Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wo brennt’s?

Eine Vorlage zur Sana Fürstenland AG erfordert offenbar viel Eile und Diskretion. Das regt zu Mutmassungen an.
Johannes Wey
Die Medien werden am Dienstag im Altersheim Espel informiert. (Bild: Urs Bucher)

Die Medien werden am Dienstag im Altersheim Espel informiert. (Bild: Urs Bucher)

Die Sana Fürstenland beschäftigt kommenden Dienstag das Gossauer Stadtparlament. Es soll eine Kommission wählen, die ein Geschäft im Zusammenhang mit der Betreiberin der Altersheime Schwalbe und Espel vorberaten soll. Bericht und Antrag liegen allerdings noch nicht vor. Auch bei ihrer Wahl werden die Mitglieder der Kommission nicht wissen, worum es sich handelt – die Parlamentarierinnen und Parlamentarier werden erst nach der Sitzung informiert (in der Ausgabe vom Dienstag hiess es fälschlicherweise, die Information finde im Lauf der Sitzung statt). Bis dahin wollen weder Stadt noch Sana Fürstenland weitere Angaben machen.

Sondernutzungspläne wohl nicht das Thema

Für Parlamentspräsident Gallus Hälg ist dieses Vorgehen unproblematisch. «Das Geschäft ist schon weit gediehen und die neu gewählten Kommissionsmitglieder werden ja unmittelbar nach der Sitzung informiert.» Bei den Wahlvorschlägen kann man so allerdings nicht berücksichtigen, ob sich ein Parlamentarier beispielsweise eher auf Baurechtsfragen oder auf Alterspolitik spezialisiert hat. «In einem Milizparlament beschäftigt man sich immer wieder mit neuen Themen», sagt Hälg. Das vom Stadtrat gewünschte Vorgehen sei jedenfalls im Parlamentspräsidium unbestritten gewesen. Zuletzt war die Sana Fürstenland AG vor allem aufgrund ihres blockierten Bauprojekts im Gespräch: Auf dem Areal des Andreaszentrums möchte sie ein neues Pflegeheim bauen, um die Heime Espel und Schwalbe zu ersetzen. Das scheiterte bislang am Widerstand von Einsprechern. Das vorerst letzte Kapitel in der Geschichte war der Rekurs gegen die Sondernutzungspläne, die für das Projekt nötig wären. Hängt das Parlamentsgeschäft damit zusammen? Rekurrent Alex K. Fürer glaubt nicht daran: Der Rekurs sei noch hängig beim Kanton. «Wir haben die Begründung für den Rekurs erst am 20. August eingereicht.»

Die Heizung ist ein Damoklesschwert

Eine andere Spur legen Stadtrat und Sana Fürstenland gleich selber. Sie laden ebenfalls am kommenden Dienstag zu einer Medienorientierung im Altersheim Espel ein. Bisher wurde in Sachen Sana Fürstenland an zentraler Lage informiert, sei es im Rathaus, im Andreaszentrum oder im Fürstenlandsaal. Weshalb also eine Einladung ins «Espel» am Stadtrand?

Im Heim hat sich der Sanierungsbedarf seit Jahren angestaut, schon vor bald 20 Jahren sprach man von einem nötigen grösseren Umbau. Seit der Abstimmung über die Gründung der Sana Fürstenland wurden Sanierungen weiter aufgeschoben. Die Situation spitzt sich von Jahr zu Jahr zu, auch in der «Schwalbe», wenn auch weniger ausgeprägt. Sorgen bereiten Ursina Girsberger, Geschäftsleiterin der Sana Fürstenland AG, insbesondere Dächer und Heizungen: «Mit jedem Winter gehen wir ein Risiko ein», sagte sie vor einem Jahr gegenüber dem «Tagblatt». Ob dieses Risiko nun untragbar geworden ist?

Eine eher unwahrscheinliche Entwicklung wäre, dass man doch noch eine Forderung aufnehmen möchte, die einzelne Gossauerinnen und Gossauer in den letzten Jahren immer wieder geäussert haben: Den Erhalt des Heims im Espel zugunsten einer Demenzstation. Das Gebäude sei zu marode und liege ausserdem in der Landwirtschaftszone, sagen die Verantwortlichen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.