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Experte hofft auf viele Zwetschgen vom Tannenberg: «Wir rechnen mit der besten Ernte seit langem»

Durch die guten Wetterbedingungen seit dem Frühling rechnet die Fachstelle Obstbau beim Landwirtschaftlichen Zentrum des Kantons mit einer ausgiebigen Zwetschgenernte. Dem Verantwortlichen der Fachstelle, Richard Hollenstein, sind seit kurzem die genauen Zahlen der Ernteschätzung bekannt.
Fabian Egger
Die Ostschweiz ist das grösste Zwetschgenanbaugebiet der Schweiz. (Bild: Reto Martin)

Die Ostschweiz ist das grösste Zwetschgenanbaugebiet der Schweiz. (Bild: Reto Martin)

Sie haben die Grösse der kommenden Zwetschgenernte geschätzt. Zu welchem Resultat sind Sie gekommen?

In der Ostschweiz, das heisst in den Kantonen St. Gallen und Thurgau rechnen wir mit einem Erntetotal von 1335 Tonnen Zwetschgen. Damit sind wir schweizweit das klar grösste Tafelzwetschgenanbaugebiet.

Richard Hollenstein von der Fachstelle Obstbau beim Landwirtschaftlichen Zentrum SG. (Bild: PD)

Richard Hollenstein von der Fachstelle Obstbau beim Landwirtschaftlichen Zentrum SG. (Bild: PD)

Wie gross ist diese Zahl im Vergleich zu vergangenen Jahren?

Wir befinden uns in einem sehr guten Zwetschgenjahr. 2017 ernteten wir nur 362 Tonnen. Zuletzt trugen die Bäume 2014 ähnlich viele Früchte. Damals nahmen wir 1116 Tonnen Zwetschgen ab. An den Rekordsommer von 2003 kommen wir aufgrund der vorliegenden Schätzung nicht heran. Dieses Jahr ist aber nicht nur mengenmässig, sondern auch qualitativ auf hohem Niveau. Die Früchte enthalten viel Zucker und sind sehr aromatisch.

Weshalb ist die Ernte in diesem Jahr ausgiebiger als sonst?

Die Bedingungen sind seit dem Frühling optimal. Wir hatten keinen späten Temperatureinbruch wie in den vergangenen zwei Jahren und die Witterung blieb während der Blüte und auch im Vorsommer und Sommer gut. Die Zwetschgenbäume lieben die Wärme, die in letzter Zeit herrschte. Zudem hatten die Bäume im vergangenen Jahr so wenige Früchte getragen, dass sie in diesem Frühling besonders viel Energie in die Blütenknospen stecken konnten.

Können die Unterschiede zwischen Schätzung und effektiver Ernte gross sein?

Davon gehe ich nicht aus. In den vergangenen Jahren schätzten wir immer recht gut. Allerdings kann es sein, dass es den Bäumen doch noch zu trocken wird, wenn sich das Wetter so weiterzieht. Das würde sich dann negativ auf das letzte Fruchtwachstum auswirken. Auch Gewitter und vor allem Hagelstürme könnten die Früchte beschädigen. Bleiben diese bis Anfang September und dem Ende der Ernte aus, so wird die geschätzte Zahl ziemlich genau stimmen.

Sie haben gesagt, dass die Bäume nach den schwachen Ernten im vergangenen Jahr mehr Energie für die Knospen zur Verfügung hatten. Muss man nun damit rechnen, dass die Bäume im kommenden Jahr weniger Früchte tragen?

Das muss nicht unbedingt sein. Wir versuchen die Bäume so gut wie möglich zu versorgen, damit sie sich bis im Frühling regenerieren können. Deshalb sollte der Energieverlust nicht allzu gross sein. Wie jedes Jahr wird hauptsächlich das Wetter darüber entscheiden, wie die Zwetschgenernte ausfallen wird.

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