Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Waldkirch zahlt weniger für Sonnenstrom vom Dach

Besitzer von Fotovoltaikanlagen erhalten für ihren Strom ab nächstem Jahr deutlich weniger Geld. Damit sollen weitere Defizite bei den Technischen Betrieben vermieden werden.
Adrian Lemmenmeier
In Waldkirch gibt es gut 130 Fotovoltaikanlagen. (Bild: Symbolbild: KEYSTONE)

In Waldkirch gibt es gut 130 Fotovoltaikanlagen. (Bild: Symbolbild: KEYSTONE)

Rund 130 Fotovoltaikanlagen gibt es in Waldkirch. Sie decken knapp zehn Prozent des jährlichen Energiebedarfs. Wer Strom von seiner Solaranlage an die Technischen Betriebe der Gemeinde liefert, erhält dafür derzeit 13 Rappen pro Kilowattstunde. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, diese Vergütung auf 1. Januar auf 9 Rappen pro Kilowattstunde zu senken.

Wie es im Mitteilungsblatt der Gemeinde heisst, gibt es mehrere Gründe für diesen Schritt. So haben die Technischen Betriebe in den letzten drei Jahren Defizite ausgewiesen, die jeweils mit Mitteln aus den Reserven gedeckt wurden. Ursachen dieser Defizite seien etwa die rasant ansteigende Stromabnahmemenge aus Fotovoltaikanlagen sowie die «lukrativen Vergütungsansätze» der Technischen Betriebe. Ausserdem führe ein Wechsel im System der Kostendeckenden Einspeisevergütung des Bundes (KEV) dazu, dass grössere Anlagen nicht mehr von der KEV profitierten. Diese Anlagen seien, entgegen der ursprünglichen Planung, weiterhin bei den Technischen Betrieben Waldkirch angeschlossen – und würden auch von diesen vergütet.

Tieferer Marktpreis, weniger Zustupf

Um Strom zu guten Preisen anbieten zu können, wollen die Technischen Betriebe die Kosten in der Energiebeschaffung senken. Zu gut 90 Prozent kaufen die Betriebe den Strom am freien Markt, über den Energiehändler EBM AG. Die übrigen zehn Prozent werden grösstenteils aus den 130 Fotovoltaikanlagen bezogen. «Bei der Senkung per 1. Januar 2019 werden die Vergütungsansätze in Richtung Marktniveau angepasst», heisst es im Mitteilungsblatt weiter.

Die Vergütung für Solarstrom setzt sich aus zwei Grössen zusammen: dem Marktpreis und dem sogenannten ökologischen Mehrwert – einer Subvention für grüne Energie. Der Marktpreis für Strom liegt gemäss Gemeinderat derzeit bei 4,5 Rappen pro Kilowattstunde. Bis anhin rechnete die Gemeinde mit einem Marktpreis von 6 Rappen. Den ökologischen Mehrwert senkt die Gemeinde von 7 auf 4,5 Rappen pro Kilowattstunde. Das ergibt die eingangs erwähnte Gesamtreduktion von 13 auf 9 Rappen pro Kilowattstunde.

Für die Kunden wird der Strom dennoch teurer

Für den gesamten Einkauf von Strom rechnen die Technischen Betriebe Waldkirch 2019 mit tieferen Kosten um gut vier Prozent. Diese Einsparungen reichen jedoch nicht, um die deutlichen Defizite der letzten Jahre auszugleichen. Eine Erhöhung der Strompreise sei deshalb unumgänglich. Der Strom wird in der Gemeinde Waldkirch nächstes Jahr somit um zwei bis sieben Prozent teurer – je nach Tarif. (al)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.