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Neuer Gebührentarif der St.Galler Bauverwaltung: Wer gross baut, zahlt mehr

Die Stadtverwaltung hat die Gebühren für umfangreiche Baugesuche nach oben angepasst. Damit will sie eine gerechtere Abstufung zwischen grossen und kleinen Bauvorhaben erreichen.
Daniel Wirth
Grossbaustelle Kantonsspital: Für die Prüfung von Baugesuchen für solche Vorhaben wurden die Tarife angepasst.Bild: Ralph Ribi (2.Juli 2019)

Grossbaustelle Kantonsspital: Für die Prüfung von Baugesuchen für solche Vorhaben wurden die Tarife angepasst.Bild: Ralph Ribi (2.Juli 2019)

Das Amt für Baubewilligungen der Stadt St.Gallen bearbeitet im Jahr rund 1000 Baugesuche. Darunter befinden sich Gesuche für komplexe Bauvorhaben. Amtsleiter Ivan Furlan nennt aktuelle Beispiele: eine Wohnüberbauung mit über 50 Einheiten oder eine Gewerbeüberbauung mit über 3000 Quadratmeter Bürofläche und 450 Quadratmeter Gewerbefläche im Westen der Stadt, das Learning Center der Universität St.Gallen (HSG) nach Plänen des japanischen Architekten Sou Fujimoto, die Überdeckung der Stadtautobahn SA1 als Baugrund für die neue Olma-Halle 1 in St.Fiden oder die zahlreichen Neubauten auf dem Areal des Kantonsspitals an der Rorschacher Strasse. Im vergangenen Jahr gab es 20 Baugesuche, bei denen 20000 Franken nicht ausreichten, um die Baueingaben zu prüfen.

Seit dem 1.Oktober gilt ein neuer Höchsttarif: 50000 Franken. Im laufenden Jahr hat das Amt für Baubewilligungen bis heute 835 Baugesuche bearbeitet; 15 davon waren derart umfangreich, dass korrekterweise mehr als 20000 Franken für die Prüfung und Erteilung der Baubewilligung hätten verrechnet werden müssen. Das entspricht ungefähr zwei Prozent aller Baugesuche, wie Ivan Furlan vorrechnet.

Der Kanton ging der Stadt St.Gallen voraus

Mit der neuen Obergrenze könne das Amt für Baubewilligungen die Gebühren dem tatsächlichen Aufwand entsprechend besser anpassen. «Damit lässt sich eine dem Aufwand gerechtere Abstufung zwischen grossen und kleinen Bauvorhaben erreichen», sagt Furlan.

Die neuen Tarife für Baubewilligungen in der Stadt beruhen auf einer kantonalen Gesetzesänderung. Der Kanton St.Gallen hatte ziemlich genau vor zwei Jahren, am 1. Oktober 2017, ein neues Planungs- und Baugesetz in Kraft gesetzt. Daraufhin hat die Kantonsregierung auf Anfang des laufenden Jahres unter anderem die Gebühr für besonders aufwendige Baugesuchsverfahren angepasst.

Aufgrund dieser Änderungen hat auch der St.Galler Stadtrat die Gebührentarife angepasst und die Änderung in Kraft gesetzt. Ob andere Gemeinden mit geplanten Grossprojekten dem Beispiel der Kantonshauptstadt folgen, bleibt abzuwarten.

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