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Wahlkreis Rorschach: Dominik Gemperli rutscht im Kantonsrat nach, Monika Lehmann verabschiedet sich

Die Karriere von Goldachs Gemeindepräsident Dominik Gemperli (CVP) als Kantonsrat startete heute Montag mit der Vereidigung. Die Rorschacherbergerin Monika Lehmann (CVP) sagt hingegen Adieu. Sie hat während 15 Jahren die kantonale Politik mitgestaltet.
Rudolf Hirtl
Monika Lehmann verabschiedet sich morgen Dienstag nach 15 Jahren aus dem Kantonsrat St. Gallen; Dominik Gemperli, ebenfalls von der CVP, hat zu Beginn der Februar-Session den Amtseid abgelegt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Monika Lehmann verabschiedet sich morgen Dienstag nach 15 Jahren aus dem Kantonsrat St. Gallen; Dominik Gemperli, ebenfalls von der CVP, hat zu Beginn der Februar-Session den Amtseid abgelegt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Markéta Gemperli hat auf den Zuschauerrängen Platz genommen. Das Handy ist griffbereit. Sie lächelt zwar tapfer, kann aber ihre innere Anspannung nicht ganz verbergen. «Das bin sicher ich», räumt sie denn auch unumwunden ein auf die Frage, wer denn nun aufgeregter sei, sie, oder ihr Mann, der in wenigen Minuten als neues Mitglied des Kantonsrates seinen Pflichteid leisten wird.
Als Dominik Gemperli (CVP, Goldach), er rutscht für den zurückgetretenen Michael Hugentobler nach, schwört, das ihm auferlegte Amt mit aller Gewissenhaftigkeit und Treue zu erfüllen, da steht sie vorne an der Abschrankung und hält den feierlichen Moment mit dem Handy fest, mit vor Freude und Stolz doch etwas glasigen Augen.

Gemeindepolitik im
Kantonsrat einbringen


Für den Goldacher Gemeindepräsident ist es ein weiterer Schritt in der politischen Karriere, dem nach Meinung seiner Frau durchaus noch weitere Folgen könnten. «Das Können dafür hat er, aber neben der Politik auch noch andere Verpflichtungen, nämlich mich und unsere drei Kinder» sagt sie mit einem breiten Lachen.
Der frischgebackene Kantonsrat hat langjährige politische Erfahrung. Bevor er 2016 in Goldach gewählt wurde war er während zwei Amtsdauern Gemeindepräsident in Andwil. Seine Anspannung vor der Wahl in den Kantonsrat hielt sich daher in Grenzen. Ein kleines Kribbeln sei aber schon auch da gewesen, räumt er ein. «Die Vereidigung war ein spezieller und sehr schöner Moment.»
Er wolle die Meinung der Gemeinde Goldach und der anderen Gemeinden in der Region Rorschach in den Entscheidungsprozess im Kantonsrat einbringen. «Als Gemeinden haben wir auf Vollzugsebene sehr viele Berührungspunkte mit der kantonalen Politik. Insbesondere bei der wachsenden Fülle von Regulierungen möchte ich darauf achten, dass nicht vieles noch komplizierter wird, denn die Entscheide, die hier getroffen werden, beeinflussen das Leben in den Kommunen unmittelbar.»

"Ich bin heut sicher aufgeregter als mein Mann." (Markéta Gemperli)

Markéta Gemperli hält den Moment der Vereidigung ihres Gatten als neuer Kantonsrat mit dem Handy fest. (Bild: Rudolf Hirtl)

Markéta Gemperli hält den Moment der Vereidigung ihres Gatten als neuer Kantonsrat mit dem Handy fest. (Bild: Rudolf Hirtl)


Bei den kantonalen Wahlen 2016 landete Gemperli auf der CVP-Lis­te im Wahlkreis St. Gallen auf dem dritten Ersatzplatz. Durch sein Nachrutschen verliert die CVP Wahlkreis St. Gallen den Sitz eines Bisherigen. Bei den vergangenen Wahlen war Gemperli nämlich noch in Andwil wohnhaft. Da er bei den Gesamterneuerungsahlen 2020 im Wahlkreis Rorschach antreten wird, dürfte einer der Bisherigen CVP-Vertreter im Wahlkreis Rorschach sein Amt verlieren. «Darüber habe ich mir schon auch Gedanken gemacht. Aber, die Konstellation ist nun mal so, das Wahlprozedere ebenfalls und die Spielregeln habe nicht ich gemacht. Die Situation wird uns vor Herausforderungen stellen, doch darüber werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt Überlegungen machen», sagt Dominik Gemperli.

Tränen zum Abschied
wird es nicht geben

«Es ist schön zu sehen, dass gute, motivierte Leute nachkommen», sagt Monika Lehmann, die heute nach 15 Jahren im Kantonsrat ihren letzten Sessionstag erlebt. Dies sei umso wichtiger, zumal das zeitlich Engagement heute ungleich grösser sei, als noch zu Beginn ihrer Tätigkeit im Kantonsrat. Die Aufgabe sei neben einem 100-Prozent-Job nur schwer zu bewältigen. Eine Träne werde heute zum Abschied nicht fliessen. «Ich habe mich mit meinem Rücktritt schon länger auseinandergesetzt. Schön ist die Wertschätzung, die mir bei meiner letzten Session von meinen Ratskolleginnen und -kollegen entgegengebracht wird. Ich freue mich nun auf die Zeit, die es mir erlaubt, neue Projekte in die Hand zu nehmen», so die CVP-Politikerin. Und was gibt sie Dominik Gemperli mit auf den Weg als Kantonsrat: «Immer an das zu glauben, von dem er selbst überzeugt ist und das zum Wohle der Bevölkerung ist.»
Nachfolgerin von Monika Lehmann ist die Goldacherin Luzia Krempl. Sie wird in der April-Session den Eid ablegen.

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