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Wird bald ein Platz nach ihr benannt? Giulia Steingruber ist Gossauer Ehrenbürgerin

Am Freitagabend wurde Kunstturnerin Giulia Steingruber zur Ehrenbürgerin ernannt, als erste Frau und mit Abstand als jüngste. Der höchste Gossauer schlug vor, einen Platz nach ihr zu benennen.
Johannes Wey
Giulia Steingruber nach ihrer Ernennung zur Ehrenbürgerin. (Bild: Ralph Ribi)

Giulia Steingruber nach ihrer Ernennung zur Ehrenbürgerin. (Bild: Ralph Ribi)

Bei der Ortsbürgergemeinde drehte sich am Freitagabend alles um Giulia Steingruber, die erfolgreichste Kunstturnerin der Schweiz. «Es ist ein schönes Gefühl, dass Gossau immer hinter mir steht», sagte Steingruber vor den Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern im Werk 1.

Zunächst wollte sich dann aber jeder neben und nicht hinter sie stellen, die Fotosession nach der Ehrung zog offizielle und Kinder gleichermassen an. Diese Ehrenbürgerschaft annehmen zu dürfen sei für sie eine «extreme Ehre» sagte Steingruber, als sich der erste Andrang gelegt hatte. Der Rückhalt in Gossau gebe ihr Kraft und Motivation. Den Rummel sei sie sich sonst eher nach sportlichen Erfolgen gewohnt. «Sonst stehe ich lieber nicht im Scheinwerferlicht.»

Damann sähe sie gerne noch öfter im Staatskeller

Ausgeleuchtet wurden das Leben und die Karriere Steingrubers gründlich: Ortsbürgerpräsident Matthias Berger zeigte zur Einstimmung einen Videoclip über Steingruber. «Es tschuderet mich immer, Sportbilder mit solcher Musik zu sehen», sagte Berger, der auch beruflich mit Steingruber zu tun hat: Seine Agentur Sportsemotion ist für das Marketing der Kunstturnerin zuständig.

«Das ist eine extreme Ehre für mich. Es ist ein schönes Gefühl, dass Gossau immer hinter mir steht.»

Es folgte die Laudatio von Alex K. Fürer, der die Ehrenbürgerschaft 2010 erhalten hatte. Er trug einen Abriss ihrer Karriere vor, in welcher Steingruber schon an ihrer ersten Schweizer Meisterschaft zwei Medaillen und – 2011 und damit drei Jahre nach ihrem Wechsel ins Leistungszentrum Magglingen – mit Goldmedaillen in allen Einzeldisziplinen erste Ausrufezeichen gesetzt hatte.

18 Bilder

Giulia Steingruber wird Ehrenbürgerin von Gossau

Dann kamen die Gratulationen der Regierung, überbracht vom Gossauer Regierungsrat Bruno Damann, verbunden mit dem Wunsch, Steingruber bald wieder nach einem Medaillengewinn auf eine Bratwurst im Staatskeller zu empfangen. Er lobte Steingruber auch dafür, wie sie sich nach Verletzungen jeweils zurückgekämpft habe. Als Sportmediziner wisse er, wie schwierig dies ist, sagte der ehemalige FCSG-Arzt.

Und schliesslich brachte der höchste Gossauer Markus Mauchle die Idee ins Spiel, bei den neuen Sportanlagen ein Platz oder eine Allee nach Steingruber zu benennen.

Blumen für Mutter Fabiola

Auch abseits des Rednerpults waren Amts- und Würdenträger gut vertreten. Da waren alt Bundesrat Arnold Koller, ebenfalls Gossauer Ehrenbürger, die beiden Stadträtinnen Helen Alder und Claudia Martin, der Leiter des kantonalen Amts für Sport und der Gossauer Sportkoordinator Norbert Thaler. Auch Giulia Steingrubers Eltern und Grosseltern waren dabei. Gewürdigt wurde namentlich Mutter Fabiolas Unterstützung, etwa, wenn sie wegen geschwänzter Schulstunden der Tochter nach Biel habe fahren müssen. Als späten Trost gab es dafür zwei Blumensträusse.

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