Uzwil bekommt eine IG Sport

Nach Wil, Gossau und Herisau soll auch Uzwil eine Interessengemeinschaft (IG) Sport erhalten. Am Dienstagabend wurde in den Räumen des Clientis-Beratungszentrums der Grundsatzentscheid dazu gefällt.

Urs Nobel
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Der Aufwand hat sich gelohnt, die Exponenten der Informationsveranstaltung freut's: Gastgeber Adrian Müller vom Clientis-Beratungszentrum, Kathrin Germann und Referent Norbert Thaler (rechts). (Bild: Urs Nobel)

Der Aufwand hat sich gelohnt, die Exponenten der Informationsveranstaltung freut's: Gastgeber Adrian Müller vom Clientis-Beratungszentrum, Kathrin Germann und Referent Norbert Thaler (rechts). (Bild: Urs Nobel)

ALLGEMEIN. Vertreter aus 26 Sportvereinen sowie verschiedene Behördenvertreter wollten genauer wissen, warum Uzwil eine IG Sport bekommen soll und wozu eine solche gut sein kann. Ihr Informationsdurst wurde gestillt. Referent Norbert Thaler, einst neun Jahre Präsident der IG Sport Gossau, informierte in sachlicher Art und Weise und wusste seine Ausführungen immer wieder mit Beispielen zu untermalen. Weil Gossau und Uzwil miteinander vergleichbar sind, konnte gut nachvollzogen werden, wie eine IG Sport in Uzwil funktionieren könnte.

Ja zu einer IG Sport

Das Referat von Norbert Thaler war als Initialzündung gedacht und verfehlte die Wirkung nicht. Nach einer Stunde waren sich die Vereinsvertreter einig: «Wir wollen eine IG Sport in Uzwil.» Die Anwesenden sahen vor allem Vorteile im Nutzen von Synergien für den Sport, die sporttreibende Jugend, aber auch im Umgang mit den Behörden. «Gemeinsam und einig können wir unsere Interessen besser vertreten.»

Es gab aber auch kritischere Worte oder Fragen: «Wie lange wird es nach der Gründung einer IG dauern, bis diese funktioniert und die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind?» Oder: «Haben kleinere Vereine auch etwas zu sagen in diesem neuen Gebilde?» Norbert Thaler zeigte sich ehrlich und meinte, dass es etwa fünf Jahre dauern kann, bis eine IG Sport richtig funktioniert und sich auch die nötige Akzeptanz verschafft hat. Zur Frage der kleinen Vereine sagte er: «Es ist sinnvoll, wenn der Vorstand der IG Sport mit Vertretern der grösseren Vereine besetzt ist. Den kleineren soll die Rolle einer GPK zukommen.» Das sei aber Theorie und müsse nicht zwingend so sein. «Wichtig ist, dass der Vorstand aktiv ist und innerhalb des Gremiums und gegen aussen funktioniert.»

Gemeinsam ist das Zauberwort

Zahlreiche Beispiele aus Gossau zeigten den Vereinsvertretern aus Uzwil auf, dass alle etwa mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Tauschen mit Gossau möchte zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand. Dort stehen viele bauliche Massnahmen an, und die Diskrepanz zwischen Wünschenswertem und Realisierbarem scheint riesig. So erstaunte beispielsweise, dass der Referent von Projekten sprach, die teilweise erst in 15 Jahren und noch später oder gar nie realisiert werden. Bleibend deshalb die Aussage Thalers: «Die Stadt kommuniziert fast ausschliesslich nur noch mit den Exponenten der IG Sport. Einzelvorstösse haben gar keine Chancen.» Daher sei es wichtig, dass man alles gemeinsam mache und auf Alleingänge verzichte. «Mir ist aber klar, dass dies nicht immer so einfach ist.»

In einem Jahr

In genau einem Jahr soll die Gründungsversammlung der IG Uzwiler Sport über die Bühne gehen. Bis dahin will sich ein Gremium um Initiantin Kathrin Germann mit den notwendigen Vorarbeiten befassen: Definieren der Ziele, des Zwecks und der möglichen Aufgaben der IG. Stellenbeschriebe und Anforderungsprofile des Vorstands. Erarbeiten der Statuten, Kreieren eines Logos. Organisatorisches, Vorstandsbesetzung, Mitgliederliste. Wenn all diese Arbeiten über die Bühne sind, ist der 11. März 2015, und dieser Tag soll in Uzwil Sportgeschichte schreiben.

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