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Wer soll den St.Galler Kulturpreis verleihen?

Die Debatte darüber, wer für die Verleihung des städtischen Kulturpreises zuständig sein soll, geht in die nächste Runde. Der Stadtrat will die Frage nicht isoliert behandeln.
Reto Voneschen
Stadtpräsident Thomas Scheitlin (rechts) überreichte Felix Lehner den städtischen Kulturpreis am 17. November. (Bild: Michel Canonica)

Stadtpräsident Thomas Scheitlin (rechts) überreichte Felix Lehner den städtischen Kulturpreis am 17. November. (Bild: Michel Canonica)

Am Anfang stand die Nicht-Verleihung des diesjährigen Kulturpreises an Theatermacher Milo Rau. Der Stadtrat hatte auf die entsprechende Empfehlung seiner Kulturkommission nicht eintreten wollen und verlieh den Preis Felix Lehner von der Kunstgiesserei Sittertal. Die Vergabe an sich war unbestritten; allseits wurde bestätigt, dass Lehner ein würdiger Preisträger mit vielen Verdiensten für die lokale Kulturszene sei. Und trotzdem gab’s vor den Sommerferien einen kleinen Sturm im kulturellen Wasserglas.

Juristisch korrekt abgelaufen

Mitglieder der städtischen Kulturkommission fühlten sich düpiert, weil der Stadtrat ihrer Empfehlung für Milo Rau nicht gefolgt war. Einige von ihnen traten in der Folge auch zurück. SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler nahm das Thema auf und machte den Vorgang durch kritische Fragen in einer Interpellation öffentlich. Hasler witterte eine Einmischung der Politik in kulturelle Belange, auch wenn die Preisverleihung juristisch korrekt abgelaufen war: Die Kompetenz für die Verleihung des städtischen Kulturpreises liegt gemäss Reglement bei der Stadtregierung; die Kulturkommission hat ein Vorschlagsrecht.

Kulturkommission soll künftig entscheiden

Etrit Hasler will das nun ändern: Er möchte, dass die Kulturkommission künftig über Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet. Eine erste Motion «zur Stärkung der Kulturkommission» wurde nicht überwiesen. Aus formalen Gründen hatte der Stadtrat Ablehnung des Vorstosses empfohlen, weil dieser etwas verlange, was nicht in die Kompetenz des Parlaments gehöre.

Etrit Hasler liess aber nicht locker und reichte seine Motion im Spätherbst mit neuem Wortlaut erneut ein. Der Stadtrat empfiehlt dem Parlament, darauf wieder nicht einzutreten. Die isolierte Betrachtung der Frage über die Zuständigkeit zur Verleihung des Kul­turpreises sei nicht sinnvoll, begründet er. Vielmehr wolle man das Thema bei der für 2019 anstehenden Überarbeitung des Kulturkonzepts angehen, also im Rahmen einer Gesamtbetrachtung. Das Thema dürfte damit an einer der ersten Parlamentssitzungen im neuen Jahr wieder Wirbel auslösen.

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