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«Wenn man die Arbeit hier als reines Geschäft sieht, hat man schon verloren»: Die Tage der Campingwarte in Wittenbach sind lang

In Wittenbach steht einer der wenigen Campingplätze der Region. Dort probieren die Betreiber gerne Neues aus.
Livia Grob
Barbara und Georg Gilgen kümmern sich seit März um die Gäste des Campingplatzes zwischen Wittenbach und Bernhardzell. (Bild: Livia Grob)

Barbara und Georg Gilgen kümmern sich seit März um die Gäste des Campingplatzes zwischen Wittenbach und Bernhardzell. (Bild: Livia Grob)

Auf dem Campingplatz Leebrücke hört man trotz der Nähe zur Hauptstrasse bloss die nahe gelegene Sitter rauschen. Mitten im Grünen stehen den Gästen über 100 Plätze zur Verfügung, ein Drittel davon ist von Dauercampern besetzt. Wegen des Standorts ennet der Sitter gehört der Platz eigentlich zur politischen Gemeinde Waldkirch, trotz des irreführenden Namens Campingplatz St.Gallen-Wittenbach. Der Campingplatz ist einer von wenigen in der Region St.Gallen.

«Wenn man die Arbeit hier als reines Geschäft sieht, hat man schon verloren», sagt Georg Gilgen. Er und seine Frau Barbara Gilgen führen seit März den Campingplatz. Ihren Job als Platzwarte machen sie vor allem aus Leidenschaft. Denn die Arbeitstage beginnen um sieben Uhr und enden frühestens um zehn Uhr abends. Einer von ihnen sei stets vor Ort. «Während des Hochbetriebs im Sommer wohnen wir sogar hier auf dem Campingplatz.»

Bauarbeiter und Anwohner kommen zu Besuch

«Erfahrungen mit Campingplätzen hatten wir bloss aus unseren eigenen Campingferien», sagt Barbara Gilgen. Das Paar aus Herisau hat das Inserat für den Job als Platzwart zufällig gesehen und sei sofort Feuer und Flamme gewesen. Wichtig sei ihnen gewesen, sich selbst bei der Arbeit einbringen zu können und Dinge verändern zu dürfen.

Meist seien es Gäste gewesen, die sie auf neue Ideen brachten. So fragten einige am Kiosk, ob sie nicht auch warmes Essen, wie etwa eine Rösti mit Bratwurst und Zwiebelsauce, anbieten. «Ich dachte mir: Warum eigentlich nicht?», sagt Barbara Gilgen. Seither gibt es am Kiosk des Campingplatzes auf Anfrage warme Mahlzeiten.

Von diesem Angebot machen aber nicht nur die Gäste gebrauch. Auch Bauarbeiter aus der Nähe melden sich beim Znüni für ein Mittagessen an und auch immer mehr Anwohner entdecken den Campingplatz für sich. Denn dieser stehe nicht nur den Campinggästen offen, jeder Interessierte sei willkommen. «Wir haben hier ein schönes Fleckchen Erde und das teilen wir gerne», sagt Georg Gilgen. Die Anwohner sollen sich bewusst werden, dass der Campingplatz auch für sie zugänglich ist – sofern man sich an die Hausregeln halte.

Betreiber geben individuelle Touristentipps

Die Gäste kommen für Ratschläge und Tipps häufig auf Barbara und Georg Gilgen zu. «Wir überlegen uns immer gerne, was am besten zu den jeweiligen Gästen passt», sagt Georg Gilgen. So empfahl das Paar einer Familie, auf dem Kronberg wandern zu gehen, da die Rodelbahn für jedes Kind Motivation genug sei.

Das Wichtigste sei dabei, den Besuchern des Campingplatzes die Ostschweiz zu zeigen. «Vor allem St.Gallen hat mehr zu bieten als bloss den Stiftsbezirk und das Stickereimuseum», sagt Georg Gilgen.

«Die Sitter, die Drei Weieren, die Maestrani-Schokoladenfabrik – die Vielfalt der Ostschweiz ist riesig.»

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