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Rorschacherberger Seeuferweg: Wall soll Villen-Besitzer vor neugierigen Blicken schützen

Die Renaturierung des Seeufers steht im Vordergrund des geplanten Spazierwegs entlang des Rorschacherberger Neuseelands. Die Gemeinde berücksichtigt auch die Interessen der Anstösser. Abgestimmt wird am 10. Februar.
Jolanda Riedener

Nach der Ablehnung 2015 unternimmt Rorschacherberg einen weiteren Anlauf: Am 10. Februar 2019 entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über einen Kredit zur Revitalisierung mit Uferweg im Neuseeland. In einer vorgängigen Meinungsumfrage stimmte die Mehrheit einem Seeuferweg für Fussgänger sowie einem separaten Radweg zu.

Damit das Projekt zu Stande kommt, müssen die Befürworter bis in zwei Monaten eine Mehrheit vom 4.5-Millionen-Franken-Kredit überzeugen. «Ansonsten wird die Idee Seeuferweg für die nächsten 20, 30 Jahre nicht mehr weiterverfolgt», sagt Gemeindepräsident Beat Hirs an der Pressekonferenz vom Donnerstag. Der Kanton stellt dabei Beiträge von rund einer Million Franken in Aussicht. Der Gemeinderat habe sich bezüglich der Gesamtkosten mehrfach abgesichert, um diese möglichst punktgenau einzuhalten.

Erst nach einem Ja der Rorschacherberger Bürger würde die Ausführungsplanung starten. Der Weg wird frühestens im Sommer 2023 fertig gebaut sein. Im Bereich der Ufermauer ist der Untergrund felsig. Deshalb soll das Ufer dort aufgeschüttet und revitalisiert werden, um so neuen Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt zu schaffen.

Über den gesunden Seegrund führt ein Holzsteg

Vorgängig haben Unterwasserbiologen den Seegrund untersucht, Proben genommen und den Tier- und Pflanzenbestand ermittelt. Demnach soll der Weg mit einem Steg vom Kopp-Areal aus starten. Wo genau, ist offen. Denn dort ist der Boden laut Hirs schlammig und schwierig aufzuschütten. Betonpfähle stützen die 2,5 Meter breite Konstruktion aus Metall mit Holzboden, die durch ein 110 Zentimeter hohes Geländer begrenzt wird. Gemäss Hirs sei diese Breite nötig, damit der Werkhof den Steg befahren kann, um Sträucher und Pflanzen zu pflegen sowie den Abfall zu entsorgen.

Im Bereich Neuseeland 26 verläuft der Fussweg dann auf einem aufgeschütteten Kiesweg. Je nach Pegelstand ist mehr oder weniger der Aufschüttung in Richtung See sichtbar (siehe Grafik). Aushubmaterial wird mit einer Deckschicht aus Kies angereichert. Nahe am Spazierweg in Richtung Ufer wird die Aufschüttung mit einem Erdwall und Büschen, Bäumen oder Ähnlichem ergänzt. So bleibt den Fussgängern den Blick in die Liegenschaften der Neuseeland-Anstösser verwehrt. Gleichzeitig haben diese aus der Distanz weiterhin Ausblick auf den See.

Vor der Mang-Villa führt der Uferweg erneut über einen Steg. «Hier fliesst der Lincolnsbergbach in den See, ausserdem gibt es bereits einen Strand in diesem Bereich», begründet Hirs das Vorgehen. Danach folgt eine zweite Aufschüttung bis zum Bootssteg. Der Weg führt dort nicht auf der Schüttung direkt sondern via Steg. Sie habe nur einen ökologischen Nutzen. Entlang der Badi Hörnlibuck führt der Weg wieder zurück zur Churerstrasse.

Kombinierter Fuss- und Radweg auf Churerstrasse

Insbesondere für Velos soll die Churerstrasse im Bereich Neuseeland umgestaltet werden. Noch gilt der Abschnitt als Alternativroute des Bodenseeradwegs. Das kantonale Tiefbauamt erarbeitete eine Machbarkeitsstudie, um den Abschnitt mit einem kombinierten Fuss- und Radweg zu ergänzen. Dieses Projekt ist nicht Teil des Seeuferwegs. Die Umgestaltung kostet 3.74 Millionen Franken. Der Gemeindebeitrag liegt bei 35 Prozent. Für Beiträge unter zwei Millionen Franken zu befinden, liegt in der Finanzkompetenz des Gemeinderats. An den Ausfahrten der Anstösser müssen zum Teil Anpassungen erfolgen, um die Sichtzonen einzuhalten.

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