Islamzentrum: Rekurs eingelegt

WIL. Das islamische Begegnungszentrum an der Rosenstrasse in Wil kann noch nicht gebaut werden. Die IG Wiler Süden erhebt beim Baudepartement des Kantons St. Gallen Beschwerde gegen die von der Stadt Wil erteilte Baubewilligung.

Hans Suter
Drucken
Teilen
Bald kein Strassenfussball mehr: Die IG Wiler Süden befürchtet das Aufkommen von mehr Verkehr wegen des islamischen Begegnungszentrums. (Bild: Ralph Ribi)

Bald kein Strassenfussball mehr: Die IG Wiler Süden befürchtet das Aufkommen von mehr Verkehr wegen des islamischen Begegnungszentrums. (Bild: Ralph Ribi)

Die Geschichte um das umstrittene islamische Begegnungszentrum in Wil ist um ein Kapitel reicher. In einer Medienmitteilung bestätigt die IG Wiler Süden: «Da die Baukommission der Stadt Wil am 9. November trotz 300 eingegangener Einsprachen die Baubewilligung für ein islamisches Begegnungszentrum erteilt habe, hätten nun Vertreter der IG Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen eingereicht.»

«Unsorgfältig gearbeitet»

«Dieser zweifelhafte Entscheid der Wiler Baukommission wirft doch viele Fragen auf», schreibt die IG und stellt drei Fragen explizit: «Gelten die gültigen Bauvorschriften bei diesem Bauvorhaben nicht? Können die Bedenken von 300 Bürgern einfach übergangen werden? Ist die Wiler Baukommission fähig, ein solches Verfahren neutral und richtig zu bearbeiten?»

Als Fazit daraus schreiben die Rekurrenten: «Einige Vorkommnisse deuten auf unsorgfältiges Arbeiten hin.» «Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Wiler Baukommission auf diese Weise aus der Verantwortung ziehen möchte und einen unattraktiven Entscheid an die nächste Instanz weiterleitet», schreiben die nicht namentlich genannten Vertreter der IG Wiler Süden weiter. Durch den Rekurs beim kantonalen Baudepartement erwartet die IG Wiler Süden eine Korrektur der Baubewilligung.

«Haltlose Unterstellung»

Der zuständige Wiler Stadtrat, Marcus Zunzer, weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als «haltlose Unterstellung».