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Zentrum Goldach: Wer keine Einsprache macht, wird belohnt

Die Vorbereitungen für die Verlängerung der Mühlegutstrasse in Goldach laufen auf Hochtouren. Um Einsprachen zu verhindern, macht die Gemeinde 450000 Franken locker.
Jolanda Riedener
Durch das Mühlegut (links) ist eine Verlängerung mit Unterführung der SBB-Linie geplant. Die Hauptstrasse im Zentrum (Hintergrund) soll so entlastet werden. (Bild: Tino Dietsche)

Durch das Mühlegut (links) ist eine Verlängerung mit Unterführung der SBB-Linie geplant. Die Hauptstrasse im Zentrum (Hintergrund) soll so entlastet werden. (Bild: Tino Dietsche)

Die Zentrumsentwicklung ist auf Kurs, schreibt Goldachs Gemeindepräsident Dominik Gemperli im aktuellen Mitteilungsblatt «Wellenbrecher». Der Verlängerung der Mühlegutstrasse mit SBB-Unterführung sowie einem neuen Bushof beim Bahnhof haben die Goldacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bereits im November 2017 deutlich zugestimmt.

Das Projekt wird in Kürze aufgelegt, neben letzten Abklärungen wartet der Rat noch auf Rückmeldungen von Bund und Kanton sowie auf deren Beitragszusicherung. Vor den Herbstferien werde die Auflage deshalb aber kaum mehr möglich.

Gemeindepräsident Dominik Gemperli auf der Mühlegutstrasse, die ab hier ausgebaut wird.

Gemeindepräsident Dominik Gemperli auf der Mühlegutstrasse, die ab hier ausgebaut wird.

Wann der erste Bagger an der Mühlegutstrasse auffahren kann, hängt weiter vor allem von Einsprachen ab. Zum Bau der SBB-Unterführung habe man aus logistischen Gründen bereits ein Wochenende im Mai 2020 fixieren müssen. Um möglichen Einsprachen entgegenzuwirken, hat der Gemeinderat mit den Direktbetroffenen mehrfach das Gespräch gesucht: «Wir haben beispielsweise mit den Stockwerkeigentümern an der Mühlegutstrasse 8 und 10, der Ortsgemeinde als Eigentümerin der Liegenschaft am Warteggweg 24 und 24a sowie deren Mietern gute Gespräche geführt», sagt Gemperli. Dies sowohl an separaten Versammlungen als auch anschliessend in persönlichen Gesprächen.

Mit Fenstern, Verkleidungen und Wänden gegen Lärm

Der Gemeinderat verspricht den Anstössern, in verschiedene Lärmschutzmassnahmen von gesamt rund 450000 Franken zu investieren. Im Bereich der Mühlegutstrasse sind das zum Beispiel Lärmschutzwände. An exponierten Liegenschaften werden neue Fenster oder Verkleidungen an Balkonbrüstungen sowie Balkondecken angebracht, um den Lärm auch auf das mögliche Minimum zu reduzieren, wenn sich die Anwohner draussen aufhalten. Es seien zu diesem Zweck auch Bepflanzungen vorgesehen. Im Bereich Union-/Untereggerstrasse, ist weiter ein Erdwall geplant.

«Wir haben den Betroffenen unsere Massnahmen gegen den Lärm aufgezeigt. Wir gehen mit unserem Angebot bewusst über das gesetzlich Notwendige hinaus», sagt Gemperli. Gleichzeitig erhoffe man sich, dass folglich wenig bis keine Einsprachen eingehen werden. Wer also von Lärmschutzmassnahmen profitieren möchte, der muss auf eine Einsprache verzichten.

«Wir gelangen mit einer klaren Erwartungshaltung an die Betroffenen. Das sind wir den Steuerzahlern schuldig»

, sagt Gemperli. Diese Massnahmen wurden gemäss Gemeindepräsident auch getroffen, da das Projekt bei den Stimmbürgern auf breite Zustimmung gestossen ist.

Damit sei auch eine gewisse Verpflichtung verbunden, alles Mögliche zu unternehmen, um das Projekt zeitnah umzusetzen. «Auch wenn die Situation für Betroffene nicht ganz einfach ist: Der Austausch war immer fair, verständnisvoll und fruchtbar», sagt Gemperli. Wie viele Einsprachen letztlich dennoch eingehen werden, sei unmöglich vorherzusehen. Nach dem Bau der Verlängerung Mühlegutstrasse und der 2020 geplanten SBB-Unterführung folgt die Umgestaltung beim Kreisel mit Bushof. Die Neugestaltung der Hauptstrasse wird erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgelegt.

Siegerprojekt Mühlegut wird Ende Jahr vorgestellt

Durch den Wegfall des Industriegleises entstehen Einsparungen des Projekts Zentrumsentwicklung. Ausserdem macht er eine von der Ortsgemeinde geplante Wohnüberbauung im Zentrum möglich.

Dazu lancierte die Ortsgemeinde Goldach im Herbst 2017 einen Architekturwettbewerb. «Eigentlich hätte der Sieger im Mai bekannt gegeben werden sollen», sagt Rolf Heinzmann, Präsident der Ortsbürger. Man habe die sich aber dazu entschieden, die besten zwei Projekte nochmals zu vertiefen. «Im November oder Dezember können wir das Siegerprojekt vorstellen», sagt Heinzmann.

Die erste Etappe der Blumenstrasse ist Ende Jahr fertig

Die Neugestaltung der Blumenstrasse ist seit diesem Jahr im Gang. Nach jahrelangen Verfahren ist es dem Gemeinderat nun gelungen, eine einvernehmliche Lösung für die Sanierung zu finden. Für die Umsetzung der Sanierungsetappen sind rund 1,2 Millionen Franken budgetiert. Dieses Jahr will die Gemeinde das Projekt von der St. Gallerstrasse bis zur Raiffeisenbank abschliessen, voraussichtlich nächstes Frühjahr oder Sommer wird die Fortsetzung bis zur Einmündung Breitenweg (Migros) fertiggestellt. Der Abschluss bis zur Einmündung in die Hauptstrasse erfolgt dann im Zusammenhang mit der Gestaltung der Zentrumsüberbauung.

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