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Wo Bauarbeiter in Gossau shoppen gehen

Am Standort des ehemaligen Lackierbetriebs Grass ist ein Angebot für Handwerker entstanden. Der geplante Einzug von Lidl in der Halle daneben verzögert sich hingegen weiter. Eine Lösung ist jedoch in Sicht.
Arcangelo Balsamo
Das Angebot der Bauwerkstadt reicht von Baustellenlampen bis zu Arbeitskleidung. (Bild: Ralph Ribi)

Das Angebot der Bauwerkstadt reicht von Baustellenlampen bis zu Arbeitskleidung. (Bild: Ralph Ribi)

Der neue Laden an der St. Gallerstrasse möchte primär nicht Hobbyhandwerker ansprechen, sondern Fachkräfte aus dem Baugewerbe. Davon zeugen die Öffnungszeiten auf der Eingangstüre der sogenannten Handwerk­stadt. Das Geschäft bleibt am Samstag geschlossen und öffnet unter der Woche bereits um 7 Uhr. Von Montag bis Donnerstag hat es bis 17 Uhr geöffnet. Freitags schliesst der Laden um 16 Uhr. Nach dem Betreten des Ladens verstärkt sich dieser Eindruck: Bauarbeiter in Overalls, zum Teil in neonorange oder -gelb, sind in der Überzahl. Im Geschäft finden sie alles, was sie für ihre Tätigkeit auf der Baustelle benötigen. In einem Bereich der Halle befinden sich Arbeitskleider, in den Regalen daneben sind Baulampen, Verkehrsschilder und Absperrband. In den weiteren Regalen stehen Schrauben in jeglichen Grössen und für verschiedene Materialien zum Verkauf. Im hintersten Bereich der Halle finden die Kunden grössere Teile, wie aufgerollte Wasserleitungen oder Einzelteile von Dachrinnen.

In der Halle des ehemaligen Lackierbetriebs Grass sind die Firmen SFS, Pestalozzi, Gabs und Wetrok unter einem Dach vereint. «Die Halle wäre für uns alleine zu gross gewesen», sagt Jasmin Castioni, Bereichsleiterin der Handwerkstadt bei der SFS. Deshalb sei das Unternehmen auf andere Firmen zugegangen. Der Sinn dahinter: «So können Synergien optimal genutzt werden. Ausserdem findet der Kunde so alles unter einem Dach», sagt Castioni. Prinzipiell hätten die Firmen ohnehin dieselbe Kundschaft. Auch deshalb sei es zum Partnerkonzept gekommen.

Die Eröffnung der Handwerkstadt hat zur Folge, dass die bisherigen Geschäfte der SFS in Gossau und in Winkeln geschlossen wurden. «Im Geschäft in Winkeln, dem Baushop, fanden die Kunden alles für den Tief- und Hochbau. Für Schrauben und kleinere Teile mussten sie jedoch nach Winkeln. Nun finden sie alles an einem Ort», sagt Castioni.

Einsprache führte zu Verzögerung

Die Handwerkstadt hätte eigentlich bereits im letzten Herbst eröffnet werden sollen. Die Einsprache eines Nachbars verhinderte dies jedoch. Nun sei aber alles geklärt und die SFS sei sehr zufrieden mit der Umsetzung. «Es ist genau so, wie wir es uns erhofft haben», sagt Castioni.

In der Halle direkt neben der Handwerkstadt hätte im vergangenen Herbst der Discounter Lidl einziehen sollen. Auch in diesem Fall gab es eine Einsprache seitens des Nachbars. Der Grund: Mit der Eröffnung der Lidl-Filiale befürchte er, dass der Verkehr auf der St. Gallerstrasse zunehme. Entsprechend mussten die betroffenen Parteien, darunter auch Stadt und Kanton, an einem Tisch sitzen, um eine mögliche Lösung zu finden. Dies habe man nun erreicht, sagt Rolf Grass, der Präsident des Verwaltungsrates der Granova Holding AG. Das Unternehmen ist der Vermieter der beiden Hallen an der St. Gallerstrasse und nach der Umstrukturierung der Grass Gruppe entstanden. Der Vortrag sei laut Grass beim Stadtrat eingereicht worden. Dieser leite ihn nun an den Kanton weiter. Da die St. Gallerstrasse eine Kantonsstrasse ist, entscheidet am Ende der Kanton, über eine mögliche Umsetzung des Vorschlags.

Trotz der Verzögerung habe Lidl gemäss Medienstelle weiterhin «grosses Interesse an dem Standort Gossau». Da man sich noch in einem laufenden Verfahren befinde, könne jedoch nicht weiter darauf eingegangen werden. Spezifischere Auskünfte werde der Discounter erst zu einem späteren Zeitpunkt geben, schreibt die Medienstelle.

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