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Wenn die Hallen schliessen: Wo die Party nach der Olma weitergeht

Am Wochenende ist das Olma-Gelände bis spätnachts voll. Junge feiern aber oft ausserhalb weiter.
Miguel Lo Bartolo
Nach Messeschluss feiern die Jungen noch weiter. (Bild: Michel Canonica)

Nach Messeschluss feiern die Jungen noch weiter. (Bild: Michel Canonica)

Achterbahnen, Viehschauen und Degustationen – die Hauptattraktionen der Olma sind seit Jahren unverändert. Nach wie vor zieht die Messe aber ein breites, demografisch durchmischtes Publikum an. Für viele Jugendliche ist sie ein Highlight. Manch einer schwärmt gar von einem «Open-Air-Feeling».

Die meisten Jungen treiben sich nachmittags in den Degustationshallen 4 und 5 rum. Vor allem bei schlechtem Wetter sind sie eine beliebte Anlaufstelle. Wenn sie schliessen, weichen die Jugendlichen in die Moststube oder auf das Jahrmarktgelände aus. Doch, wohin gehen sie, wenn das Festgelände schliesst? Wenn die Bahnen nicht mehr fahren und kein Bier mehr ausgeschenkt wird?

Das FM1-Zelt platzt aus allen Nähten

An diesem Samstagabend tröstet das Festzelt von FM1 junge Olma-Gänger über die Schliessung der Degustationshallen hinweg. Vor dem Zelteingang stehen unzählige Festbesucherinnen und -besucher Schlange. Obwohl es recht kühl ist, wird der Park am Unteren Brühl ebenfalls belagert. Ältere Spaziergänger bahnen sich mühselig den Weg durch zahlreiche Jugendliche. Nur knapp weicht ein Seniorenpaar einem torkelnden Mann aus – ein Sinnbild für die Olma-Zeit.

Einer Gruppe junger Goldacher wird der Tumult zu viel: «Das FM1-Zelt lassen wir uns unter der Woche nicht entgehen», sagt einer. «Am Wochenende ist hier aber zu viel los.» Die Männergruppe hofft, am Klosterplatz eine ruhigere Atmosphäre vorzufinden. Und tatsächlich: Der Klosterplatz wirkt im Vergleich zum Gedränge am Unteren Brühl wie leergefegt. Nur wenige Grüppchen haben es sich auf der Wiese bequem gemacht.

Après-Ski-Stimmung in der Alp7

Die Festhütte an der St.Jakob-Strasse ist bei vielen Olma-Besucherinnen und Besucher legendär. Eine Gruppe aus Bazenheid und Zuzwil hat es teils freiwillig, teils unfreiwillig in die verheissungsvolle Hütte verschlagen. Linda Kalberer kam mit einer Freundin an die Olma und traf vor dem FM1-Zelt auf alte Bekannte, die sie schon ewig nicht mehr gesehen hatte. «Genau deswegen geht man an die Olma», sagt Kalberer. Sie lässt sich zu einem Abstecher in die Alp7 überreden.

Unverwechselbaren Schlager-Klassiker sind bereits beim Anstehen kaum zu überhören. Die Gäste sind in Festlaune, der Alkoholpegel ist hoch. Lauthals grölen sie die Songtexte mit. Die Gruppe weiss, worauf sie sich einlässt:

«Das ist überhaupt nicht unsere Musik, dafür ist die Stimmung hier einfach der Wahnsinn»

Interessant sei, dass hier der erhebliche Altersunterschied der Besucherinnen und Besucher niemandem etwas auszumachen scheine. «Das gibt’s nur während der Olma», sagt Kalberer. «Und beim Après-Ski», fügt sie an.

Die Gruppe hat zwar ihren Spass. Mit dem musikalischen Angebot an der Olma ist sie aber nicht zufrieden. «Etwas zeitgemässeres dürfte auch auf dem Olma-Gelände angeboten werden», sagt Kalberer. Eine Freundin pflichtet ihr bei. Andererseits unterscheide genau das die Olma vom gewöhnlichen Ausgang.

Die Stadt bietet Ausweichmöglichkeiten

Wer nicht im FM1-Zelt oder in der Alp7 feiern möchte, findet in der Stadt genügend Alternativen. «Süd», «Affekt» und «Paparazzo» – zwei 24-jährige Rotmöntler haben sich spätabends eine kleine Bartour durch St.Gallen vorgenommen.

«Wenn die Luft zu dick wird, machen sich Schlaue dünn»

Während der Olma hätten die beiden zu später Stunde schon die eine oder andere Ausschreitung miterlebt. «Da ist ein gemütliches Bier in einer Bar bedeutend attraktiver», sagt der andere.

Das «Affekt» und das «Süd» ist den beiden zu voll. Das obligatorische Bier darf dennoch nicht fehlen, bevor sie die Paparazzo Bar am Blumenbergplatz 6 anpeilen. Der Gastwirt Jordan Tersijski hat sich schon gefragt, wo seine Stammkunden geblieben sind. Denn nach Messeschluss führt für die jungen Rotmöntler kein Weg an der Paparazzo Bar vorbei.

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