Yoga und Joggen statt Biertrinken und Musikhören: Die Rorschacher Strandfestwochen werden vorübergehend zum Wellness-Festival

Nach zwei erfolgreichen Ausgaben des Sommerfestes am See, finden die Strandfestwochen dieses Jahr nur beschränkt statt: Ein Zusammenkommen wie bisher sei unter Covid-19 nicht möglich. Deshalb ändert sich auch der Fokus der Veranstaltung in diesem Jahr.

Jolanda Riedener
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Gesellige Szenen wie diese wird es an den diesjährigen Strandfestwochen nicht geben.

Gesellige Szenen wie diese wird es an den diesjährigen Strandfestwochen nicht geben.

Bild: PD

Die Rorschacher Strandfestwochen finden in diesem Jahr nicht so statt, wie man sie kennt. Das hat der Veranstalter Dario Aemisegger am Montagnachmittag bekanntgeben müssen. Dennoch: Es schwingt mehr Vorfreude als Enttäuschung mit. Zusammen mit der Stadt Rorschach habe man entschieden, nur diese Veranstaltungen durchzuführen, die unter den Coronaumständen problemlos möglich sind. Das sind Yogaklassen, Stand-up-Paddling (SUP) zum Sonnenauf- und -untergang sowie Lauf- und Biketreffs.

Dario Aemisegger, Gründervater und Veranstalter der Rorschacher Strandfestwochen.

Dario Aemisegger, Gründervater und Veranstalter der Rorschacher Strandfestwochen.

Bild: Jolanda Riedener

Statt der jeweils über 15'000 Besucher während der Ausgaben der vergangenen beiden Jahre rechnet Aemisegger in diesem Sommer mit 800 Gästen von Mittwoch, 29. Juli, bis Samstag, 8. August. Keine Gruppen finden am Samstag, 1., und Sonntag, 2. August, statt. «Wir werden uns alle an dieses Jahr erinnern», ist er sich sicher. Aber es sei nicht das Jahr, um so zusammenzukommen, wie es bei den vergangenen Strandfestwochen möglich war.

Er fühle sich wohl mit diesem Entscheid und freue sich auf die Ausgabe 2021. Auch im Wissen darum, dass der Bundesrat am Mittwoch über weitere Lockerungen informieren will. Dario Aemisegger sagt:

«Vielleicht könnte man es durchführen, aber so läss wäre es sicher nicht.»
Stadtpräsident Röbi Raths (von links), Thomas Kirchhofer, Direktor St.Gallen-Bodensee-Tourismus, Veranstalter Dario Aemisegger, Claudio Vuono, Präsident der Ortsbürger und Roman Frei, Leiter Mobiliar Arbon-Rorschach.

Stadtpräsident Röbi Raths (von links), Thomas Kirchhofer, Direktor St.Gallen-Bodensee-Tourismus, Veranstalter Dario Aemisegger, Claudio Vuono, Präsident der Ortsbürger und Roman Frei, Leiter Mobiliar Arbon-Rorschach.

Bild: Jolanda Riedener

Die Strandfestwochen 2021 und 2022 sind aufgegleist

Viel Lob erhält Aemisegger von Rorschachs Stadtpräsident Röbi Raths und von Tourismusdirektor Thomas Kirchhofer. Man habe die Entscheidung, auf eine Mehrheit der Veranstaltungen an den Strandfestwochen zu verzichten, sowohl im Austausch mit der Stadt als auch mit St.Gallen-Bodensee-Tourismus getroffen. Raths dankt Aemisegger «für sein Engagement und seine Hartnäckigkeit». Kirchhofer findet:

«Er ist eine Perle.»

Weil er imagebildend für die Region am See sei und der Event trotz veränderter Ausgangslage Attraktivität und Ausstrahlung besitze. Aemisegger liefert gleich den nächsten Werbeslogan für die Hafenstadt und sagt:

«Hier Ferien zu verbringen, ist kein Müssen, sondern ein Wollen.»

Sponsoren bestärken Zukunft der Strandfestwochen

Einnahmen werde man in diesem Jahr überhaupt keine machen. Deshalb sei man froh, habe der Hauptsponsor, die Mobiliar, seine Unterstützung bereits für die Ausgaben 2021/2022 zugesichert. Auch die Ortsbürgergemeinde greift dem Veranstalter weiterhin finanziell unter die Arme: Präsident Claudio Vuono unterstreicht die Bedeutung von Kunst und Kultur in dieser Zeit. Es sei deshalb gut, dass nun wieder Veranstaltungen stattfinden, sagt er.

Neben den sportlichen Events seien weiter einige Covid-19-konforme Aktionen geplant. Welche, will Aemisegger noch nicht verraten. Auch der Verein Solarkino prüfe derzeit alternative Varianten zum Zeigen eines Films in Rorschach.