Mit allen Sinnen erleben

Mit einem Schau- und Probiernetz wollen Produzenten und Anbieter von Dienstleistungen Einheimischen und Gästen das Neckertal näherbringen. Das Projekt ist in den Startlöchern.

Adi Lippuner
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Verschiedene Rassenhühner picken Ursula Toggenburg, Barbara Aebli und Pavel Beco (von links) die Körner direkt aus den Händen. (Bilder: Adi Lippuner)

Verschiedene Rassenhühner picken Ursula Toggenburg, Barbara Aebli und Pavel Beco (von links) die Körner direkt aus den Händen. (Bilder: Adi Lippuner)

NECKERTAL. Wenn die Gäste nicht von allein kommen oder es in einem Betrieb mehr Umsatz vertragen würde, gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann jammern oder handeln. Im Neckertal handeln sie.

Zehn Produzenten und Anbieter von Dienstleistungen haben sich dem Schau- und Probiernetz angeschlossen und bieten unter dem Motto «Schauen und Probieren» eine Vielfalt von Erlebnissen an. Weitere Teilnehmer sind willkommen.

Vielfalt sichtbar machen

«Wir wollen Familien, Gruppen, Schulklassen oder Organisatoren von Firmenausflügen ansprechen», so die Projektverantwortliche Barbara Aebli aus Ebersol. «Unser Ziel ist es, die Vielfalt einheimischer und exotischer Nutz- und Haustierrassen, aber auch Nutzpflanzen aufzuzeigen. Interessierten wird die Möglichkeit geboten, den Produzenten bei der Arbeit über die Schultern zu schauen oder auch selbst Hand anzulegen.» Je nach Wunsch der Besucherinnen und Besucher werden auch Rahmenprogramme organisiert. Gemütliches Beisammensein bei einem Apéro nach dem Rundgang durch den Kräutergarten; Konfitüre aus alten Beeren- oder Obstsorten herstellen; die Vielfalt eines Landgasthofes und die Gastfreundschaft der Besitzerfamilie kennenlernen; Einblick in die Haltung gefährdeter Schweizer Nutztierrassen erhalten oder sich bei einer Bauernhof-Olympiade messen – die Angebote sind so vielfältig wie die Betriebe, welche sich dem Schau- und Probiernetz angeschlossen haben.

Auf Wünsche eingehen

Angedacht sind auch vernetzte Angebote wie eine Wanderung vom Kräutergarten zu einem der angeschlossenen Bauernbetriebe, wobei die Schwerpunkte von den Teilnehmenden selbst gewählt werden können. «Wir sind offen für die Wünsche von Gästen und Einheimischen und wollen zeigen, was das Neckertal zu bieten hat», bringt die Kräuterfachfrau Barbara Aebli ihr Anliegen auf den Punkt. Die Grundlage zum aktuellen Projekt sei bei den umfangreichen Vorarbeiten und durch Einsatz finanzieller Mittel für den Naturpark Neckertal, der dann bei der Abstimmung abgelehnt wurde, gelegt worden. «Dank finanzieller Unterstützung durch den WWF und den St. Galler Bauernverband und der ehrenamtlichen Tätigkeit unserer Projektgruppe ist es trotzdem möglich, einiges zu bewegen.»

Mit den zehn teilnehmenden Betrieben ist das Schau- und Probiernetz Neckertal breit aufgestellt. «Doch wir freuen uns, wenn das Angebot noch weiter ausgeweitet wird. Die Projektgruppe ist offen für weitere Ideen», so Barbara Aebli. Durch ihre Mitarbeit im Vorstand von Neckertal Tourismus ist zudem auch die Vernetzung des Angebots mit den touristischen Möglichkeiten sichergestellt. «Interessenten können bei der Geschäftsstelle von Neckertal Tourismus ein Gesamtpaket, von der Unterkunft über Verpflegung bis hin zu ganz verschiedenen Erlebnissen, buchen.»

Die Kois holen sich das Fischfutter aus den gefüllten Nuggis.

Die Kois holen sich das Fischfutter aus den gefüllten Nuggis.