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Triathletin Sadrine Benz nutzt die Heim-WM in Lausanne als Ende für die eine Karriere und als Start für eine neue.

Die Steinacherin möchte nach vielen Verletzungen und Rückschlägen in der kommenden Saison im Europa- und später im Weltcup starten.
Sarah Fäh
Sandrine Benz mit ihrem Rennvelo. Auch Schwimmen und Laufen gehören zum Triathlon. (Bild: Ralph Ribi)

Sandrine Benz mit ihrem Rennvelo. Auch Schwimmen und Laufen gehören zum Triathlon. (Bild: Ralph Ribi)

Sandrine Benz sitzt in ihrem Garten: «Ich merke, dass es Zeit ist, diese Karriere zu beenden.» Damit meint die 35-Jährige aber keineswegs ihre gesamte Triathlonkarriere – ebendiese möchte sie neu lancieren –, vielmehr gibt sie das Ende ihrer Age-Group-­Karriere bekannt.

Age Group, das ist die Amateurliga der Triathleten. Dort treten die Athleten in ihrer jeweiligen Alterskategorie gegeneinander an. Benz möchte an der Heim-WM in Lausanne am Samstag und Sonntag ihre beiden letzten Age-Group-Rennen bestreiten, danach geht es direkt weiter in den Europacup, also in die Elite.

Für ihren Traum, im Weltcup der Elite zu starten, hat Benz schon viel auf sich genommen. Ständige Verletzungen und Krankheiten zwangen die Steinacherin immer wieder zu Pausen, nach denen sie jeweils bei null beginnen musste. Im vergangenen Jahr pausierte sie gar zehn Monate. Ein Parasit hatte sich im Nervensystem der Triathletin eingenistet.

Ausserdem reagierte sie schlecht auf ihre Kunststoffzahnfüllungen, die sie sich mittlerweile entfernen lassen hat. Der Parasit wurde mit Medikamenten beseitigt.

«Mir wurde erst im Nachhinein bewusst, mit was für einem Handicap ich unterwegs war. Jetzt kann ich viel intensiver trainieren, und die Leistungen zeigen wieder steil nach oben.»

Gleicher Coach wie Spirig und Ryf

Bereits zum fünften Mal absolvierte Benz im Juli das Höhentraining in St.Moritz. In der Trainingsgruppe ihres Coachs Brett Sutton trainieren mit Nicola Spirig und Daniela Ryf auch die Aushängeschilder des Schweizer Triathlons. Benz sagt:

«Zu merken, wie ich Schritt für Schritt näher an die Topathleten rankomme, hilft mir am meisten.»

Aufgrund dieser positiven Entwicklung und der guten Resultate wagt Benz nun den Schritt in den Europacup. Auf nationaler Ebene hat sie bereits Wettkämpfe in der Elite bestritten, auf internationaler Ebene waren die Resultate aber noch zu schwach. Daher nutzte Benz das vergangene Jahr als Zwischensaison, trainierte dreimal täglich.

Ausserdem arbeitete sie mental. Sie lernte, im Rennen bei sich zu bleiben, alle anderen auszublenden. Zur Hilfe spricht sie während des Rennens innerlich oft mit sich selber. Beim Schwimmen zählt sie beispielsweise ihre Armbewegungen mit. Auf dem Rad gibt sie innerlich Anweisungen an ihre Beine.

Es ist wichtig, dass ihr Gehirn in diesen Disziplinen eine Beschäftigung hat, damit es nicht abschweift. Zum Laufen meint Benz:

«Nach dem Wechsel aufs Laufen brauche ich den Kopf am meisten, da dort alles schmerzt.»

Ausserdem ist es dort auf den ersten Kilometern wichtig, sein Tempo zu laufen, um nicht einzubrechen. Vielfach erklärt sie sich, was sie machen muss: «Locker bleiben. Dein Tempo laufen. Einatmen. Ausatmen. Jetzt Gas geben. Los!»

Sprintstart um halb acht

Das Pensum als Sportlehrerin hat Benz auf kommende Saison nochmals reduziert, arbeitet jetzt noch gut 40 Prozent. Zusätzlich wird sie künftig jeweils drei Tage pro Woche im nationalen Leistungszentrum in Wallisellen verbringen, wo sie den direkten Vergleich mit anderen Athleten hat.

Zuerst steht aber am Wochenende die Heim-WM in Lausanne an. In ihren letzten beiden Age-Group-Rennen will sich Benz nochmals die Titel über die Sprint- und die olympische Distanz sichern, was ihr bereits 2014 beziehungsweise 2015 gelang. Benz ist sich sicher:

«Ich bin fit und fühle mich bereit.»

Für ihren WM-Start am Samstag muss Benz früh aufstehen. Bereits um 7.30 Uhr ertönt in Lausanne der Startschuss für ihr Sprintrennen.

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