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Rorschacher Autorin: «Die Schreiberei ist ein Geschenk vom Himmel»

Die Rorschacherin Manuela Garbini wollte in ihren Jugendjahren ein zweites Woodstock-Festival nach Altenrhein bringen. Das Projekt scheiterte und sie fiel in eine Depression. Heute hat sie ihr Leben im Griff und ihre Autorentätigkeit gibt ihr Halt.
Res Lerch
In ihrer Jugend träumte die Rorschacherin von einem zweiten Woodstock. Heute schreibt Manuela Garbini Bücher. (Bild: Res Lerch)

In ihrer Jugend träumte die Rorschacherin von einem zweiten Woodstock. Heute schreibt Manuela Garbini Bücher. (Bild: Res Lerch)

Manuela Garbini blickt auf ein bewegtes Leben zurück. «Ich verbrachte eine wunderbare Jugendzeit in der Region Rorschach, war voller Tatendrang und wollte so einiges bewegen», sagt sie. Die Flower-Power-Zeit habe sie voll mitbekommen und auch mitgelebt. «Das war für mich eine wunderbare Zeit in meiner Jugend. Ich war Teil einer Idee, die ein ähnliches Festival wie das legendäre Woodstock auf dem Flughafengelände in Altenrhein auf die Beine stellen wollte. Zudem erhielt ich damals eine Postkarte aus Paris von Stephan Eicher, der zu jener Zeit als Solist den Durchbruch in Frankreich schaffte. Ich war ein grosser Fan von ihm», erinnert sie sich.

Die Hippie-Bewegung sollte auch in der Ostschweiz markant präsent sein. Soweit kam es aber nicht und Manuela Garbini zahlte einen hohen Preis: «Das utopische Projekt in Altenrhein ist gescheitert, was bei mir einen totalen Zusammenbruch auslöste. Ich habe so ziemlich alles verloren und fiel in eine Depression.»

«Wichtig ist, dass man wieder aufsteht»

Manuela Garbini hat eine kaufmännische Ausbildung in der Textilbranche absolviert, war spezialisiert in den Bereichen Import und Export. «Mit Hilfe der Familie, meinen Freunden und der Arbeit, habe ich langsam meine Bodenständigkeit zurückerlangt. Ich denke, dass jeder im Leben einmal einen Tiefschlag einstecken muss und ich habe auch gelernt, wie wichtig es ist, dass man wieder aufsteht und nach vorne blickt.» Mit der Musikszene blieb sie noch eine Zeit lang verbandelt. «Mithilfe in diversen Projekten, an unzähligen grossen und kleineren Musikanlässen konnte ich nicht lassen.» Ob am OpenAir St. Gallen oder beim Out in the Green in Frauenfeld, Garbini war dabei. «Auf jeden Fall Erlebnisse, über die ich heute herzlich schmunzeln kann», sagt sie mit einem Lächeln.

Doch das Leben hatte mit Manuela Garbini noch weitere Pläne. Sie wagte den Schritt zur Autorin. «Mit der Jahrtausendwende kam für mich eine markante Änderung in meinem Leben. Für mich ist die Schreiberei so etwas wie ein Geschenk vom Himmel und vor allem ein Ventil, um Dampf ablassen zu können. Ich konnte mir damit ein stabiles Fundament aufbauen, das nicht mehr so schnell wie ein Kartenhaus zusammenfällt.» Bisher hat die Autorin bereits vier Bücher veröffentlicht. «Ich gehöre noch zu der Sorte Schreiberlingen, die zuerst alles handschriftlich festlegen. Zudem kenne ich mich mit der modernen Technik nicht so gut aus. Sie ist mir eigentlich ein Graus und ich verbrauche viel unnötige Zeit. Dabei möchte ich doch einfach Bücher schreiben», sagt sie. Sie bezeichnet sich selber als alles andere als ein Bühnentyp, liebt eher die Arbeit in stiller Kammer und wollte nie grosses Aufsehen erregen.

Bücher handeln von der Liebe zur Bodenseeregion

In der kalten Jahreszeit, so wie jetzt, wenn der Garten schläft, sitzt sie wieder vermehrt an ihrem Schreibtisch. Viel Zeit verbringt sie mit ihrem nächsten sozialen Umfeld und pflegt Beziehungen, zu den Menschen, die ihr am wichtigsten sind. «Ich bin eine treue Seele, solange man mich ernst nimmt, respektiert und nicht auf die Zehen tritt.» Ihre Lieblingsplätze habe sie bis heute beibehalten: auf die Alp zum Pilzen, an den Bodensee zum Schwimmen oder in den Blumen- und Pflanzengarten.

Wer mehr über die Autorin Manuela Garbini herausfinden will, wird auf der Website www.xenophilie.ch fündig. Dort gibt es auch Leseproben ihrer Werke. In vielen Textpassagen dringt ihre Liebe zur Region und zum idyllischen Bodensee voll durch, auch ihr soziales Engagement, ihre Leserschaft selber zu betreuen und mit Büchern zu bedienen. «Mir ist wichtig, auf dem Boden der Realität zu bleiben. Reich geworden bin ich dadurch allerdings nur in meinem Herzen. Doch für mich ist dies das Wertvollste», sagt sie abschliessend.

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