Wittenbacher haben viele Fragen zu Tempo 30

Für die Einwohner ist die Sicherstellung des Winterdienstes ein grosses Thema.

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Die Bevölkerung konnte sich zu den geplanten Tempo-30-Zonen äussern - die aber nicht mehr freiwillig sein werden.

Die Bevölkerung konnte sich zu den geplanten Tempo-30-Zonen äussern - die aber nicht mehr freiwillig sein werden.

Sabrina Stübi

(pd/mbu) In Wittenbach sollen auf Gemeindestrassen möglichst flächendeckend Tempo-30-Zonen eingerichtet werden. Das ist das erklärte Ziel des Gemeinderates. Doch die Bevölkerung hat dazu noch einige Fragen. Über 50 Rückmeldungen zum Thema sind bei der Gemeinde eingegangen. Das schreibt die Bauverwaltung im aktuellen Mitteilungsblatt.

Äussern konnten sich Interessierte einerseits am Infoanlass im Oktober und andererseits an der Bürgerinformation im November. Ein mehrfach genanntes Thema war der Winterdienst. Anwohner befürchten demnach, dass dieser durch die geplanten verkehrsberuhigenden Elemente nicht sauber ausgeführt und dadurch insbesondere bei Steigungen das Anfahren erschwert werden könnte. Die Gemeinde beschwichtigt jedoch: «Die vorgesehenen verkehrsberuhigenden Elemente wurden bereits mit den Verantwortlichen des Winterdienstes besprochen. Diese sind sich bewusst, dass auf bestimmte Stellen ein besonderes Augenmerk geworfen werden muss», wird Daniel Worni, Leiter Bau und Infrastruktur, zitiert. Die Elemente seien zudem so geplant, dass die aufwärtsfahrenden Autos vortrittsberechtigt sind und somit ein problematisches Anfahren verhindert werden könne.

Sollen es mehr oder weniger Parkplätze sein?

Weitere Rückmeldungen bezogen sich auf die Anzahl der Parkplätze in den Quartieren. Dabei gingen die Meinungen jedoch weit auseinander, wie die Bauverwaltung schreibt. Die einen wollten mehr, andere weniger und einige gar keine Parkplätze. Zusätzliche markierte Felder sind laut Worni aber kaum möglich. «Bei markierten Parkplätzen sind die Anforderungen an die Sichtzonen und Abstände grösser als beim Parkieren ohne markierte Felder. Die markierten Felder benötigen somit mehr Platz, der eigentlich nicht vorhanden ist.» Im kommenden Jahr werden die Tempo-30-Zonen in den beiden Gebieten Oberwiesen und Bruggwald realisiert. Beim Gebiet Oberwiesen würden nach der Verarbeitung der Rückmeldungen die Grundeigentümer angeschrieben. Auch beim Gebiet Bruggwald würden gemäss Mitteilung noch einzelne Inputs verarbeitet, zudem ständen noch Gespräche mit den Quartiervereinen an. (gk/mbu)