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WISG will neues Busdepot zum Bahnhof St.Fiden verlegen

Die Wirtschaft Region St.Gallen schlägt einen alternativen Standort für das neue
Busdepot vor: Es soll zum Bahnhof St.Fiden kommen und die dortige Arealentwicklung fördern.
David Gadze
Ein Dach über den Gleisen für Wohnen, Arbeiten – und Busse: So stellt sich die WISG das Bahnhofareal St.Fiden vor. (Illustration: PD/Cédric Bosshard)

Ein Dach über den Gleisen für Wohnen, Arbeiten – und Busse: So stellt sich die WISG das Bahnhofareal St.Fiden vor. (Illustration: PD/Cédric Bosshard)

Diesen Sommer will die Stadt St.Gallen einen Masterplan für die Entwicklung des ganzen Gebiets rund um den Bahnhof St.Fiden vorlegen. Die Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) hat sich in der Vergangenheit stark für eine Überdachung des Bahnhofsareals eingesetzt. Nun kommt die WISG mit einem neuen Vorschlag, der ein Dach über den Gleisanlagen aus ihrer Sicht beflügeln würde: Sie fordert den Stadtrat auf, im Rahmen der Planung für das neue Busdepot den Standort beim Bahnhof St.Fiden näher zu prüfen. Mit einem solchen Projekt könnte die Stadt als Ankerinvestor einen ersten, wichtigen Impuls für eine «Stadt über den Bahngleisen» geben und damit weitere Investoren anziehen, schreibt die WISG in einer Mitteilung.

In Kombination mit dem Busdepot könnte dort ein Fernbus-Terminal realisiert werden, der die heutige, völlig unbefriedigende Lösung auf der Nordseite des Hauptbahnhofs ablösen würde. Zudem könnten öffentliche Parkplätze entstehen, sodass St.Fiden zum idealen Einstiegspunkt für Park-and-Ride-ÖV-Kunden würde. Auch das bedeute eine Entlastung für das Gebiet um den Hauptbahnhof. In St.Fiden würde so schliesslich ein neuer ÖV-Knotenpunkt realisiert, weil die Fernbusse hier starten und ankommen würden. Dies erhöhte auch den Druck auf die SBB, das S-Bahn-Konzept in St.Gallen konsequent umzusetzen, schreibt die WISG: Die Verbindung von St.Fiden über den Hauptbahnhof nach Winkeln beziehungsweise Haggen würde zur S-Bahn-Strecke «anstelle einer dann unnötigen Tramverbindung».

Die Bodenpreise spielen eine grosse Rolle

Vertieft geprüft habe die WISG die Machbarkeit ihres Vorschlags nicht, sagt Präsident David Ganz. «Momentan ist es noch eine visionäre Idee.» Platz habe es jedenfalls genug im Areal. Die entscheidende Frage sei vermutlich, wie teuer der Boden wäre.

Die WISG begrüsse es, dass die Stadt das bestehende Busdepot verlegen möchte, sagt Ganz. Dies ermögliche am heutigen Standort eine «zukunftsorientiertere und wertschöpfungsintensivere Lösung», gerade im Zusammenhang mit dem diskutierten Med-Tech-Cluster beim Kantonsspital. Die von der Stadt favorisierte Lösung mit einem Neubau bei der Verzweigung Zürcher Strasse/Rechenstrasse sei jedoch nicht ideal. Zum einen sei die Zürcher Strasse jetzt schon ein Flaschenhals. Durch die geplante Verengung des Strassenraums im Bereich Lachen werde sich die Situation weiter verschärfen. «Unter diesen Voraussetzungen westlich des Stadtzentrums ein Depot zu planen, zu dem alle Busse über die Zürcher Strasse fahren müssen, ist deshalb nicht die beste Lösung.» Zum anderen handle es sich um einen Standort, der sich aufgrund der Nähe zum Schwimmbad Lerchenfeld und den Sportanlagen für Eishockey, Tennis und Fussball für Wohnraum eigne, sagt Ganz:

«Wir müssen mit unseren Baulandreserven schonend umgehen.»

Doch wäre das Busdepot im Areal des Bahnhofs St.Fiden überhaupt zu den jetzigen Konditionen realisierbar oder würden die Kosten aufgrund der Bodenpreise explodieren? «Mit Sicherheit ist der Boden teurer als am jetzigen Standort, alles andere wäre eine Illusion», sagt Ganz. Die Frage sei, wie viel der Stadt «das Schaffen der Zukunft» wert sei. Dort biete sich ihr eine Chance, wie sie nur wenige Städte in der Schweiz hätten. Das klingt fast so, als sei das Schicksal des Areals Bahnhof St.Fiden an den Bau des Busdepots gebunden. David Ganz relativiert: «Zumindest das Prüfen des Standortes wäre eine grosse Chance.»

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