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«Würde ihn am liebsten umarmen»: Wie Eric Hassli mit einem Interview Jahre nach seinem FCSG-Début für Hühnerhaut bei einem St.Galler Wirt sorgt

In einem Interview mit dem Fussballmagazin «Zwölf» blickt Eric Hassli, ehemaliger Angreifer des FC St.Gallen, auf seine Zeit in der Ostschweiz zurück. Er schwärmt dabei auch von Gratis-Mittagessen in seiner Lieblingsbeiz, deren Name ihm entfallen sei. Wir haben das Restaurant ausfindig gemacht und mit dem damaligen Wirt gesprochen.
Daniel Walt
Tanz auf dem schneebedeckten Espenmoos-Rasen: St.Gallens Eric Hassli (links) zieht gegen Basels Patrick Müller ab. (Bild: Keystone)

Tanz auf dem schneebedeckten Espenmoos-Rasen: St.Gallens Eric Hassli (links) zieht gegen Basels Patrick Müller ab. (Bild: Keystone)

Es war ein grandioser Einstand, den der Franzose Eric Hassli im Februar 2005 beim FC St.Gallen gab: Auf dem schneebedeckten Espenmoos gelangen dem Franzosen gegen den grossen FC Basel zwei Tore zum 3:1-Sieg der Ostschweizer. Jetzt, über 14 Jahre später, erinnert sich Hassli im Rahmen eines Interviews mit dem Fussballmagazin «Zwölf» an dieses Spiel – vor allem aber an das, was folgte:

«Das Tolle am Sieg gegen Basel war, dass wir danach in unserem Lieblingsrestaurant in der Stadt eine Woche lang gratis essen durften.»

Leider komme ihm der Name nicht mehr in den Sinne, so Hassli weiter. Das nerve ihn, die Leute sollten das doch lesen, sagt der Franzose, der seine Karriere mittlerweile beendet hat.

Eric Hasslis Doppelpack beim 3:1 gegen Basel im Jahr 2005 in der SRF-Zusammenfassung:

Siege gegen Basel = eine Woche gratis Zmittagessen

Das Restaurant, in welchem die Spieler des FC St.Gallen insbesondere in den Jahren 1997 bis 2004 ein- und ausgingen, heisst «Goldenes Schäfli». Hugo Schudel wirtete gemeinsam mit seiner Frau Priska 36 Jahre in diesem Haus, bevor er vor viereinhalb Jahren ins Restaurant Schoren weiterzog. Der 69-Jährige erinnert sich nach wie vor gerne an jene Zeit – und an die Gratis-Mittagessen, welche er und seine Frau Eric Hassli sowie dessen Teamkollegen nach dem Coup gegen Basel während einer Woche servierten.

In jener Zeit seien praktisch jeden Mittag 15, 16 Spieler des FC St.Gallen ins «Goldene Schäfli» gekommen, um dort auf eigene Kosten zu Mittag zu essen, blickt Hugo Schudel zurück. Das Wirtepaar griff jeweils zu einem Trick, um die Espen-Kicker zu Höchstleistungen anzustacheln: Nach einem Sieg erhielten sie ein Gratis-Mittagessen.

Eine spezielle Regelung galt bei Partien gegen Basel. Seine Frau habe der Mannschaft jeweils immer gesagt:

«Wenn Ihr Basel schlagt, esst Ihr eine ganze Woche gratis hier zu Mittag.»

Hintergrund der Aktion: Hugo Schudel ist Basler und als solcher glühender Fan des FCB. Mit den ausgelobten Gratisessen für eine ganze Woche trieb seine Frau die St.Galler gegen die Lieblingsmannschaft ihres Mannes jeweils zu besonderen Leistungen an, wie Hugo Schudel lachend erzählt.

Hugo und Priska Schudel führen mittlerweile das Restaurant Schoren. (Bild: Ralph Ribi)

Hugo und Priska Schudel führen mittlerweile das Restaurant Schoren. (Bild: Ralph Ribi)

Die Zeiten – und die Spieler – haben sich verändert

«Es war eine wunderbare Zeit», sagt Hugo Schudel rückblickend zu den regelmässigen Besuchen der FCSG-Spieler im «Goldenen Schäfli», in deren Verlauf die Kicker im Restaurant auch jassten. Aus den Kontakten seien gute Freundschaften entstanden, die teils bis heute andauerten – so beispielsweise mit Jörg Stiel, Giuseppe Mazzarelli, Stefan Wolf, Giorgio Contini oder Sascha Müller.

Mittlerweile seien solche täglichen gemeinschaftlichen Aktivitäten innerhalb einer Mannschaft wohl Vergangenheit. Die Mentalität der Spieler habe sich verändert, sagt Hugo Schudel. Umso mehr berührt es ihn, dass ein Spieler wie Eric Hassli auch über 14 Jahre später noch an die Mittage im «Goldenen Schäfli» zurückdenkt. Der St.Galler Wirt sagt:

«Ich habe Hühnerhaut und würde Eric jetzt am liebsten umarmen. Und: Selbstverständlich bekäme er ein Gratis-Mittagessen!»

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