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Neuer Mörschwiler Dorfkern: Wettbewerb soll viele Ideen bringen

Für die Neugestaltung des Mörschwiler Dorfkerns haben sich die Grundeigentümer für ein Wettbewerbsverfahren entschieden. In etwa einem Jahr soll ein konkretes Projekt vorliegen.
Perrine Woodtli
Das dreieckige Areal mitten in Mörschwil wird neu gestaltet. (Bild: Ralph Ribi (28. Mai 2018))

Das dreieckige Areal mitten in Mörschwil wird neu gestaltet. (Bild: Ralph Ribi (28. Mai 2018))

Im Herzen Mörschwils soll eine neue Zentrumsüberbauung entstehen. Wie der Dorfkern aussehen wird, ist nach wie vor relativ offen. Nachdem die Mörschwilerinnen und Mörschwiler in einer Onlineumfrage ihre Ideen einbringen konnten, waren sie im Februar zu einer Mitwirkungskonferenz eingeladen.

Zurzeit steht die Realisierung einer privaten Wohn- und Gewerbeüberbauung im Fokus. Es sollen aber auch öffentliche Interessen, etwa ein Generationenhaus und öffentliche multifunktionale Freiräume geprüft werden. Die Hälfte des rund 4000 Quadratmeter grossen Areals liegt heute in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, die übrigen Grundstücksflächen in der Kernzone Dorf. Geplant ist, das ganze Gebiet in die Kernzone umzuzonen.

Die drei Grundeigentümer wollen nun weiter vorwärtsmachen. Der Mörschwiler Gemeinderat und die zwei privaten Grundeigentümer, die Zeblas GmbH und die Immo69 GmbH, haben beschlossen, ein Konkurrenzverfahren, sprich ein Wettbewerbsverfahren, durchzuführen. Dadurch erhoffen sie sich möglichst verschiedene Vorschläge und Lösungen zur Bebauung und Gestaltung des Dorfzentrums.

Mehrere Planer erarbeiten gleichzeitig ein Projekt

Die Gemeinde und die privaten Grundeigentümer hätten in den letzten Monaten verschiedene Ideen und Vorstellungen davon erhalten, was man im Dorfkern machen könne und machen wolle, sagt Mörschwils Gemeindepräsident Paul Bühler. «Jetzt brauchen wir ein konkretes Projekt.» Man müsse zudem prüfen, wie das Gelände mit dem Volumen der einzelnen Vorhaben dereinst ausschauen könnte. «Ein Konkurrenzverfahren ist ein gutes Instrument, um viele Möglichkeiten zu erhalten und am Schluss das beste Projekt auslesen zu können.»

Vorgesehen ist ein Studienauftrag mit Präqualifikation. Dabei erteilt der Investor gleichzeitig mehreren Architekten Studienaufträge für dieselbe Aufgabe. Das Wettbewerbsverfahren startet nach den Sommerferien. Als erstes wird ein Studienprogramm erarbeitet. Dabei gehe es in erster Linie darum, die Spielregeln für den Wettbewerb festzuhalten, so Bühler. «Schliesslich sollen alle, die sich daran beteiligen, dieselben Voraussetzungen haben und die Aufgabenstellung kennen, sprich wissen, was von uns gewünscht wird.»

Danach startet die Präqualifikation. Es gibt eine öffentliche Ausschreibung. Die Eingaben werden auf ihre Eignung geprüft und es wird eine Vorauswahl getroffen. «Unter anderem prüfen wir die Referenzen.» Besteht das Interesse auf beiden Seiten, werde etwa acht Planungsbüros der Studienauftrag erteilt. Schliesslich werden alle Projekte beurteilt und präsentiert und das Beste wird ausgewählt. Bis es so weit ist, dauert es aber noch: Das Wettbewerbsverfahren dauert voraussichtlich ein Jahr.

Verfahren kostet 207000 Franken

Durchführen wird das Verfahren die ERR Raumplaner AG aus St. Gallen. Die Gesamtkosten, inklusive der Preisgelder von rund 100000 Franken an die im Präqualifikationsverfahren auszuwählenden Architekturbüros, betragen rund 207000 Franken. Da im Budget 2019 der politischen Gemeinde kein Kredit vorgesehen ist, hat der Gemeinderat einen Nachtragskredit zu Lasten der Rechnung 2019 von 207000 Franken beschlossen.

Die anderen Grundeigentümer beteiligen sich ebenfalls an den Kosten: die Zeblas GmbH von Rolf Bock mit 24 Prozent und die Immo69 GmbH von Guido Schildknecht mit 17 Prozent. Basis für diesen Verteilschlüssel bilden die Flächen der einzelnen Grundstücke. Die Gemeinde besitzt rund 2390 Quadratmeter, die privaten Eigentümer verfügen zusammen über 1667 Quadratmeter. Der Nettobetrag zu Lasten der Gemeinde beträgt aufgrund ihres Grundstücksanteils rund 122000 Franken.

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