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Der Andwiler Ballonfahrer Stefan Zeberli und sein Team sind für die Thurgauer Sportlerwahl nominiert

Stefan Zeberli aus Andwil gelang vergangenes Jahr mit seinem Ballonfahrer-Team so mancher Erfolg. Nun sind er und sein Team für die Thurgauer Sportlerwahl 2018 nominiert worden.
Yann Lengacher
Von links: Urs Frauchiger, Stefan Zeberli, Beat Eugster, Köbi Zeberli und Seraina Nacht. (Bild: Urs Bucher)

Von links: Urs Frauchiger, Stefan Zeberli, Beat Eugster, Köbi Zeberli und Seraina Nacht. (Bild: Urs Bucher)

Ein Ballonfahrer aus dem sankt-gallischen Andwil ist im Thurgau bei der 40. Sportlerwahl mit seinem Team nominiert. Was komisch klingt, hat seine Gründe. Der Ballonpilot Stefan Zeberli stammt ursprünglich aus Heldswil im Thurgau und ist Mitglied der Ballonsportgruppe Mostindien. Aus Liebe zu seiner Frau zog er aber in ihren Heimatort. Er ist der Kopf des Ballonteams Zeberli, das vergangenes Jahr viele Höhepunkte erlebte: Am Horbercup in Deutschland gelang der erste Platz, an der Weltmeisterschaft der Vizetitel und in der Weltrangliste der Heissluftballonfahrer steht Team Zeberli seit drei Jahren zuoberst.

Jetzt können die Ballonfahrer am 8. Februar erstmals den Thurgauer Sportpreis gewinnen. Ein Teil des Erfolgs sei der Zusammenhalt im Team: «Ballonfahren ist ein Teamsport. Ohne Zusammenhalt geht es nicht. Auch bei uns gibt es Meinungsverschiedenheiten. Aber es gibt nicht einen im Team, auf den ich verzichten könnte.»

Wettkämpfe beginnen in der Küche

Teamgeist ist für die Ballonfahrer nicht eine plumpe Floskel, sondern Voraussetzung für Erfolg. Köbi Zeberli, Vater von Stefan Zeberli, erzählt:

«Wir kochen an den Wettbewerben oft zusammen. Das fördert nicht nur den Teamgeist, so sind wir auch eines der ersten Teams, das zum Gas auffüllen aufbrechen kann, während andere noch im Restaurant sitzen.»

Das Team habe so schon oft Wartezeiten bis spät in die Nacht umgangen. Urs Frauchiger, wie Stefan Zeberli Ballonpilot, pflichtet bei und ergänzt: «Effizienz und Zeitmanagement sind extrem wichtig, es muss alles aufeinander abgestimmt sein.»

Wenn es dann an den Wettkämpfen ernst gilt, sind die Rollen klar verteilt. Ziel ist es, den Ballon möglichst genau an einen bestimmten Punkt zu manövrieren. Dazu teilt sich das Team in drei Gruppen auf. Den Ballon steuern Stefan und sein Bruder Simon Zeberli. Hinter dem Ballon fahren Seraina Nacht und Beat Eugster mit Bus und Anhänger her, in dem dieser nach der Landung verstaut wird. Seraina Nacht navigiert dabei Beat Eugster, eine wichtige Aufgabe in fremden Ländern.

Voraus fahren dagegen Köbi Zeberli und Urs Frauchiger. «Wir messen den Wind und geben den Piloten durch, wie sich dieser in bestimmten Höhen verhält», sagt Köbi Zeberli. Die Wettkämpfe führten Stefan Zeberli und manche Teammitglieder schon um die halbe Welt: Brasilien, Japan, Ungarn und Polen sind nur einige Beispiele. Zeberli flog mit seinen Heissluft- und Gasballons insgesamt schon 81000 Kilometer, also etwa zweimal um den Planeten.

Dieses Jahr will das Team sein Können an der Europameisterschaft auf Mallorca beweisen, die Stefan Zeberli schon viermal gewinnen konnte. Dass an den Wettkämpfen nur die Zeberli Brüder fliegen, stört die Fahrer nicht. «Unter dem Jahr kann ich genug mitfliegen», sagt Köbi Zeberli. Frauchiger und Eugster selber pilotieren hauptsächlich mit Kunden von Stefan Zeberli, der Ballonfahrten anbietet. Für Frauchiger stehen bei Wettkämpfen seine Aufgaben im Vordergrund:

«Sobald es losgeht, bin ich voll auf meine Rolle fokussiert.»

Ein Team, das zum Siegen antritt

Bei der Sportlerwahl habe man sowieso keine Chance, zu bekannt seien die anderen nominierten Mannschaften. So ist der Tenor der Ballonfahrer, wenn sie ihre Chancen beim Thurgauer Sportpreis einschätzen. «Ich habe da keine Illusionen, aber es ist schön, dass wir es auf die Liste schafften», sagt Stefan Zeberli. Titel sind dem Team ansonsten keineswegs egal. «Wir wollen einfach immer gewinnen», stellt Urs Frauchiger klar. «Sonst müssten wir keinen Sport betreiben. Wir treten immer an, um den Titel zu holen», sagt auch Stefan Zeberli.

Obwohl das Team schon mehrfach Schweizer- und Europameister wurde, fehlt noch eine Trophäe: der Weltmeistertitel. Letztes Jahr verpasste das Team diesen haarscharf. Ob der Sieg nächstes Jahr in Slowenien gelingt? Stefan Zeberli meint nur: «Wir hoffen es. Mal schauen.»

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