachwuchsförderung neue Mitglieder ansprechen. Gerade in den letzten Jahren habe man viel Zeit und Aufwand in das Akquirieren neuer Mitglieder gesteckt.

«Wir wollen uns in den Trainings nicht nur auf das Seilziehen beschränken, sondern gehen auch joggen oder spielen Fussball. Die Abwechslung ist wichtig», sagt er. Schliesslich gehe es beim Seilziehen in erster Linie um die körperliche Fitness. Dennoch sei es ein Vorurteil, dass ausschliesslich kräftige und schwere Sportler im Verein seien. Die Gewichtsklassen sind schliesslich limitiert, und auch immer mehr Frauen würden sich für den Sport begeistern können.

Der Club legt Wert auf innovative Ideen

Allenspach selber kam, wie viele andere auch, durch die Familie zum Seilziehen. Schliesslich zogen bereits sein Vater und seine Onkel. Mit der Tradition alleine ist es jedoch nicht getan. Grundsätzlich legt der Seilzieherclub Waldkirch Wert auf innovative Ideen. Für die Werbung des einmal jährlich durchgeführten Wettkampfs lassen sich die Verantwortlichen stets etwas Neues einfallen. Ein bearbeitetes Bild beispielsweise, das ein Auto mit «No Limit»-Werbung auf dem Gossauer Ochsenkreisel zeigte, sorgte für Gesprächsstoff. «Oder die Holztafeln auf den Fahrzeugen, welche vor dem Anlass montiert werden, bleiben den Leuten im Gedächtnis», sagt Allenspach. So schaffe es der Seilzieherclub Waldkirch, dass die Besucher und Teilnehmerzahlen sich am Zipfelcup Jahr für Jahr in im selben Rahmen bewegten.

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