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Workshops für 700 Schüler in St.Gallen: Sich zu engagieren ist nicht schwer

Zum ersten Mal hat das Projekt "Step into Action" in St.Gallen stattgefunden. 700 Schüler haben an Workshops etwas über lokales Engagement gelernt.
Livia Grob
Beim interaktiven Workshop im Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) im Riethüsli ist auch Tanzen angesagt. (Bild: Ralph Ribi)

Beim interaktiven Workshop im Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) im Riethüsli ist auch Tanzen angesagt. (Bild: Ralph Ribi)

In braunen, grünen, gelben, roten und blauen T-Shirts ziehen Gruppen von Jugendlichen durch das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) im Riethüsli. Sie tanzen mit grossen Kopfhörern durch das Schulhaus, sitzen auf dem Boden und malen Plakate oder schlendern durch die Ausstellung von verschiedenen Hilfsprojekten.

In den vergangenen zwei Tagen haben knapp 700 Schüler aus Berufsschulen, Kantonsschulen oder dem 10. Schuljahr am Projekt «Step into Action» teilgenommen. Es möchte Jugendliche für eine nachhaltige Entwicklung sensibilisieren und ihr lokales Engagement fördern. Mit dem Anlass im GBS ermutigen die freiwilligen Helfer, die sogenannten «Changemaker», die Teilnehmer, die Zukunft aktiv mitzugestalten und sich bei Herausforderungen einzubringen. Die interaktiven Workshops sollen dazu dienen, Engagement für die Jugendlichen attraktiv zu machen.

Wie nachhaltig ist mein Handy?

Die Schülerinnen und Schüler können sich für Workshops zur Globalisierung, Umwelt, Migration, Digitalisierung oder Geschlechtergleichstellung anmelden und werden vor Ort in Themengruppen eingeteilt. Der Tag für die Jugendlichen startet mit einer Einführung in das jeweilige Thema, gefolgt von einer interaktiven Übung. Danach geht es weiter mit einem Workshop, beispielsweise mit «Wie nachhaltig ist mein Handy?». Darauf werden Kopfhörer verteilt und jeder hört einen Changemaker sprechen. Die Jugendlichen spazieren durch das GBS und befolgen die Anweisungen aus den Kopfhörern. Sie zeichnen, tanzen und hüpfen durch die Schulgänge.

Nach dieser Aktion können sie einen echten Changemaker kennen lernen und ihm Fragen zu seinen Projekten stellen. «Wir zeigen den Jugendlichen, dass Engagement cool ist und gar nicht so schwer», sagt Alina Edelmann, Projektkoordinatorin von Step into Action. Sie unterteile Engagement nämlich in drei Bereiche: Man könne einer Hilfsorganisation beitreten, ein eigenes Projekt lancieren oder alltägliche Handlungen nachhaltiger gestalten. Im Alltag könne man beispielsweise mit einem Jutebeutel einkaufen gehen und so auf Plastiksäcke verzichten.

Abfall trennen und im Sportclub mithelfen

Das Fazit der Jugendlichen fällt unterschiedlich aus. «Eindrücklich war es auf jeden Fall», sagt eine angehende Köchin. Allerdings fehle ihr die Zeit, sich bei einer Organisation zu engagieren. Und sie glaube nicht so recht daran, als Einzelperson etwas bewirken zu können. Ein angehender Fachmann für Gesundheit sieht das aber anders. «Eigentlich ist es gar nicht so schwer, sich zu engagieren.» Nur schon, wenn er seinen Abfall trenne, im Sportclub aktiv mithelfe und seinen Kindern später einen guten Umgang mit sozialen Medien beibringe, trage er zu einer nachhaltigen Entwicklung und einer zukunftsfähigen Gesellschaft bei.

Andere wiederum lassen sich von der Ausstellung mit den Hilfsprojekten inspirieren. Dort werden verschiedenste Organisationen und Projekte vorgestellt. So sind beispielsweise das Rote Kreuz und Amnesty International vertreten, aber auch Slow Food, eine internationale Bewegung, die sich für eine bessere Lebensmittelzukunft einsetzt.

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