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Wahlkampf um Müller-Nachfolge: Guido Etterlin (SP) sucht den Draht zum Rorschacher Stimmvolk

Mit einem Dialogbüro will Präsidiumskandidat Guido Etterlin (SP), die Anliegen der Rorschacher Bevölkerung wahrnehmen. Das Lokal an der Mariabergstrasse 9 soll aber nicht nur zum Plaudern dienen.
Jolanda Riedener
Guido Etterlin hat das Lokal an der Mariabergstrasse 9 gemietet. Für seinen Wahlkampf will er dort die Bevölkerung zum Dialog treffen und auch für drängende Themen sensibilisieren. (Bild: Jolanda Riedener)

Guido Etterlin hat das Lokal an der Mariabergstrasse 9 gemietet. Für seinen Wahlkampf will er dort die Bevölkerung zum Dialog treffen und auch für drängende Themen sensibilisieren. (Bild: Jolanda Riedener)

Wenn den Rorschacherinnen und Rorschachern etwas unter den Nägeln brennt, kommen sie mit ihrem Anliegen nicht zum Stadtrat, stellt Guido Etterlin fest, der als Stadtpräsident und Nachfolger von Thomas Müller kandidiert. Denn «die Hürde, ins Rathaus zu kommen, ist gross», sagt er. Als Stadtpräsident wolle Etterlin mit den Menschen vor Ort in Kontakt treten. Deshalb wird er während den kommenden sechs bis acht Wochen persönlich für die Anliegen der Bevölkerung an der Mariabergstrasse 9 präsent sein.

Anregungen und Ideen der Bürger sammeln

Bereits diese Woche startet das Projekt. Bürger sollen vor Ort voraussichtlich morgen Mittwoch ab 16 Uhr, am Freitag ab 17 Uhr und am Samstag ab 16 Uhr, ihre Anliegen, Kritik und Ideen äussern können. Am Montagmorgen hat der SP-Stadtrat Medienschaffende ins Dialog-Büro eingeladen. «Die Kommunikation seitens der Stadt Rorschach muss sich verbessern», sagt Etterlin. Wie genau, das wolle er von der Bevölkerung erfahren. «Es geht mir darum, zuzuhören.»

Noch steht nicht viel mehr als ein grosser Tisch mit einigen Stühlen im Lokal, das in der Vergangenheit bereits eine Kunstgalerie und ein Pop-Up-Brocki beherbergt hat. Drei Holzbretter sind an die Wand gelehnt. Sie sollen bald als Pinnwand dienen, wo Etterlin die Anregungen aus der Bevölkerung sammeln wird. «Wichtige Projekte müssen gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt werden. Es ist deshalb gut möglich, dass ich einige der Anregungen aus der Bevölkerung weiterverfolgen werde», sagt er. Ausserdem stelle Etterlin eine gewisse Politikverdrossenheit fest. «Oft wird kritisiert, dass unser politisches System sehr träge funktioniert», sagt Etterlin. Er kenne die Mechanismen durch seine langjährige Tätigkeit im Stadt- und Kantonsrat und hoffe, dass auf diesem Weg ein Austausch stattfinden könne.

Rorschacher wählt Stadtpräsidium

Am 19. Mai wählen die Rorschacherinnen und Rorschacher einen Nachfolger für Stadtpräsident Thomas Müller (SVP). Bisher zwei Kandidaten ihre Absichten erklärt: Neben Guido Etterlin (SP) will auch Thals Gemeindepräsident Robert Raths (FDP) Rorschachs Präsident werden.

Neben der Nutzung als Dialograum will Etterlin das Lokal an der Mariabergstrasse auch anderen zur Verfügung stellen. Eine Kunstausstellung zum Beispiel sei denkbar, oder Diskussionsrunden. «Das Büro soll möglichst oft und vielfältig genutzt werden», sagt Etterlin. Er wolle damit auf das Konzept Sharing Economy aufmerksam machen. Als bekanntestes Beispiel für das Konzept nennt Etterlin das Carsharing von Mobility: «Warum ein eigenes Auto haben, wenn es durchschnittlich 23 Stunden am Tag sowieso unbenutzt bleibt?»

Weiter will Etterlin mit seiner Aktion auch auf die Problematik mit leeren Ladenflächen hinweisen. «Es ist kein Problem, das spezifisch Rorschach betrifft.» Er setze sich aber für die Stärkung der Ladenmeile und fürs lokale Gewerbe in Rorschach ein. Dabei sollten Stadt, Gewerbe und Eigentümer Ideen gemeinsam entwickeln. «Die Mariabergstrasse zum Beispiel wird unterschätzt», sagt Etterlin. Die Leute interessiere, was sich hier tut, habe er festgestellt.

Weitere Videobotschaften sind in der Vorbereitung

Guido Etterlin versteht die Wahlkampf-Aktion in erster Linie als Experiment. «Wir werden sehen, wie es nach den ersten sechs bis acht Wochen läuft», sagt er. Eine Verlängerung sei nicht ausgeschlossen. Ebenfalls weiterführen wird Etterlin seine Videobotschaften. Drei Filme sind entstanden, in denen er sich den Wählern vorstellt und zu aktuellen Themen Position bezieht. Nummer vier sei bereits in den Startlöchern und erscheine kommende Woche. «Ich habe sehr viele Rückmeldungen zu den Videos erhalten», sagt er. Veröffentlicht werden die Sequenzen auf seinem Blog, den er seit zwölf Jahren betreibe.

Die Öffnungszeiten des Dialog-Büros werden am Schaufenster vermerkt. Sollte niemand vor Ort sein, ist es dennoch möglich, sich zu äussern: Unter der Telefonnummer 075 412 25 48 können Anregungen aufs Band gesprochen werden.

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