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WC bis über den Rand mit Kot verschmiert: Beim «Lido del Mare» in Goldach stinkt’s zum Himmel

Das mobile WC beim Seegarten in Goldach ist nichts für empfindliche Gemüter. Diese Woche war es mit Fäkalien verdreckt und für Besucher des beliebten Sandstrandes am Bodenseeufer nicht zu gebrauchen.
Rudolf Hirtl
Kein appetitlicher Anblick: So präsentierte sich das mobile WC beim Seegarten in Goldach. (Bild: Rudolf Hirtl)

Kein appetitlicher Anblick: So präsentierte sich das mobile WC beim Seegarten in Goldach. (Bild: Rudolf Hirtl)

Der Kiesstrand am Seegarten in Goldach ist bei der Bevölkerung sehr beliebt. Vor allem an Sommertagen vergnügt sich dort Gross und Klein beim Baden und Bräteln. Im November 2015 hat die Gemeindeverwaltung darüber informiert, dass die Renaturierung des restlichen Abschnittes und dadurch die Schaffung eines weiteren Kiesstrandes den Aufenthalt dort künftig noch reizvoller machen werde.

Stimmt, im flachen Kiesstrand können sich Kinder nach Herzenslust austoben und ältere Semester entspannt bei einem kühlen Drink an der Sonne liegen. Goldach hat sein eigenes «Lido del Mare» und die Gemeinde tut einiges, um den Aufenthalt dort für die Benutzer so angenehm wir möglich zu machen. Es gibt Holz für Lagerfeuer, genügend Abfalltonnen und mobile WCs auf den Parkplatz beim Bahnübergang und am Seegarten selbst.

Ein infernaler Gestank

Letzteres wollte am Dienstagmittag ein Badegast mit seinem sechsjährigen Enkel benutzen. Die Notdurft musste der Kleine dann allerdings anderswo verrichten, denn was die beiden hinter der Türe antrafen, spottet jeder Beschreibung. Die WC-Schüssel ist bis über den Rand mit Kot verschmiert, mindestens drei Benutzer haben die Spülung nicht benutzt, wodurch ein unappetitlicher, mehrfarbiger Haufen entstanden ist, und WC-Papier liegt in Rollen und bereits benutzt (!) im ganzen Innenbereich. Garniert wird das Ganze mit einem infernalen Gestank.

Goldachs Gemeinderatsschreiber Richard Falk sagt auf Anfrage zurecht:

«Ich denke nicht, dass die Gemeindeverwaltung den Lido-Besuchern solche Zustände zumutet. Wir hinterlassen keine solchen WCs. Es sind die Besucher, die diese Zustände verursachen und sie sich damit selbst zumuten.»

Richard Falk, Gemeindeschreiber Goldach. (Bild: Archiv)

Richard Falk, Gemeindeschreiber Goldach. (Bild: Archiv)

Das mobile WC werde wöchentlich geleert. Die Abfallkübel zwei Mal wöchentlich. Er glaube nicht, dass der Tank voll war. Da sei wohl jemand einfach zu bequem gewesen, die Spülung zu benutzen. Das gebe es ab und zu; auch bei der WC-Anlage beim Hafen.

Nutzer müssen ein gewisses Mass an Anstand mitbringen

Besteht die Gefahr, dass die Gemeinde die WCs entfernt, wenn so verschmutzt werden und dadurch unbrauchbar sind? «Selbstverständlich sind wir darauf angewiesen, dass die Nutzer ein gewisses Mass an Anstand mitbringen. Sie in die Pflicht zu nehmen, ist allerdings ziemlich schwierig. Einfach mit dem Entfernen drohen, das ist wohl nicht der richtige Weg», so Falk.

Es stehen vor Ort auch genügend Abfalltonnen zur Verfügung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Es stehen vor Ort auch genügend Abfalltonnen zur Verfügung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Bisher habe die Gemeinde nie Reklamationen über den Zustand der Toiletten erhalten und deshalb nicht vor, diese zu entfernen. Zustände, wie sie nun angetroffen wurden, seien nicht die Regel, sondern eher selten. «Ich denke auch nicht, dass die Situation ohne Toilette besser würde.

«Ich persönlich habe solche Schweinereien lieber ab und zu in einer Toilette als dauernd in der ganzen Umgebung.»

Die Gemeinde Goldach werde die Toiletten und die Abfalleimer weiterhin regelmässig leeren und auch sonst für Ordnung sorgen. «Wir können jedoch nicht ständig vor Ort sein und durchgehende Sauberkeit garantieren. Alles in allem verhält sich aber eine grosse Mehrheit der Lido-Besucher anständig. Einzelne Ausreisser lassen sich leider nicht vermeiden», so der Gemeindeschreiber.

Gereinigt worden ist das WC beim Seegarten am Donnerstag kurz vor Mittag von der Firma ASA Service AG. Mit Hochdruckreiniger und Staubsauger reinigt Paulo die Kabine. «So schmutzig wie heute ist es nur manchmal, meistens ist es nicht ganz so schlimm», sagt er mit einem Lachen, ehe er auch noch den Dreck von der Seitenwand entfernt.

Ein Mitarbeiter der Firma ASA Service AG reinigt am Donnerstagvormittag das mobile WC am Goldacher Seeufer. (Bild: Rudolf Hirtl)

Ein Mitarbeiter der Firma ASA Service AG reinigt am Donnerstagvormittag das mobile WC am Goldacher Seeufer. (Bild: Rudolf Hirtl)

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