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Wittenbach geht erneut runter mit dem Steuerfuss

Der Wittenbacher Gemeinderat will das Eigenkapital halbieren. Er senkt die Steuern und nimmt Defizite in Kauf.
Daniel Wirth
Ein Grossteil der Investitionen fliesst 2020 in Strassensanierungen. Auch für die Grüntalstrasse gibt es Pläne.Bild: Ralph Ribi (25.Juni 2019)

Ein Grossteil der Investitionen fliesst 2020 in Strassensanierungen. Auch für die Grüntalstrasse gibt es Pläne.Bild: Ralph Ribi (25.Juni 2019)

Das Budget 2020 der Gemeinde Wittenbach sieht bei einem Aufwand von rund 49 Millionen Franken ein Defizit von 1,43 Millionen Franken vor. Diesen Aufwandüberschuss will der Gemeinderat decken mit einem Bezug aus dem Eigenkapital, wie er mitteilt. Dieses betrug Ende vergangenen Jahres rund zwölf Millionen Franken. Es wurde in den letzten Jahren geäufnet mit Rückstellungen für Bauvorhaben und mit Geld, das die St.Galler Vorortgemeinde aus dem kantonalen Finanzausgleich erhalten hatte, wie Gemeindepräsident Oliver Gröble sagt.

Gemeindepräsident Oliver Gröble. (Bild: Michel Canonica)

Gemeindepräsident Oliver Gröble. (Bild: Michel Canonica)

Er erachtet zwölf Millionen Franken Eigenkapital für eine Gemeinde mit einem jährlichen Aufwand von knapp 50 Franken als zu hoch. Gröble und der Gemeinderat wollen das Eigenkapital in den nächsten fünf Jahren ungefähr halbieren. Aus diesem Grund könne der Steuerfuss per Anfang 2020 erneut um zwei auf 133 Prozentpunkte heruntergeholt und für die Jahre bis 2024 mit jährlichen Defiziten zwischen 900000 bis 1,8 Millionen Franken gerechnet werden. Geht die Kalkulation des Wittenbacher Gemeinderats auf, beträgt das Eigenkapital 2024 noch rund sechs Millionen Franken, was gemäss Gröble vernünftig sei.

Das ist die dritte Steuersenkung in Folge

Über das Budget 2020 und die beantragte Steuerfusssenkung entscheidet die Bürgerversammlung am 25.November. Die Steuersenkung ist die dritte in Folge, die der Bürgerversammlung beantragt wird. Im November 2017 hatte der Gemeinderat eine Steuersenkung um sechs Prozentpunkte beantragt, vor einem Jahr eine Senkung um fünf Prozentpunkte. Beide Male sagte die Bürgerversammlung Ja. Das heisst: Im Jahr 2017 lag der Steuerfuss in Wittenbach bei 145 Prozent – höher noch als in der Kantonshauptstadt. Dies, nachdem er auf einen Schlag um zehn Prozentpunkte angehoben werden musste. Nächstes Jahr könnte er zwölf Prozent tiefer liegen.

Netto sollen 3,7 Millionen Franken investiert werden

Im Vergleich mit dem Budget fürs laufende Jahr wächst der Aufwand um 1,63 Millionen Franken, während die Einnahmen um 170000 Franken tiefer liegen, vor allem weil mit weniger Gewinn- und Kapitalsteuern gerechnet wird.

Die Investitionsrechnung sieht für das nächste Jahr Nettoinvestitionen von 3,7 Millionen Franken vor. Das Gros davon fliesst in Strassenarbeiten, wie Gröble sagt. 2020 soll etwa die Grüntalstrasse saniert und ausgebaut werden.

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