Wandertipp: Vom Bodensee den Rhein entlang

Die Wanderung führt vom Kanton Schaffhausen in den Thurgau. Wer Glück hat, dem begegnen dabei einige Eichhörnchen.

Ines Biedenkapp
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Noch im Nebel: Stein am Rhein ist vor allem für seine gut erhaltene Altstadt bekannt.
16 Bilder
Der Weg ist gut ausgeschildert.
Auf der Wanderung geht es auch an der ehemaligen Propstei von Wagenhausen vorbei.
Direkt nach der Brücke kommt eine Abzweigung. Der Weg ist aber gut ausgeschildert.
Auf dem Grillplatz ist ein Schild, dass an das Minenunglück vom 17. Juni 1944 erinnert.
Die Eisenbahnbrücke wurde während des zweiten Weltkriegs mit Minen gesichert.
Der Nebel klart auf.
Hier ist es ratsam, ein kurzes Stück entlang der Strasse zu folgen.
In einem kurzen Waldstück steht ein alter Bunker.
Nach knapp drei Stunden erreicht man von Stein am Rhein das Ziel: Diessenhofen

Noch im Nebel: Stein am Rhein ist vor allem für seine gut erhaltene Altstadt bekannt.

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Stein am Rhein
Ziel: Bahnhof Diessenhofen
Strecke: 11 Kilometer
Wanderzeit: 2h 45
Aufstieg: 105 Meter
Abstieg: 106 Meter
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, für Kinderwagen nicht geeignet Gaststätten: Landgasthof Camping Wagenhausen, Mi.–Mo. 8.30–23 Uhr, Dienstag Ruhetag; Restaurant Schupfen, Diessenhofen, Mi.–So. ab 10 Uhr geöffnet, Mo.–Di. Ruhetag
Parkplätze: bei den Bahnhöfen gibt es mehrere Möglichkeiten Öffentlicher Verkehr: die S8 ab St. Gallen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1032 Diessenhofen (ibi)

1. Bahnhof Stein am Rhein

Die Gemeinde Stein am Rhein liegt im Kanton Schaffhausen an der Stelle, wo der Rhein in den Bodensee mündet. Der Ort ist vor allem für den gut erhaltenen Altstadtkern bekannt. Von Stein am Rhein gibt es mehrere Möglichkeiten, nach Diessenhofen zu wandern. Wer will, kann vom Bahnhof im südlichen Teil Stein am Rhein über die Brücke in die Altstadt wandern und von dort dem Verlauf des Rheins folgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, direkt in Richtung Rheinbrücke zu spazieren, um von dort den Espiweg entlang des Rheins zu wandern. Nach kurzer Zeit gabelt sich der Weg und führt zum einen am Rhein oder zum anderen die Häuser entlang. An der Gabelung ist ein Schild angebracht, dass den Weg weist.

2. Landgasthof Camping

Bei schönem Wetter lohnt es sich, dem Rheinweg entlang dem Flussbett zu folgen. Tritt an dem Tag der Wanderung kein Nebel auf, gibt es einen schönen Blick auf die Burg Hohenklingen, oberhalb von Stein am Rhein. Allerdings ist dieser Abschnitt des Weges schmal und daher nicht für Kinderwagen geeignet. Wer Glück hat, kann auch Eichhörnchen dabei beobachten, wie sie in den Gärten nach Nüssen suchen. Auf diesem Streckenabschnitt gibt es keine Abzweigungen. Dafür geht es an der Badi und der ehemaligen Propstei von Wagenhausen vorbei. Nach einiger Zeit biegt der Weg scharf nach links ab. Der Untergrund ist dann auch nicht mehr mit Kies bedeckt, sondern geteert. Dann ist das Zwischenziel, der Landgasthof Camping erreicht.

3. Etzwiler Badi

Vom Landgasthof geht es ein Stück die Hauptstrasse entlang, um nach dem Minigolfplatz entlang der Felder zu wandern. Dieser Abschnitt ist Teil des Seeradwegs. Wer die Wanderung also mit Velo, Kinderwagen oder Rollstuhl unternehmen möchte, kann sich auch an die Beschilderung Seeradweg halten. Dann wird der Weg durchweg breiter und geteert. Aufgrund der Bäume und des Nebels ist der Rhein auf diesem Abschnitt allerdings schlechter auszumachen als zuvor. Entlang des Waldrands, dem Rüütene Weg, geht es dann nach einigen Minuten zur Etzwiler Badi. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Weg direkt Richtung Brücke weiter zu gehen.

4. Rheinklingen Jachthafen

Kurz nach der Brücke zeigt ein Schild in Richtung Wehrmänner Gedenkstätte. Von dort an geht es nach rechts, einen kleinen Pfad entlang zu einer Grillstelle. Das besondere an der Stelle ist ein Gedenkstein, der auf das Minenunglück vom 17. Juni 1944 aufmerksam macht. Damals wurden die Minensperren an der nahe liegenden Eisenbahnbrücke zurückgebaut, wobei es zu einer Explosion kam. Dabei kamen einige Wehrmänner ums Leben. Nach der Grillstelle geht es über einen schmalen Weg weiter durch den Wald. Dieser Abschnitt führt einen an Feldern und herbstlich roten Bäumen vorbei nach Rheinklingen.

5. Gasthaus Schupfen

In Rheinklingen angekommen, macht der Weg eine Rechtskurve. Wer will, kann entweder entlang des Waldes oder entlang der Strasse gehen, da beide Wege später an der Dorfstrasse zusammenlaufen. Ein Schild zeigt den Radweg nach Schaffhausen und Diessenhofen an. Nach kurzer Zeit kann der Radweg wieder verlassen werden, da ein kleiner Pfad nach rechts in Richtung Rhein abbiegt. Im Wäldchen steht ein mit Efeu überwachsener Bunker. Von dort ist es nicht mehr allzu weit zum Gasthaus Schupfen, der nächsten Station.

6. Bahnhof Diessenhofen

Die letzten drei Kilometer in Richtung Diessenhofen geht es auf dem Veloweg entlang der Hauptstrasse. Dort hat man nochmals einen schönen Blick auf den Rhein, der unterhalb der Strasse entlang fliesst und den Weinreben gegenüber.

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Ganz nah – und doch weit weg

Kurzentschlossen dem Alltag entfliehen, tief durchatmen und die Schönheit der Natur geniessen: Genau das bietet diese Wanderung.
Hans Suter