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Weiher über der Stadt St.Gallen: Wasserstand tief, aber nicht dramatisch

Seit Wochen gibt es auf der Stadtsanktgaller App Stadtmelder kritische Stimmen wegen des Pegelstandes am Buben- und am Mannenweier. Die Stadt beurteilt die Situation derzeit noch als harmlos.
Luca Ghiselli
Die Plattform mit dem Frosch ragt derzeit ungewöhnlich weit aus dem Mannenweier. (Bild: David Gadze)

Die Plattform mit dem Frosch ragt derzeit ungewöhnlich weit aus dem Mannenweier. (Bild: David Gadze)

So tief der Wasserstand im Buben- und Mannenweier derzeit ist, so hohe Wellen schlägt diese Tatsache auf dem «Stadtmelder». Mehrere Nutzer der App der Stadt St.Gallen bemängeln darin seit Wochen die für diese Jahreszeit ungewöhnlich tiefen Wasserstände. Von einem Tümpel ist da die Rede, der eigentlich gar kein Weiher mehr sei. «Man kann fast wie bei Ebbe hinauslaufen», lautet zum Beispiel eine Meldung.

Es hat weniger Wasser als auch schon

Ein Augenschein zeigt: Die Kneippanlage im Bubenweier ist tatsächlich trocken, das Wasser im Nichtschwimmer-Becken am Mannenweier nur knietief und die Insel mit der Froschfigur ragt ungewöhnlich weit aus dem Wasser. Schwimmer, die für eine Pause dort hochklettern wollen, müssen fit sein. Beim städtischen Tiefbauamt ist das aber kein Grund zur Beunruhigung.

«Tiefe Wasserstände sind insbesondere im Bubenweier nichts Aussergewöhnliches während der Sommerzeit», sagt Stadtingenieur Beat Rietmann auf Anfrage. Weil die Bedingungen aber bereits im April und Mai ungewöhnlich trocken waren, seien die Wasserstände nun schon früher zurückgegangen als in anderen Jahren.

Exakte Vergleichszahlen fehlen

Wie sich der Wasserpegel auf Drei Weieren im Vergleich zu den Vorjahren präsentiert, kann Rietmann nicht sagen. «Es gibt keine exakte Statistik dazu. Wir wissen jedoch, dass der Wasserstand des Bubenweiers auch schon tiefer war als jetzt.»

Wie auf Drei Weieren sind auch die Pegel in den Bächen und Flüssen auf dem ganzen Stadtgebiet derzeit tief. Grenzwerte, welche die Wasserstände nicht unterschreiten sollten, gebe es aber nicht, sagt Rietmann. «Massnahmen dagegen sind in den allermeisten Fällen auch gar nicht möglich.»

Auf Drei Weieren gibt es dafür dennoch eine Notlösung. «Im absoluten Ausnahmefall ist es möglich, in begrenztem Ausmass Bodenseewasser zuführen zu lassen», sagt Rietmann. Das sei aber eine äusserst aufwendige Massnahme – und von diesem Ausnahmefall sei man mit den aktuellen Wasserständen im Buben- und Mannenweier derzeit auch noch weit entfernt.

Trinkwasser nur im absoluten Notfall

Kritische Stimmen führten auf der «Stadtmelder»-App ins Feld, dass die tiefen Wasserstände, insbesondere im Mannenweier, nicht nur an den trockenen Witterungsbedingungen der vergangenen Monate lägen. Vielmehr würde der Mühleggweier ins Gewicht fallen, der täglich rund 200'000 Liter Wasser aus dem Mannenweier beziehe.

Auf der App «Stadtmelder» wird der Wasserstand auf Drei Weieren bereits seit Wochen diskutiert. (Bild: Reto Voneschen)

Auf der App «Stadtmelder» wird der Wasserstand auf Drei Weieren bereits seit Wochen diskutiert. (Bild: Reto Voneschen)

Beat Rietmann erklärt: Es sei tatsächlich so, dass Wasser aus dem Mannenweier in den Mühleggweier gespeist werde, um die darin lebenden Tiere mit Frischwasser zu versorgen. «Das spielt aber für die Wasserstände nur eine untergeordnete Rolle.» Zwar sei eine leichte Drosselung des Zuflusses in den Mühleggweier denkbar. «Dabei sind jedoch die Vor- und Nachteile sauber gegeneinander abzuwägen», gibt Rietmann zu bedenken. Denn das ganze System müsse im Gleichgewicht bleiben.

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