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Ruth Keller lässt an ihrer letzten Schulbürgerversammlung über die «kleine Einheitsgemeinde» abstimmen

Am 25. November wollen Gemeinde- und Primarschulrat die Bürgerinnen und Bürger über eine Fusion von politischer und Primarschulgemeinde abstimmen lassen. Das wäre nur ein Zwischenschritt.
Johannes Wey

Es ist ein gordischer Knoten, den man in Wittenbach seit Jahren zu lösen versucht: die Bildung einer Einheitsgemeinde. Nun zeigen sich Ruth Keller, Oliver Gröble und Georges Gladig, die Präsidentin und die Präsidenten von Primarschul-, politischer und Oberstufenschulgemeinde, im Mitteilungsblatt in demonstrativer Einigkeit zum bislang so kontroversen Thema.

Bereits an der Bürgerversammlung vom 25. November will der Primarschulrat über die Inkorporation in die politische Gemeinde abstimmen lassen. Bei einem Ja würde die politische Gemeinde im Mai mit der geänderten Gemeindeordnung nachziehen. Damit könnte die «kleine Einheitsgemeinde» Anfang 2021 verwirklicht sein.

Die «kleine» Fusion soll vor allem ein Zwischenschritt zu einer «grossen Einheitsgemeinde» inklusive Oberstufe sein. Diesen Zwischenschritt hat der heutige Gemeindepräsident Oliver Gröble schon 2018 im Wahlkampf ins Spiel gebracht.

Primarschulratspräsidentin Ruth Keller. (Bild: Michel Canonica)

Primarschulratspräsidentin Ruth Keller. (Bild: Michel Canonica)

Bereits im November 2015 war die Abstimmung über die Inkorporation der Primarschulgemeinde traktandiert. Sie wurde aber verschoben, weil sich das Vorhaben als chancenlos heraus­stellte: Der Primarschulrat hatte sich gegen die Pläne gestellt, da er in einer Einheitsgemeinde ohne Oberstufe zu wenig Mehrwert sah.

«Zudem gab es Meinungsverschiedenheiten über die Investitionsplanung», sagt Primarschulpräsidentin Ruth Keller. Der Gemeinderat wollte den Bau eines neuen Schulhauses aufschieben. Dieser ist nun weit gediehen. Die Primarschule funktioniere gut und wäre nicht auf eine Fusion angewiesen, sagt Keller.

Dennoch habe sie Verständnis, dass der Gemeinderat mitreden wolle. Heute meldet die Schulgemeinde ihren Finanzbedarf, der dann bei der politischen Gemeinde als gebundene Ausgabe rund die Hälfte des Budgets ausmacht. Heute sähe Keller in einer Einheitsgemeinde einen Fortschritt, selbst wenn die Oberstufe nicht dabei wäre. Trotzdem:

«Das schönste wäre eine einzige Gemeinde Wittenbach.»

Oliver Gröble, Präsident der politischen Gemeinde Wittenbach. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Oliver Gröble, Präsident der politischen Gemeinde Wittenbach. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Gemeindepräsident Oliver Gröble verspricht sich von einer Fusion Synergien, beispielsweise bei der Liegenschaftenverwaltung, in der Informatik oder bei der Beschaffung. Damit könnte aus seiner Sicht auch die Professionalisierung vorangetrieben werden.

«Längerfristig würde die Qualität steigen.»

Diese Vorteile erwartet Gröble auch von einer «kleinen Einheitsgemeinde», wenn auch im kleineren Massstab.

Am wichtigsten sei ihm aber, dass mit einer Fusion die finanzielle Planung der Primarschulgemeinde – und später allenfalls auch der Oberstufe – in den politischen Prozess integriert werden könnte. Das würde die Abstimmung bei grösseren Investitionen wie beispielsweise Schulhausbauten vereinfachen.

Oberstufe entscheidet in der nächsten Legislatur

Die Knacknuss auf dem Weg zu einer «grossen Einheitsgemeinde» liegt bei der regionalen Oberstufe. Sie endet nicht an der Wittenbacher Gemeindegrenze, sondern umfasst auch Berg und Muolen.

Georges Gladig, Präsident der regionalen Oberstufenschulgemeinde Grünau. (Bild: Ralph Ribi)

Georges Gladig, Präsident der regionalen Oberstufenschulgemeinde Grünau. (Bild: Ralph Ribi)

2015 hatte sich der Oberstufenschulrat zwar für die Prüfung einer Fusion ausgesprochen. Das Oberstufenparlament lehnte diese aber ab. Oberstufenpräsident Georges Gladig ist trotzdem zuversichtlich:

«Dieses Mal ist der Prozess viel breiter abgestützt.»

So habe man bereits bei den Partnergemeinden sondiert. Der Oberstufenschulrat stehe einer «grossen Einheitsgemeinde» grundsätzlich offen gegenüber. Die Abklärungen seien aber komplexer und bräuchten mehr Zeit als jene zur Primarschule. Der Entscheid werde aber sicher im Lauf der kommenden Legislatur fallen, sagt Gladig.

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