Das Forum-Würth in Rorschach zeigt Bilder von Schriftstellern

Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass und Hermann Hesse sind eigentlich für ihre Literatur bekannt. In Rorschach sind nun wenig bekannte Bilder von ihnen zu sehen.

Jolanda Riedener
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Bild: Forum Würth Rorschach
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Seit gestern präsentiert das Forum Würth in Rorschach eine neue Ausstellung. Unter dem Titel «Literatur kann man sehen» sind bildnerische Werke von den Schriftstellern Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass und Hermann Hesse ausgestellt.

Die jeweiligen Hintergründe für das künstlerische Schaffen variieren dabei deutlich. Für Hans Magnus Enzensberger sind seine Literatur- und Sprachautomaten, sein Wort-Spiel-Zeug eine Art spielerischer Exkurs, der «Tänze der Sprache» möglich werden lässt. Günter Grass, der Kunst studierte, sah sich zu Beginn seiner Laufbahn dagegen tatsächlich mehr als bildender Künstler denn als Schriftsteller und liess zeit seines Lebens nie von seiner zeichnenden und bildhauerischen Tätigkeit ab.

Hermann Hesse kam in einer Lebenskrise zum Malen und sah sich immer als Dilettant auf diesem Gebiet. Gleichwohl hielt er rückblickend 1924 fest: «Als Dichter wäre ich ohne das Malen nicht so weit gekommen.» Ein Satz, der das entscheidende gemeinsame Motiv aller drei Literaten nahelegt, geht es doch vor allem anderen um das Inspirierende und sich wechselseitig Befruchtende zwischen den künstlerischen Disziplinen, heisst es in einer Mitteilung von Forum Würth. Die Ausstellung ist noch bis am 28. April 2019 in Rorschach zu sehen. (jor/PD)