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Von Gossau in die Grossstadt: Simon Rindlisbacher arbeitet als Hotelmanager in Hanoi

Seit 15 Jahren lebt der Gossauer Simon Rindlisbacher in Südostasien. Derzeit ist der Familienvater Hotelmanager in Hanoi. Selbst in der tropischen Millionenstadt spielt er in seiner Freizeit Eishockey.
Nina Rudnicki
Simon Rindlisbacher ist als Hotelmanager rund um die Uhr erreichbar. (Bild: PD)

Simon Rindlisbacher ist als Hotelmanager rund um die Uhr erreichbar. (Bild: PD)

Von Asien und von Luxushotels träumte Simon Rindlisbacher schon als Jugendlicher. «Für mich war das damals die grosse Welt», sagt der 42-Jährige. Dann erzählt der heutige General Manager des Pullman Hotels in Vietnams Hauptstadt Hanoi, wie er als 15-Jähriger in der «Sonne» in Gossau jobbte. Er war beeindruckt vom professionellen Service, lernte Braten zu tranchieren und Wein zu dekantierten. In seiner Freizeit las er Bücher über ferne Länder und aussergewöhnliche Hotels. Bald stand sein Entschluss fest: Anstatt wie seine Eltern den Lehrerberuf zu erlernen, begann er eine Lehre als Kellner im Schwanen in Wil, besuchte zusätzlich die Berufsmaturitätsschule und danach die Hotelfachschule in Zürich.

Mittlerweile ist Rindlisbachers Traum wahr geworden. Seit 15 Jahre lebt er in Südostasien. Erst hat er in Bangkok gearbeitet und dort unter anderem das Mövenpick-Hotel eröffnet. Er hat eine Thailänderin geheiratet und ist heute Vater von zwei Buben.

Altstadtstimmung im Finanzviertel

Im vergangenen Jahr ist Rindlisbacher nach Hanoi gezogen, um eine Stelle im Pullman Hotel anzutreten. Das Hotel befindet sich im Finanzviertel der 7,5 Millionen-Stadt, südlich des Hoan-Kiem-Sees. Auf der anderen Seite des 700 Meter langen Sees liegt die Altstadt mit ihren engen Gassen, den zahlreichen Restaurants und Marktständen. Das historische Viertel gehört zu den touristischen Attraktionen Hanois. «Die Stimmung der Altstadt hat sich in den vergangenen Jahren bis ins Finanzquartier ausgedehnt und es gibt gute öffentliche Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Vierteln. Davon profitiert unser Hotel», sagt Rindlisbacher.

Er selbst lebt mit seiner Familie in einer Wohnung im Pullman-Hotel. Das spart Zeit und Rindlisbacher steckt nicht jeden Morgen im Verkehrschaos fest. «Als Hotelmanager bin ich so ausserdem rund um die Uhr erreichbar», sagt er. Verantwortlich ist er für das Personalwesen, die Administration, Verkauf und Marketing sowie das Revenue. Bei letzterem geht es darum, festzulegen, welches Zimmer zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Preis an welchen Kunden vergeben werden soll. Dabei muss immer im Auge behalten werden, was die Konkurrenz gerade tut. Ausserdem müssen Strategien mit Geschäftspartnern oder für Buchungsplattformen festgelegt werden.

«In Zuge der Digitalisierung wird dieser Bereich immer komplexer und es braucht ein gutes Team, auf das man sich verlassen kann», sagt Rindlisbacher. Als Hotelmanager ist ihm aber auch der persönliche Kontakt zu seinen Gästen wichtig. «Gerade in unserer so schnelllebigen Welt ist das wichtig. Allerdings bleibt mir dafür nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte.»

Ferien in Thailand und Gossau

Seine Ferien verbringt Rindlisbacher jeweils gemeinsam mit seinen Kindern und seiner Frau in Thailand sowie in Gossau. Ein Mal pro Jahr besuchen die vier seine Eltern sowie seinen Bruder und dessen Familie. «Wir lieben es, draussen in der Natur unterwegs zu sein. Nach 15 Jahren in Grossstädten sehnt man sich richtig nach Naturverbundenheit», sagt er.

«In Gossau beginnt die Natur praktisch vor der Haustür. Das schätze ich sehr. Ich kann mir vorstellen, eines Tages in die Schweiz zurückzukehren.»

Seine Buben sprechen nebst Englisch, Thailändisch und Hochdeutsch auch Schweizerdeutsch. Auch einige Hobbys haben sie aus der Heimat ihres Vaters übernommen. So sind beispielsweise alle begeisterte Eishockeyspieler. In Bangkok hat Rindlisbacher, der einst Mitglied des Schlittschuhclubs Herisau war, in der Amateurliga Eishockey gespielt. In Hanoi hat mit einigen kanadischen und russischen Expats ein Eishockeyteam auf die Beine gestellt. Als nächstes wollen sie auch in Hanoi eine Liga aufbauen.

Ausserdem sammelt Rindlisbacher Märklin-Modelleisenbahnen und kocht an freien Tagen Schweizer und lokale Gerichte. Er sagt: «Hotel-Manager bin ich zwar rund um die Uhr. Aber in meinem Hotel habe ich ein gutes Team aufgebaut, auf das ich mich verlassen kann. Das ermöglicht es mir, abends auch einmal früher nach Hause zu gehen.»

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