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Wittenbacher Eltern sind frustriert wegen Schulweg

Die Fussgängerstreifen an der St.Gallerstrasse in Wittenbach sind nicht sicher. An einem Elternabend haben Fachleute über Massnahmen informiert. Viele Eltern ärgerten sich über die ihrer Ansicht nach unsinnigen Gesetze.
Perrine Woodtli
Der Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Bruggbach. (Bild: Elena Fasoli)

Der Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Bruggbach. (Bild: Elena Fasoli)

Eltern und Schule sind sich einig: Der Schulweg entlang der St.Gallerstrasse zur Schulanlage Kronbühl ist gefährlich. Im September fand dazu ein Elternabend statt. Damals wurde darüber informiert, dass Fachleute vom Kanton mögliche Sicherheitsmassnahmen erarbeiteten.

Am Donnerstag stellte Manfred Huber, Leiter Strassen- und Kunstbauten des Kantons, diese nun vor. Dass die St.Gallerstrasse Sicherheitsmängel aufweise sei unbestritten. Konkret geht es um drei Fussgängerstreifen: Um jenen bei der Bushaltestelle Bruggbach, jenen wenige Meter weiter Richtung Wittenbach bei der Einfahrt zur Bruggwaldstrasse und jenen rund 100 Meter weiter entfernt.

Bei allen drei fehlt eine Mittelinsel, obwohl der Kanton eine solche ab 8000 Fahrzeugen pro Tag als nötig einstuft. Die St. Gallerstrasse wird pro Tag durchschnittlich von doppelt so vielen Fahrzeugen befahren. Bei der Bushaltestelle Bruggbach sehen die Fussgänger zudem die Autos nicht nahen, wenn der Bus hält.

Geplant ist, den Streifen bei der Haltestelle und jenen bei der Bruggwaldstrasse durch einen einzigen zu ersetzen. Dieser soll zwischen den heutigen Streifen liegen und eine Mittelinsel aufweisen. Man befinde sich zurzeit im Vorprojekt, sagte Huber. «Bis gebaut werden kann, wird es wegen der vielen Schritte wohl 2021.» Ein Provisorium mit einer kleineren Insel soll die beiden Streifen aber bereits im nächsten Frühling ersetzen.

Passerelle oder alte Polizeiautos

Viele der über 50 Mütter und Väter fühlten nach diesen Informationen vor allem eins: Ernüchterung. Für Unverständnis sorgte etwa die Tatsache, dass Schilder, Tafeln oder Strassenbemalungen, die auf Kinder und die nahe Schule hinweisen, nicht erlaubt sind. Weil die Schule nicht an die Strasse angrenze, verbiete das Gesetz jegliche Beschilderungen, erklärte Werner Lendenmann, Leiter Verkehrstechnik der Kantonspolizei.

Die Sorge lies viele Eltern kreativ werden. So wurde unter anderem eine Passerelle vorgeschlagen, die baulich aber nicht umsetzbar sei. Eine Mutter schlug vor, ausgemusterte Polizeiautos entlang der Strasse zu platzieren, um Autofahrer vom Rasen abzuhalten. Ideen seien vorhanden, stellte Lendenmann fest. «Jedoch sind diese Dinge nun mal nicht erlaubt.»

Einige Eltern forderten mehr Polizeipräsenz, da viele Autofahrer zu wenig Acht geben würden. «Wir können nicht jeden Tag einen Polizisten aufbieten.» Viele Eltern frustrierte es, dass sie machtlos gegen das Gesetz sind – auch Schulratspräsidentin Ruth Keller, die den Abend nach zwei Stunden beendete. «Man fühlt sich ohnmächtig, weil man etwas unternehmen will, aber nicht darf», sagte sie. «Es steht Gesetz gegen Menschenleben.»

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