Der Vorhang öffnet sich wieder

LENGGENWIL. Vor drei Jahren standen die Mitglieder des Theaters Lenggenwil letztmals für eine Produktion auf der Bühne. Übermorgen Samstag ist es wieder so weit: Dann ist Premiere für das Lustspiel «S'Herz am rechte Fleck». Eine grössere Produktion wird nicht ausgeschlossen.

Zita Meienhofer
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Seit Jahresbeginn probt Theater Lenggenwil für die Aufführung des Lustspiels «S'Herz am rechte Fleck». (Bild: pd)

Seit Jahresbeginn probt Theater Lenggenwil für die Aufführung des Lustspiels «S'Herz am rechte Fleck». (Bild: pd)

Seit 1980 inszeniert Peter Bernhardsgrütter in Lenggenwil Theaterproduktionen mit verschiedenen Gruppierungen. War es damals die Jungwacht mit «D'Zäller Wiehnacht», brachte er Mitte der 1990er-Jahre mit dem Kirchenchor «Die kleine Niederdorfoper» auf die Bühne, leitete einige Jahre zuvor das Festspiel zum Kirchenjubiläum und war die treibende Kraft sowie Regisseur bei den Freilichtspielen «Ueli dä Chnächt» (2003) und «Ueli dä Pächter» (2008). In der Zwischenzeit wurde der Verein Theater Lenggenwil gegründet, und regelmässig – meist jährlich – wurden ganz unterschiedliche Bühnenstücke aufgeführt.

Raumproblem gelöst

Nach der Inszenierung des Passionsspiels im März 2012 wurde es ruhig. Der Verein brauchte eine Pause. Zwar dachte Peter Bernhardsgrütter bereits vergangenen Frühsommer daran, im Herbst wieder ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Raumprobleme liessen seinen Plan scheitern. «Turnhalle und Bühne im Mehrzweckgebäude sind im Herbst und gegen Jahresende sehr gut besetzt», sagte er. Während dieser Zeit ist es unmöglich, die Bühne mehrmals wöchentlich für Proben zu besetzen. Zudem hätte die Bestuhlung in der Turnhalle zwischen den Aufführungsdaten immer wieder weggeräumt werden müssen, da der Turnbetrieb aufrechterhalten werden muss. Nun wurde eine Lösung gefunden. Die Aufführungen finden während der Sportwoche statt, wenn die Turnhalle frei ist.

Ein Klassiker von einst

Seit Anfang Jahr wird in Lenggenwil nun geprobt. «S'Herz am rechte Fleck» heisst die neuste Produktion. Es ist ein Lustspiel in drei Akten – und eine ganz andere Art Theaterstück, als die Kenner des Theaters Lenggenwil es gewohnt sind. Gemäss Bernhardsgrütter hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben, unterschiedliche Werke aufzuführen. Er kannte das Lustspiel von früher, es hatte ihm damals schon gefallen. Es sei ein Klassiker, sagt er, passe jedoch genauso gut in die Gegenwart. Das Stück handelt von drei ledigen Brüdern, die lieber angeln als ihren Hof bewirtschaften. Damit doch noch etwas Ordnung herrscht, engagieren sie die Haushaltshilfe Marie. Diese bringt den Hof auf Vordermann und heizt auch den Brüdern tüchtig ein. Inszeniert wird es vom Theater Lenggenwil im bislang üblichen Rahmen. Mit Musik und Gesang vor und nach dem Theater sowie in den Pausen soll «Komödienstadel»-Stimmung aufkommen. Zudem ist das Theaterrestaurant geöffnet.

Ideen für die Zukunft

Dass in den nächsten Jahren wieder eine grössere Produktion auf Lenggenwils Bühne gespielt wird, möchte Peter Bernhardsgrütter nicht verneinen. Mehr könne er zurzeit jedoch nicht sagen, es sei einfach noch nicht spruchreif. Was in näherer Zukunft zur Aufführung gelangen soll, dafür hat er konkrete Ideen: «D'Zäller Wiehnacht». Er möchte etwas mit Kindern machen, diese fürs Theaterspielen begeistern. «Denn», erklärt der mehrfache Vater und Grossvater, «es ist wie im Sport, die Kleinen müssen früh abgeholt werden.»

Aufführungen: 28. Februar, 4./6./ 7. März jeweils um 19.30 Uhr, 1. und 8. März um 14 Uhr im Mehrzweckgebäude Lenggenwil