Der neue Trakt im Andwiler Ebnet-Schulhaus nimmt langsam Gestalt an

Seit Herbst wird der Trakt C des Schulhauses Ebnet in Andwil komplett renoviert. Der Schulratspräsident ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiten wie geplant vor den Sommerferien fertig werden.

Perrine Woodtli
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Der Sportplatz kann trotz der Umbauarbeiten am Trakt C des Ebnet-Schulhauses genutzt werden. (Bild: Benjamin Manser (23. April 2019))

Der Sportplatz kann trotz der Umbauarbeiten am Trakt C des Ebnet-Schulhauses genutzt werden. (Bild: Benjamin Manser (23. April 2019))

Arbeiter statt Schüler, Bohrer statt Bücher: Beim Schulhaus Ebnet in Andwil herrscht anstelle von Schul- derzeit Baubetrieb. Hier wird gehämmert, dort verputzt. Im letzten Herbst hat sich ein Teil der Schulanlage in eine Baustelle verwandelt. Der Trakt C wird seither für 4,25 Millionen Franken saniert. Die Renovation wurde nötig, weil es seit dem Bau im Jahr 1975 nie umfassende Baumassnahmen gegeben hat.

Seit dem Baustart vor rund einem halben Jahr ist einiges passiert. So wurde etwa ein Teil der Fassade erneuert. Die dunkle Blechverkleidung sei widerstandsfähiger als die alte. Da passiere auch nichts, wenn ein Fussball dagegen knalle, sagt Christoph Meier, Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. Er steht auf dem Pausenplatz, der momentan zugestellt ist mit Material und Maschinen, und betrachtet das Gebäude. Meier sieht sich die Baustelle regelmässig an – und ist zufrieden. «Wir befinden uns auf Kurs.»

Mehr Licht dank grossen Fensterfronten

Zuoberst, im dritten Stock, ist derzeit am besten zu erkennen, wie das Innere des umgebauten Trakts aussehen wird. Wie in jedem Stock hat es je zwei grosszügige Klassenzimmer, zwischen denen sich ein Gruppenraum befindet. Beide Schulzimmer verfügen im Gegensatz zu vorher über einen direkten Zugang dazu. Die Zimmer sind dank der grossen neuen Fensterfront lichtdurchflutet und werden zum Schluss alle dasselbe Bild bieten: gelbe Wände, mintfarbene Schränke, heller Holzboden.

Christoph Meier, Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. (Bild: PD)

Christoph Meier, Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. (Bild: PD)

Meier nimmt bei seinem Rundgang alles genau unter die Lupe. Bemerkt er einen kleinen Mangel, ärgert er sich. Entdeckt er etwas Neues, freut er sich. Er schaut sich die Deckenlampen im Gang vor den Schulzimmern an. «Die waren letztes Mal noch nicht hier», sagt er. Der breite Gang vor den Zimmern soll ebenfalls als Schulraum dienen. Nebst verschiebbaren Möbeln soll ein Sims entlang der Fensterfront, die vom Boden bis zur Decke reicht, den Schülern als Sitzgelegenheit dienen. «Hier können sie ebenfalls lesen und den Raum für Einzel- oder Gruppenarbeiten nutzen», sagt Meier. Im Keller wiederum sieht derzeit noch alles nach Rohbau aus. Hier entstehen die Werkräume.

Nebst dem Trakt C wurde auch ein Teil des Zwischenteils, der den Trakt C mit dem Trakt B verbindet, saniert. Diese Arbeiten wurden vor rund drei Wochen bereits abgeschlossen. Unter anderem wurde das Lehrerzimmer komplett neu gestaltet; Wände wurden eingerissen und somit mehr Platz geschaffen. Auch neue Möbel gab es. «Die Lehrpersonen verbringen viel Zeit im Lehrerzimmer, da sie hier auch teilweise den Unterricht vorbereiten», sagt Meier. «Deshalb ist es schön, dass sie jetzt einen zeitgemässen Raum zur Verfügung haben.»

Tag der offenen Tür im September

Bevor die Bauarbeiten begonnen hatten, waren rund 100 Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe vorübergehend nach Gossau ins Lindenberg-Schulhaus gezügelt. Der Schulbetrieb dort habe sich rasch eingependelt, sagt Meier. Auch der Schülertransport nach Gossau funktioniere einwandfrei. Im Trakt A und B wird aber nach wie vor unterrichtet. Die Schulanlage ist durch Absperrungen von der Baustelle getrennt. Der Unterricht und die Bauarbeiten seien bislang gut aneinander vorbeigekommen. Aber die Arbeiten haben auch ihre Spuren hinterlassen: Der Belag vor dem Schulhaus beim Haupteingang weist aufgrund der Maschinen mehrere grössere Risse auf. «Wir werden den Belag erneuern», sagt Meier.

Läuft weiterhin alles nach Plan, können die Bauarbeiten vor den Sommerferien abgeschlossen werden. Während der Ferien zügeln die Lehrpersonen ins renovierte Schulhaus. Am 21. September können sich dann auch die Bürger am Vormittag den Trakt anschauen. «Wir öffnen die Türen bewusst ein bisschen nach dem Einzug», sagt Meier. «Bis dann haben sich alle eingerichtet und die Schule sieht so aus, wie sie wirklich ist.»

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