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Weihern-Festival in St.Gallen vor der Eröffnung: Auf Badegäste folgen Bands

In der Idylle herrscht emsiges Treiben: Im Familienbad auf Dreilinden ist der Aufbau der Bühne fürs Weihern-Festival in vollem Gang. 46 Tonnen Material wurden dafür angeliefert. Türöffnung ist am Donnerstag.
Christina Weder
Drei Tage vor der Eröffnung des Weihern-Festivals wird mit dem Aufbau der Bühne begonnen. (Bild: Thomas Hary)

Drei Tage vor der Eröffnung des Weihern-Festivals wird mit dem Aufbau der Bühne begonnen. (Bild: Thomas Hary)

Sonnenanbeter und Badegäste haben das Familienbad auf Dreilinden verlassen. Die Badesaison ist hier zu Ende. Doch Ruhe ist keine eingekehrt. Nicht nur die Bademeister machen sich noch vor Ort zu schaffen, auch die Veranstalter des Weihern-Festivals. Die einen räumen auf, die anderen richten ein. Beides geht parallel aneinander vorbei.

Der Zeitplan ist eng: Morgen um 17 Uhr wird die siebte Ausgabe des Festivals eröffnet. Gestern haben zwei Lastwagen insgesamt 46 Tonnen Material abgeladen – das sei für ein Open Air ein bescheidenes Gepäck, heisst es. Als erstes wird die Bühne aufgebaut. Vier Männer hängen die Beleuchtung unters Dach. Überall stehen Kisten mit Scheinwerfern und Lautsprechern. Es wird gehämmert, gehebelt und gekurbelt – vor idyllischer Kulisse.

Die besondere Atmosphäre

Ruhig liegt der Frauenweier da. Das dunkelgrüne Wasser glitzert im Sonnenlicht. Eine Ente zieht vor dem historischen Badehaus ihre Runden. Das erste Laub färbt sich gelb. Es ist diese Kulisse, die Diego Schweizer bewogen hat, mit seinem Produktionsbüro Livekom die Organisation des Festivals zu übernehmen. Nun steht er in der Frauenbadi und hat alle Hände voll zu tun.

Schweizer hat das Weihern-Festival vor einem Jahr erstmals miterlebt – damals noch als Besucher. «Saukalt» sei es gewesen, erinnert er sich. Bereits um 20 Uhr habe er es ohne Daunenjacke nicht mehr ausgehalten. «Doch das hat mich nicht davon abgehalten, das Ruder zu übernehmen.» Die Atmosphäre hatte es ihm angetan.

«So wie ich das Festival erlebt habe, finde ich es gut.»

Viel daran ändern will er nicht. Auf dem Programm stehen neu ein Kinderkonzert am Samstag und ein grosser Bandname an jedem der drei Abende.

60 Personen helfen freiwillig mit

Seit Januar ist Diego Schweizer mit der Planung beschäftigt. Das Arbeitspensum, das er fürs «Weihern» aufwendet, schätzt er auf 40 Prozent. Nun, im Schlussspurt, ist er von morgens früh bis abends spät eingespannt. Beim Aufbau wird er von bis zu 16 Personen unterstützt. Während des Festivals stehen zusätzlich 60 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Es zeigt sich schnell: Auch für ein kleines Festival wie das Weihern-Open-Air wird ein grosser Aufwand betrieben. «Wir machen das, weil wir es gerne tun und weil wir den Ort schön finden», sagt Schweizer. Aber es bleibe ein Risiko – vor allem weil man vom Wetter abhängig sei.

So ruhig die Lage jetzt ist, so laut war der Wirbel ums Festival in den letzten zwei Jahren. Es kam zu hitzigen Debatten über die Lautstärke und die Bewilligungspraxis. Als Auswärtiger konnte sich Schweizer unbelastet an die Arbeit machen. «Die Spielregeln sind klar», sagt er. Es gelten dieselben wie im Vorjahr.

Die Lautstärke der Konzerte ist begrenzt, die Besucherzahl auf 1000 limitiert. Die Bühne muss so positioniert werden wie im Vorjahr. Möglichst wenig Schall soll in Richtung der Wohnquartiere dringen. Weil Alkohol ausgeschenkt wird, muss der Frauenweier mit einem Gitter abgesperrt und ein Rettungsschwimmer aufgeboten werden. Jeweils bis Sonnenuntergang haben Festival-Besucher die Möglichkeit, ins Wasser zu springen – sofern das Wetter mitspielt.

Noch bleibt viel zu tun

Je näher die Türöffnung rückt, desto mehr geht es an den Feinschliff. Verkaufsstände müssen eingerichtet, Toiletten angeschrieben, die Kasse aufgemacht und die Musiker-Garderoben eingerichtet werden. Diego Schweizer rechnet damit, fünf Minuten vor der Türöffnung mit dem Aufbau fertig zu werden. «Dann fällt uns wahrscheinlich noch ein, was wir alles vergessen haben.»
Er freut sich auf den Moment, wenn die erste Band die Bühne betritt und sich die Besucherinnen und Besucher einfinden. Und darauf, «wenn der Aufbau geschafft ist und wir feststellen, dass wir an alles gedacht haben».

Diego Schweizer, der Veranstalter des Weihern-Festivals. (Bild: Thomas Hary)

Diego Schweizer, der Veranstalter des Weihern-Festivals. (Bild: Thomas Hary)

Das Programm: Von Dodo bis Fankhauser

Das Weihern-Festival bietet vom 13. bis 15. September jeden Tag einen grossen Namen. Am Donnerstag steht die Genfer Hip-Hopperin Danitsa auf der Bühne, am Freitag der Thuner Bluesmusiker Philipp Fankhauser. Am Samstag heisst der Headliner des Abends Dodo. Auf dem Programm stehen auch spannende kleinere Bands. Am Samstagnachmittag gibt Marius mit seiner Jagdkapelle ein Kinderkonzert. Tickets gibt es online oder an der Tageskasse.

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