«Wir haben nicht zwei Jahre lang pausiert»: Das Otmarstheater zeigt erstmals eine Eigenproduktion

Zum ersten Mal tritt die Theatergruppe Otmarstheater mit einer Eigenproduktion auf.

Rafael Hug
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Birgit Frei-Urscheler präsidiert das Otmarstheater. Bild: Rafael Hug

Birgit Frei-Urscheler präsidiert das Otmarstheater. Bild: Rafael Hug

Nach zwei Jahren ohne Auftritte kommt der Theaterverein Otmarstheater mit neuem Namen und neuem Konzept zurück. Die Premiere ihres neuen Stücks «Airport_ZRH321_!» findet am morgen Freitag, 20 Uhr, im ehemaligen Kino Storchen statt. Anders als die bisherigen, jährlich erscheinenden Stücke ist dieses eine Eigenproduktion.

«Für den Verein waren die letzten zwei Jahre keinesfalls eine Ruhephase», erklärt Birgit Frei-Urscheler, Präsidentin des Vereins. Sie spricht von einer Phase der Neuorientierung. «Wir spielten viel Improvisationstheater und nahmen uns Zeit für den Verein.» So hätten die Mitglieder einen neuen Stil gefunden und sich besser kennen gelernt. In dieser Produktionspause sei der Grundstein für das neue Theaterstück gelegt worden.

«Airport_ZRH321_!» sei aus verschiedenen Elementen der Improvisationssessionen entstanden. Bei den vielen abendlichen Proben habe sich die Geschichte fortlaufend entwickelt. Die Regisseurin Rita Bänziger koordinierte und leitete diesen Prozess. Als einzige im Verein ist Bänziger professionell im Schauspielbereich tätig.

Die zehn Laienschauspieler vereinen in ihrem Werk Elemente der Schauspielerei, der Musik und des Tanzes. Diese Kombination solle dem Theaterspiel viel Ausdrucksstärke geben. «Der Zuschauer soll in eine Welt der Fantasie eintauchen».

Zusammentreffen von zehn fremden Reisenden

«Das Stück widmet sich einer Alltagssituation, in die auch Zuschauerinnen und Zuschauer hineingeraten können», erzählt Frei-Urscheler. Zehn Fremde treffen auf dem Flughafengate aufeinander. Ihr Flug wird gestrichen, worauf sie gezwungen sind, die Wartezeit gemeinsam zu verbringen. «Schnell entwickelt sich eine Dynamik. Jeder bringt seinen eigenen Rucksack an Erfahrungen und Lebenssituationen mit», sagt Frei-Urscheler. So ergebe sich ein aufregendes Zusammenspiel der Persönlichkeiten. Am Höhepunkt entlade sich die Situation und es komme zu einer Wende.

Das Stück solle den Zuschauern einen Spiegel vorhalten. «Wir wollen einen Anstoss geben, in der Hektik des Alltags wieder mehr Chancen Begegnungen zu sehen.»

Premiere ist am 15. November

Spieldaten und Tickets unter www.otmarstheater.ch