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Wittenbach soll grüner werden - Erste Schritte sind getan

Der Gemeinderat setzt eine Arbeitsgruppe ein, um ein Grün- und Flächenkonzept zu erarbeiten. Hintergrund der Massnahme ist die Vision 2030, die das Leben im Grünen fördern soll.
Roger Fuchs
Ende März wurden in Wittenbach 4600 einheimische Sträucher abgegeben. (Bild: Benjamin Manser (23. März 2019))

Ende März wurden in Wittenbach 4600 einheimische Sträucher abgegeben. (Bild: Benjamin Manser (23. März 2019))

«In Wittenbach ist in den letzten Jahren viel gebaut worden. Doch Lebensqualität besteht nicht nur aus Mauern und Beton», sagt Oliver Gröble, Gemeindepräsident von Wittenbach. Deshalb sei es wichtig, einen Gegenpol zur Bautätigkeit zu setzen. Und so hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Grün- und Flächenkonzept für die Kommune erarbeiten soll. Grünflächen würden eine Gemeinde attraktiver machen und seien auch ein Standortvorteil, gibt sich Gröble überzeugt. Wittenbach sieht er als Agglomerationsgemeinde mit städtischem und landwirtschaftlichem Charakter, in der auch die Grünflächen ein entsprechendes Gewicht haben sollten.

Hintergrund der Massnahme bildet die im letzten November vorgestellte Vision 2030. Einleitend wird in vier Sätzen auf den Punkt gebracht, wohin sich die Gemeinde entwickeln soll. Unter anderem heisst es darin, dass man das Leben im Grünen fördern will.

Kooperationen mit dem Volk geplant

Konkret geht es beim Grün- und Flächenkonzept in einem ersten Schritt darum, eine Ist-Analyse durchzuführen. Dies aber nicht nur für die öffentlichen Flächen, sondern gemäss Oliver Gröble auch für die privaten. Ausgehend von dieser Analyse sollen schliesslich Schwerpunkte gesetzt und in einem dritten Schritt Massnahmen erarbeitet werden. Der Gemeinderat legt derweil Wert darauf, dass sich das Ganze nicht zu einem isolierten Gemeinde-Projekt entwickelt. «Bei den Massnahmen werden wir auch Kooperationen mit der Bevölkerung ins Auge fassen.» Gestern Abend wurde die Idee im Rahmen der öffentlichen Infoveranstaltung der Gemeinde den Anwesenden vorgestellt. Das Ziel über allem: «In Wittenbach sollen sich die Leute wohlfühlen.»

Erste Schritte hin zu einem «Grünen Wittenbach» wurden in den letzten Wochen bereits getätigt. Oliver Gröble erinnert an das Vernetzungsprojekt im landwirtschaftlichen Bereich. Hierzu wurde vor rund zwei Wochen unter dem Motto «Wittenbach blüht» eine Sträucherbestellaktion vor dem Gemeindehaus durchgeführt («Tagblatt» vom 26. März 2019). «Dieses Projekt ist sehr gut angekommen und hat mir gezeigt, dass die Menschen in Wittenbach extrem offen sind gegenüber ökologischen Themen», bilanziert der Gemeindepräsident. Auch habe er hierbei gespürt, wie wichtig es sei, dieses Thema vom Landwirtschafts- ins Siedlungsgebiet zu transferieren. Des Weiteren spricht Oliver Gröble die Tatsache an, dass die Gemeinde Wittenbach schon länger über das «Label Energiestadt» verfügt. Eines der dazugehörenden Ziele sei es, in natürliche Klimaanlagen zu investieren. Zu nennen sind hier beispielsweise Bäume, welche die Luft und das Klima verbessern oder durch Schattenwurf auch kühlend wirken können.

Die Gedanken vereint

Die Energiebestrebungen wie auch die Überlegungen rund um das landwirtschaftliche Vernetzungsprojekt sind schliesslich zusammengeflossen und haben den Gemeinderat bewogen, noch einen Schritt weiterzugehen und nun eben eine Arbeitsgruppe für ein Grün- und Flächenkonzept einzusetzen. Einen eigentlichen Zeitplan bis hin zur Realisierung des Konzepts gibt es nicht.

Wie sich das Bild von Wittenbach konkret wandeln soll, lässt Oliver Gröble offen. «Alles in allem geht es nun in erster Linie darum, die Bevölkerung für die Thematik der Lebensqualität und Ökologie zu sensibilisieren.» Es sei wichtig, für die Zukunft das richtige Zusammenspiel von städtischen und grünen Elementen im Dorf zu finden.

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