Steinböcke
Die Wildparkgesellschaft Peter und Paul in St.Gallen braucht 1,2 Millionen: Projekt für neues Gebäude und Kirchlihaus-Sanierung ist zwar fertig, doch was fehlt, ist viel Geld

Beim Wildpark Peter und Paul in St.Gallen soll ein neues Ökonomiegebäude gebaut werden. Gleichzeitig will man das unter Denkmalschutz stehende Kirchlihaus auf der Kuppe hoch über der Stadt aussen sanieren. Die Kosten: 1,5 Millionen Franken. Gesichert ist ein Fünftel durch ein Legat. Die Gesellschaft sucht jetzt Geldgeber.

Daniel Wirth
Merken
Drucken
Teilen
Das Ökonomiegebäude (rot) kommt unmittelbar beim Kirchlihaus zu stehen.

Das Ökonomiegebäude (rot) kommt unmittelbar beim Kirchlihaus zu stehen.

Wildpark Peter und Paul

Der Wildpark Peter und Paul braucht Raum. Für einmal nicht für Tiere, sondern für Gerätschaften und Futter. Die Wildparkgesellschaft plant aus diesem Grund den Bau eines neuen Ökonomiegebäudes unmittelbar beim Kirchlihaus, wie sie diese Woche informierte. Die Pläne für den Neubau hat der Herisauer Architekt Paul Knill gezeichnet. Er projektierte bereits das neue Wildpark-Haus, wie es in den Unterlagen der Gesellschaft heisst.

Schlichtes Gebäude aus Beton und Holz

Der schlichte Neubau wird in Beton und viel Holz gehalten. Er hat ein Satteldach. Laut Wildparkgesellschaft passt sich der Neubau gut ein ins Ensemble auf der Kuppe hoch über der Stadt. Die geschätzten Kosten belaufen sich inklusive einer Reserve auf rund 1,2 Millionen Franken.

Gleichzeitig will die Wildparkgesellschaft das unter Schutz stehende Kirchlichaus sanieren. Es wurde von 200 Jahren gebaut und letztmals 1977 umfassend renoviert. Jetzt ist eine Erneuerung der Gebäudehülle geplant. Kostenpunkt: Rund 300'000 Franken. Insgesamt will die Wildparkgesellschaft demnach rund eineinhalb Millionen investieren.

Toni Bürgin ist Direktor des Naturmuseums und im Vorstand der Tierparkgesellschaft.

Toni Bürgin ist Direktor des Naturmuseums und im Vorstand der Tierparkgesellschaft.

Ralph Ribi

Davon sind ein Fünftel, also 300'000 Franken durch ein Legat gesichert. Der Restbetrag von 1,2 Millionen Franken soll durch substanzielle Beiträge von Stadt und Kanton St.Gallen sowie Beiträge von umliegenden Gemeinden, von Stiftungen, Unternehmen und Privaten erfolgen, wie Toni Bürgin, Mitglied des Vorstands und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, auf Anfrage sagt. Den Mitgliedern der Tierparkgesellschaft würden die Pläne am 22. Juni an einer ausserordentlichen Versammlung präsentiert.

Erste Signale von Geldgebern sind da

Bürgin sagt, das Projekt sei ausführungsreif, aber die Finanzierung sei noch nicht gesichert. Die nötigen Beitragsgesuche seien in Vorbereitung. 1,2 Millionen Franken seien für die Wildparkgesellschaft Peter und Paul viel Geld, in Zeiten einer Pandemie umso mehr. Er sei trotzdem zuversichtlich, dass der Betrag aufgetrieben werden könne. Es gebe erste Signale von Beitraggebern und Gönnern. Ist das Geld erst einmal beisammen, rechnet Toni Bürgin mit einer Bauzeit von acht bis neun Monaten für die Kirchlihaus-Sanierung und das neue Gebäude.

Das neue Gebäude (rot) von Osten her. Der Weiler befindet sich südlich des Wildparks auf der Kuppe über der Stadt.

Das neue Gebäude (rot) von Osten her. Der Weiler befindet sich südlich des Wildparks auf der Kuppe über der Stadt.

Wildpark Peter und Paul