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Dank Silvia Schlegel sitzt bald wieder eine Frau im Wittenbacher Gemeinderat

Silvia Schlegel stellt sich für den Wittenbacher Gemeinderat zur Wahl. Sie ist die einzige Kandidatin für die Nachfolge von Thomas Zünd – und wäre die einzige Frau im Gremium.
Marco Cappellari
Silvia Schlegel ist in Wittenbach aufgewachsen und engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Vereinen in der Gemeinde. (Bild: Ralph Ribi)

Silvia Schlegel ist in Wittenbach aufgewachsen und engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Vereinen in der Gemeinde. (Bild: Ralph Ribi)

Silvia Schlegel wohnt schon fast ihr ganzes Leben lang in Wittenbach. «Einmal habe ich kurz in Muolen gelebt», sagt die 42-Jährige. Ansonsten ist sie ihrer Heimatgemeinde stets treu geblieben. «Ich könnte es mir nicht vorstellen, woanders zu wohnen», sagt Schlegel. «Wittenbach mit seiner Nähe zum See, den Bergen und der Stadt St. Gallen hat eine einmalige Lage. Ausserdem ist es immer noch ein Dorf, man kennt sich.» Schlegel ist die Kandidatin der SP für die Ersatzwahl in den Wittenbacher Gemeinderat am 23. September. «Wer Veränderungen möchte, kann nicht nur verlangen, sondern sollte etwas dafür tun», begründet sie ihre Motivation. Ausserdem könne sie es sich zeitlich gut einrichten, da ihre Kinder bald erwachsen sind.

Ihre Wahl gilt als sicher, da für die Ersatzwahl für den Ende Jahr abtretenden Parteikollegen Thomas Zünd keine anderen Kandidaten aufgestellt sind. Schlegel wäre die einzige Frau im Gremium. Denn der Wittenbacher Gemeinderat setzt sich momentan ausschliesslich aus Männern zusammen.

«Dem Gemeinderat wird eine weibliche und jüngere Person gut tun.»

Schlegels Ansicht scheint Konsens zu sein: Auch die übrigen Parteien haben ihre Zustimmung signalisiert.

Vereine haben hohen Stellenwert

Trotz des konkurrenzlosen Wahlkampfes nehme Schlegel die Sache aber ernst. Die Sachbearbeiterin in einer Physiotherapie-Praxis hat bereits als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission der Primarschulgemeinde politische Erfahrung gesammelt. Ausserdem ist sie Mitglied in der Arbeitsgruppe Vereine und Freiwilligenarbeit. «Die Vereine liegen mir sehr am Herzen», sagt sie. Seit 2013 ist sie im Vorstand des Wittenbacher Nähcafés. «Die Kontakte und Begegnungen, die ich dort habe, gibt es nirgends sonst.» Bis 2017 war sie ausserdem Vorstandsmitglied bei dem Familienverein Familie mitenand.

Lokalpolitik ohne Frauen

Seit 2017 ist der Wittenbacher Gemeinderat wieder ein reines Männergremium. Ende 2016 trat die letzte Gemeinderätin, CVP-Politikerin Marlies Lorenz, nach 16 Jahren im Amt zurück. Seit 1985 war bis auf wenige Ausnahmen stets mindestens eine Frau im Rat vertreten. Das Bedürfnis, nach zwei Jahren wieder eine Frau mit ins Boot zu holen, geht über die Parteigrenzen hinaus. Die FDP Wittenbach-Muolen beispielsweise hat vergangenen Donnerstag die SP-Frau zur Wahl empfohlen. Es sei schwierig, Frauen für politische Ämter zu motivieren, sagte der abtretende Gemeindepräsident Fredi Widmer im Dezember gegenüber dem «Tagblatt». Er finde, eine Frau täte dem Gremium gut. Widmers Nachfolge wird auf jeden Fall männlich sein. Drei Kandidaten stellen sich zur Wahl. (mac)

Schlegel schätzt das Soziale, das Miteinander. Um in Zukunft die Vereinsarbeit und ihr politisches Mandat unter einen Hut zu bringen, wird sie gar ihr 40-Prozent-Pensum reduzieren. Als Ausgleich zu ihrer Arbeit und Vereinstätigkeit geht die dreifache Mutter Walken oder Spazieren. «Hauptsächlich im Peter und Paul. Das ist meine Kraftquelle.»

Den Wittenbacher Bürgerinnen und Bürgern will sie vor allem ein offenes Ohr für ihre Anliegen bieten. Politisch lehnt sie sich nicht aus dem Fenster. «Erst möchte ich mich einarbeiten, bevor ich politische Schwerpunkte festlege.» Dabei sei sie offen für alle Ämter und Funktionen, auch falls sie bei einer allfälligen Rochade nicht das Ressort Gesundheit/Kultur des abtretenden Thomas Zünd übernehmen würde. «Bereits während meiner Zeit in der GPK der Primarschulgemeinde habe ich gelernt, dass es wichtig ist, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.»

Ihr Amt hätte Silvia Schlegel für mindestens zwei Jahre inne. Dann findet bereits die nächste, ordentliche Gemeinderatswahl statt.

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