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Wittenbacher Wirte geben Pizzeria wegen Allergie auf

Nach elf Jahren ist Schluss: Edi und Helena Lazraj werden ab April nicht mehr in der Wittenbacher Pizzeria Arrabbiata wirten. Ihrer Gesundheit zuliebe müssen sie sich beruflich neu orientieren.
Yann Lengacher
Helena und Edi Lazraj geben wegen ihrer Allergien das Wirtedasein auf. (Bild: Michel Canonica)

Helena und Edi Lazraj geben wegen ihrer Allergien das Wirtedasein auf. (Bild: Michel Canonica)

Das Lachen ist Edi und Helena Lazraj nicht abhandengekommen. Obwohl sie nach elf Jahren ihre Arbeit in der Pizzeria Arrabbiata bald niederlegen, überwiege die Freude auf die verbleibende Zeit in ihrem Restaurant. Zwei Monate arbeiten sie noch in der Pizzeria im Wittenbacher Zentrum. Dennoch: «Mit einem lachenden und einem weinenden Auge» verlasse das Ehepaar die Pizzeria, wie Edi Lazraj sagt.
Dass es das tut, hat gesundheitliche Gründe. Edi Lazraj leidet seit fünf Jahren an einer Mehlstauballergie. «Der Arzt sagt schon lange, dass ich mich auf keinen Fall mehr in der Küche der Pizzas aufhalten sollte», sagt Edi Lazraj. Die Allergie sei über die Jahre schlimmer geworden, Pizzas konnte er nur noch mit einer Schutzmaske zubereiten, doch selbst diese nützte immer weniger.

«Ich spürte, wie sich meine Atemwege immer mehr entzündeten. Wenn ich das noch länger machen würde, könnte das ernsthafte Folgen haben.»

Asthma wäre eine dieser Folgen, Heuschnupfen hat der 39-Jährige deswegen schon jetzt.

Auch seine Frau Helena Lazraj leidet an einer Allergie, ihr wurde zwei Jahre nach Eröffnung eine Glutenallergie diagnostiziert. Das hatte zur Folge, dass sie viele Speisen nicht mehr probieren konnte, was das Kochen erschwerte. Obwohl das Paar immer gegen die Allergien ankämpfte und auch deswegen glutenfreie Pizzas auf die Karte nahm, zieht es nun die Reissleine.

Was bleibt, sind Stolz und Dankbarkeit

Auf die Frage, was ihr nach den elf Jahren in Erinnerung bleibe, muss Helena Lazraj eine Träne verdrücken. Dann sagt sie: «Als wir die Pizzeria eröffneten, lief nicht von Anfang an alles rund. Doch die Leute in Wittenbach haben uns unterstützt und an uns geglaubt, obwohl sie uns zuerst gar nicht kannten.» Heute sind einige dieser Leute zu Freunden geworden, die das Paar auch nach der Schliessung noch begleiten werden. «Selbst ehemalige Mitarbeitende haben uns schon geschrieben und gesagt, dass sie bis April unbedingt noch vorbeikommen wollen», sagt Helena Lazraj. Für alle diese Begegnungen empfinde das Paar grosse Dankbarkeit. Stolz seien die Lazrajs darauf, dass sie während elf Jahren als Paar zusammenarbeiteten. Das gelinge nicht allen.

Helena Lazraj gibt auch unumwunden zu: «Es war nicht immer einfach, manchmal gab es Reibereien.» Was völlig normal sei. Denn in dieser Konstellation könne man sich kaum ausweichen. «Wir haben das aber super gemacht, gell», sagt Helena Lazraj und schaut ihren Mann lachend an.

Ein Neuanfang für Paar und Pizzeria

Obwohl die Lazrajs nicht mehr in der Pizzeria Arrabbiata arbeiten werden, geht der Weg für das Restaurant weiter. Die Lazrajs hätten einen tollen Wirt gefunden, der die Pizzeria weiterführe. Wer das ist, möchte das Ehepaar aber noch nicht verraten. Was schon feststeht, ist, dass die drei Angestellten der Pizzeria auch unter dem neuen Wirt weiter beschäftigt werden.

Wie es für Helena und Edi Lazraj beruflich weitergeht, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sicher. Edi Lazraj möchte sich aber in der Immobilienbranche versuchen. Jetzt fühlten sich die beiden mit unter 40 Jahren noch genug jung und bereit, eine neue Arbeit zu finden.

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